Kategorie-Archiv: Jagd

Offener Brief an den Landesjagdverband OÖ

Massenabschuss von klugen, leidensfähigen Lebewesen statt Ursachenbehandlung – ist das wirklich eine sinnvolle Lösung?

Wieder einmal hinter dem Rücken der Öffentlichkeit wurde ein Massenabschuss von 23000 Rabenkrähen und 2500 Elstern in OÖ geplant. Für die Äußerung von Bedenken der Tier- und Artenschutz Seite wurde kaum Zeit gelassen.

Den Krähenvögeln wird vorgeworfen, Schäden in der Landwirtschaft zu verursachen, weshalb nun tausende gefangen und getötet werden sollen. Dabei handelt es sich aber eindeutig um eine Symptombehandlung, die zudem auch noch zwecklos ist, da der Abschuss von Rabenpaaren nur verursacht, dass noch mehr Jungkrähen in die frei gewordenen Nischen einwandern. Die Zahl der Krähenvögel wird also durch den Abschuss nur weiter in die Höhe getrieben.

Ein Grund, der als Pro-Abschuss Argument genannt wird, ist auch häufig der Druck auf kleinere Tierarten, der durch Krähen und Elstern ausgeübt wird.
Doch die intensive Landwirtschaft ist der größte Grund für das Schwinden vieler einheimischer Tierarten bzw. für das Fördern einiger weniger dominanter Arten – unter anderem profitieren eben Krähenvögel davon.

Durch deren Abschuss wird aber keineswegs den Arten geholfen, die auch unter den Monokulturen und Pestizidverbrauch leiden, sondern ausschließlich der Intensivlandwirtschaft. Der Anbau von Tierfutter nimmt beispielsweise in Österreich und weltweit die größte Fläche in Anspruch. Massentierhaltung und Umweltzerstörung (und deren weitreichender Folgen für die Artenvielfalt) hängen also unmittelbar zusammen, das wird aber für eine Problemlösung weitgehend ignoriert. Stattdessen werden wie üblich Tiere geschossen, deren massenhaftes Auftreten zuvor vom Menschen gefördert wurde.

Statt weiterer destruktiver Eingriffe in die Natur und Tierwelt, muss endlich an den eigentlichen Ursachen für Artenschwund und Umweltzerstörung gearbeitet werden!

Kuscheln für Tierrechte 2016

Seit nun fünf Jahren ist der Valentinstag in OÖ Anlass für Tierschutz- und Tierrechtsaktionen, insbesondere das Thema Pelz steht dabei oft im Vordergrund. Diesmal wurde zudem auch das Thema Gatterjagd hervorgehoben aufgrund der aktuellen österreichweiten Kampagne des VGT.

Kuscheln für Tierrechte

..war das Motto der diesjährigen Valentinstags-Aktion in Linz. Ungefähr 30 AktivistInnen des VGT und vom Verein RespekTiere versammelten sich dazu am 13.2. am Taubenmarkt und luden interessierte Menschen ein, mitzumachen, sich zu informieren und Petitionen zu unterzeichnen. Ein kuscheliges Bett wurde dazu neben dem Infotisch aufgestellt und nebenbei konnten vegane Muffins, Rumkugeln und Kuchen gegen freiwillige Spende für das Tierparadies Schabenreith verkostet werden.

Der Verein RespekTiere versammelte sich daneben auch für eine Anti-Pelz Aktion, die viele Blicke auf sich zog.
Insgesamt konnten mit vereinten Kräften viele Menschen informiert, viele freundliche Diskussionen geführt und einige vegane Rezepte an interessierte weitergegeben werden.

Fotos von der Aktion
DSC03348 DSC03352 DSC03358 DSC03367 DSC03369 DSC03388 DSC03389 DSC03397 DSC03405 DSC03412 DSC03425 DSC03426 DSC03433 DSC03441 DSC03450 DSC03461 DSC03468 DSC03474 DSC03476 DSC03491 DSC03508 DSC03526DSC03466

Tierqualprodukte schleichen sich in Kleiderschränke ein

Das Bewusstsein über Tierschutz und die Leidensfähigkeit nimmt zwar immer weiter zu und für die meisten Menschen ist Echtpelz im Kleiderschrank ein No-Go, aber dennoch trifft man auf der Straße oft auf Menschen mit Pelzverbrähmungen an Jacken und anderer Kleidung.
Beide Tatsachen passen scheinbar nicht zusammen. Sieht man sich die Kleidung und die verkaufenden Modegeschäften genauer an, erkennt man einen Grund für diesen Widerspruch. In vielen Fällen ist Pelz kaum oder gar nicht gekennzeichnet und auch VerkäuferInnen kennen oft den Unterschied nicht. Oft wird auch nicht weiter nachgefragt, denn es sollte ja selbstverständlich sein, dass heute kein Tier mehr für Mode leiden muss, wenn es doch tier- und umweltfreundlichere Alternativen gibt.

Es ist also nicht sinnvoll, sich darauf zu verlassen, dass Tierschutz mehr wiegen sollte, als Profitgier. Stattdessen ist es wichtig die eigene Verantwortung als Konsument zu erkennen, nachzufragen und ein deutliches Zeichen gegen Tierquälerei für Mode zu setzen und VerkäuferInnen, Geschäftsführung und auch Hersteller wissen zu lassen, dass Pelz im 21.Jahrhundert nichts verloren hat. (Das gilt selbstverständlich auch für andere Themen, wie Kinderarbeit)

Hier sind ein paar hilfreiche Tipps aufgelistet, um Echt- von Kunstpelz zu unterscheiden: http://www.vier-pfoten.de/themen/wildtiere/pelz/echtpelz-oder-kunstpelz/

Die Rolle der Gatterjagd in OÖ

Die Gatterjagd findet, wie der Name schon sagt, im eingezäunten Bereich statt und wird oft von ÖVP nahen Personen veranstaltet. Die vergangenen Recherchen drehten sich beispielsweise oft um Gatterjagden um Alfons Mensdorff-Pouilly. Dabei kam es zu vielen Fällen der Tierquälerei, wie Rehe, die panisch flüchteten und dabei wiederholt verzweifelt gegen den Zaun sprangen, um den Jagdhunden zu entkommen oder eine Wildschweinmutter, die erschossen wurde, was ihre Kinder überlebensunfähig zurücklies. Gatterjagden lassen den Tieren keine Chance zu entkommen und dienen zum reinen Vergnügen vermögender Menschen, die auf möglich einfachem Wege auf halbzahme Tiere schießen wollen.

In Oberösterreich gibt es die Gatterjagd nicht in dieser Form, aber es spielt dennoch eine wichtige Rolle dafür. Denn hier werden oft die Wildtiere gezüchtet, die dann in ein Jagdgatter gebracht und zum Spaß erschossen werden.

Daher wurde Gatterjagd auch bei der Valentinstags-Aktion in Linz thematisiert und hunderte Unterschriften bei der Petition gegen die Jagd auf gezüchtete Tiere an diesem Tag am Taubenmarkt gesammelt.

Die Petition ist auch hier zu finden: http://vgt.at/actionalert/gatterjagd/petition.php

Einige Artikel über die Gatterjagd: http://vgt.at/presse/news/2016/news20160212y.php
http://vgt.at/presse/news/2016/news20160210y.php
http://vgt.at/presse/news/2016/news20160130mb.php
http://vgt.at/presse/news/2016/news20160129mb.php

Jägerballdemos 2016

Sowohl in Wien als auch in Linz versammelten sich anlässlich des Jägerballs AktivistInnen, die sich für einen gewaltfreien Umgang mit Natur und Tieren einsetzten. Mit Transparenten, Megafons und Infomaterial wurde lautstark darauf hingewiesen, dass das Töten Wehrloser von der Öffentlichkeit nicht akzeptiert wird.

Besonders die Gatterjagd stand diesmal bei den Jägerballdemos im Vordergrund. Diese lässt den Tieren keine Möglichkeit zur Flucht und dient ausschließlich zum Jagdvergnügen vermögenderer BürgerInnen.

Danke an alle TeilnehmerInnen an der Jägerballdemo Linz!

IMG_0309 IMG_0313 IMG_0318 IMG_0320

Neues Jahr, neuer Schwung bei der Demo gegen den Jägerball 2015

Jedes Jahr kommen mehr DemonstrantInnen zur Demo gegen den jährlichen Jägerball in Wien. Sowohl AN.RI.AC, als auch der VGT waren dabei. Schon von weitem sind die Rufe der TierqualgegnerInnen zu hören und diese zeigen damit, dass die Jagd,  vor allem die Hobbyjagd, schon lange nicht mehr von der Bevölkerungsmehrheit akzeptiert wird.

In Anzügen, Tracht und in mit mehreren toten Tieren bestückten Pelzmänteln erscheinen noch bis spät in die Nacht Ballgäste, die ungestört das Töten von Lebewesen feiern wollen. Einige davon sind in dem Glauben, sie täten etwas Gutes für die Umwelt oder behüten eine wertvolle Tradition, manche bezeichnen es gar als Sport. Doch es sind gerade die Gebiete, wo Jagd betrieben wird, in denen es die geringste Artenvielfalt gibt, sowohl unter Tieren als auch Pflanzen. Die begehrten Jagdtrophäen – wie sie nach ihrem Tod heißen – werden zunächst über den Winter gefüttert, um ihre Produktivität zu steigern, sie bekommen mehr Kinder. Diese Überzahl an beispielsweise Rehen und Hirschen kann tatsächlich, wie die JägerInnen behaupten, für ihren Lebensraum von Nachteil sein, da sie junge Bäume essen und zudem auch die Rinde von älteren Bäumen schädigen, was zum Absterben führt. Laubbäume, die in Österreich an vielen Orten natürlich wachsen würden, bekommen nicht die Chance. Doch die JägerInnen verursachen die Verbiss- und Fegeschäden selbst. Statt die Umwelt zu schützen, schadet die Jagd den heimischen Ökosystemen.

Auch das Leid, das durch die Jagd verursacht wird, kümmert bei dem prunkvollen Ball keinen der Gäste. Die meisten Tiere sterben durch einen Schuss nicht sofort. Das trifft besonders bei Treibjagden zu. Es ist schwierig, ein verängstigtes Tier auf der Flucht gezielt zu erschießen. Viele Tiere entkommen bei Treibjagden angeschossen und sterben langsam und qualvoll, manchmal erst nach einigen Tagen. Mütter werden von Kindern getrennt, alle versuchen zu fliehen, aber es wird auf alles geschossen, das sich bewegt. Bei Treibjagden herrscht Angst im Wald. Nichts daran ist edel, umweltfreundlich oder gar tierfreundlich. Für die TierfreundInnen, die vor dem Eingang zum Jägerball demonstrierten, und für immer mehr mitfühlenden BürgerInnen, ist es inakzeptabel, dass eine solch blutige Tradition mit großem Jubel gefeiert wird.

Dennoch verlief die Demonstration, wie üblich, von Seiten der TierrechtlerInnen friedlich, aber laut, obwohl es viele Provokationsversuche von Ballgästen gab. Solange es die unzeitgemäße Jagd noch geben wird, werden sich auch TierfreundInnen vernetzen und sich für einen gewaltfreien Umgang mit unseren Mitlebewesen engagieren.

Tierrechtsradio: Mitschnitt vom 31.1.2014

Diesmal war das Tierrechtsradio eine ganze Stunde lang. Thema war ein Angriff auf TierschützerInnen im Rahmen der Jägerballdemonstration in Wien, die mit Elektroschocker und Buttersäure attackiert wurden. Besonders schockierend: Dies ist schon der vierte Angriff auf TierschutzaktivistInnen!

Ihr könnt euch die Sendung hier nochmal anhören:
http://cba.fro.at/253630