Monatsarchiv: Februar 2016

Offener Brief an den Landesjagdverband OÖ

Massenabschuss von klugen, leidensfähigen Lebewesen statt Ursachenbehandlung – ist das wirklich eine sinnvolle Lösung?

Wieder einmal hinter dem Rücken der Öffentlichkeit wurde ein Massenabschuss von 23000 Rabenkrähen und 2500 Elstern in OÖ geplant. Für die Äußerung von Bedenken der Tier- und Artenschutz Seite wurde kaum Zeit gelassen.

Den Krähenvögeln wird vorgeworfen, Schäden in der Landwirtschaft zu verursachen, weshalb nun tausende gefangen und getötet werden sollen. Dabei handelt es sich aber eindeutig um eine Symptombehandlung, die zudem auch noch zwecklos ist, da der Abschuss von Rabenpaaren nur verursacht, dass noch mehr Jungkrähen in die frei gewordenen Nischen einwandern. Die Zahl der Krähenvögel wird also durch den Abschuss nur weiter in die Höhe getrieben.

Ein Grund, der als Pro-Abschuss Argument genannt wird, ist auch häufig der Druck auf kleinere Tierarten, der durch Krähen und Elstern ausgeübt wird.
Doch die intensive Landwirtschaft ist der größte Grund für das Schwinden vieler einheimischer Tierarten bzw. für das Fördern einiger weniger dominanter Arten – unter anderem profitieren eben Krähenvögel davon.

Durch deren Abschuss wird aber keineswegs den Arten geholfen, die auch unter den Monokulturen und Pestizidverbrauch leiden, sondern ausschließlich der Intensivlandwirtschaft. Der Anbau von Tierfutter nimmt beispielsweise in Österreich und weltweit die größte Fläche in Anspruch. Massentierhaltung und Umweltzerstörung (und deren weitreichender Folgen für die Artenvielfalt) hängen also unmittelbar zusammen, das wird aber für eine Problemlösung weitgehend ignoriert. Stattdessen werden wie üblich Tiere geschossen, deren massenhaftes Auftreten zuvor vom Menschen gefördert wurde.

Statt weiterer destruktiver Eingriffe in die Natur und Tierwelt, muss endlich an den eigentlichen Ursachen für Artenschwund und Umweltzerstörung gearbeitet werden!

Kuscheln für Tierrechte 2016

Seit nun fünf Jahren ist der Valentinstag in OÖ Anlass für Tierschutz- und Tierrechtsaktionen, insbesondere das Thema Pelz steht dabei oft im Vordergrund. Diesmal wurde zudem auch das Thema Gatterjagd hervorgehoben aufgrund der aktuellen österreichweiten Kampagne des VGT.

Kuscheln für Tierrechte

..war das Motto der diesjährigen Valentinstags-Aktion in Linz. Ungefähr 30 AktivistInnen des VGT und vom Verein RespekTiere versammelten sich dazu am 13.2. am Taubenmarkt und luden interessierte Menschen ein, mitzumachen, sich zu informieren und Petitionen zu unterzeichnen. Ein kuscheliges Bett wurde dazu neben dem Infotisch aufgestellt und nebenbei konnten vegane Muffins, Rumkugeln und Kuchen gegen freiwillige Spende für das Tierparadies Schabenreith verkostet werden.

Der Verein RespekTiere versammelte sich daneben auch für eine Anti-Pelz Aktion, die viele Blicke auf sich zog.
Insgesamt konnten mit vereinten Kräften viele Menschen informiert, viele freundliche Diskussionen geführt und einige vegane Rezepte an interessierte weitergegeben werden.

Fotos von der Aktion
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Tierqualprodukte schleichen sich in Kleiderschränke ein

Das Bewusstsein über Tierschutz und die Leidensfähigkeit nimmt zwar immer weiter zu und für die meisten Menschen ist Echtpelz im Kleiderschrank ein No-Go, aber dennoch trifft man auf der Straße oft auf Menschen mit Pelzverbrähmungen an Jacken und anderer Kleidung.
Beide Tatsachen passen scheinbar nicht zusammen. Sieht man sich die Kleidung und die verkaufenden Modegeschäften genauer an, erkennt man einen Grund für diesen Widerspruch. In vielen Fällen ist Pelz kaum oder gar nicht gekennzeichnet und auch VerkäuferInnen kennen oft den Unterschied nicht. Oft wird auch nicht weiter nachgefragt, denn es sollte ja selbstverständlich sein, dass heute kein Tier mehr für Mode leiden muss, wenn es doch tier- und umweltfreundlichere Alternativen gibt.

Es ist also nicht sinnvoll, sich darauf zu verlassen, dass Tierschutz mehr wiegen sollte, als Profitgier. Stattdessen ist es wichtig die eigene Verantwortung als Konsument zu erkennen, nachzufragen und ein deutliches Zeichen gegen Tierquälerei für Mode zu setzen und VerkäuferInnen, Geschäftsführung und auch Hersteller wissen zu lassen, dass Pelz im 21.Jahrhundert nichts verloren hat. (Das gilt selbstverständlich auch für andere Themen, wie Kinderarbeit)

Hier sind ein paar hilfreiche Tipps aufgelistet, um Echt- von Kunstpelz zu unterscheiden: http://www.vier-pfoten.de/themen/wildtiere/pelz/echtpelz-oder-kunstpelz/

Die Rolle der Gatterjagd in OÖ

Die Gatterjagd findet, wie der Name schon sagt, im eingezäunten Bereich statt und wird oft von ÖVP nahen Personen veranstaltet. Die vergangenen Recherchen drehten sich beispielsweise oft um Gatterjagden um Alfons Mensdorff-Pouilly. Dabei kam es zu vielen Fällen der Tierquälerei, wie Rehe, die panisch flüchteten und dabei wiederholt verzweifelt gegen den Zaun sprangen, um den Jagdhunden zu entkommen oder eine Wildschweinmutter, die erschossen wurde, was ihre Kinder überlebensunfähig zurücklies. Gatterjagden lassen den Tieren keine Chance zu entkommen und dienen zum reinen Vergnügen vermögender Menschen, die auf möglich einfachem Wege auf halbzahme Tiere schießen wollen.

In Oberösterreich gibt es die Gatterjagd nicht in dieser Form, aber es spielt dennoch eine wichtige Rolle dafür. Denn hier werden oft die Wildtiere gezüchtet, die dann in ein Jagdgatter gebracht und zum Spaß erschossen werden.

Daher wurde Gatterjagd auch bei der Valentinstags-Aktion in Linz thematisiert und hunderte Unterschriften bei der Petition gegen die Jagd auf gezüchtete Tiere an diesem Tag am Taubenmarkt gesammelt.

Die Petition ist auch hier zu finden: http://vgt.at/actionalert/gatterjagd/petition.php

Einige Artikel über die Gatterjagd: http://vgt.at/presse/news/2016/news20160212y.php
http://vgt.at/presse/news/2016/news20160210y.php
http://vgt.at/presse/news/2016/news20160130mb.php
http://vgt.at/presse/news/2016/news20160129mb.php

Metzgersprung leitete die Anti-Schlachthof-Tage 2016 ein

Tradition des Tötens – zeitgerecht?

Beim Metzgersprung springen traditionell abgeschlossene Metzgerlehrlinge in einen Trog voll mit kaltem Wasser, um sich von den Sünden der Lehrlingszeit zu trennen. Davor findet eine Messe statt und mit Marschmusik begleitet marschieren die fertigen Lehrlinge zu dem Ort, wo sie sich von ihren Sünden rein waschen wollen.
Doch diese Veranstaltung hat auch eine traditionelle Gegendemo, die nie ausbleibt. Menschen, denen Umgang und Rechte der Tiere am Herzen liegen, versammeln sich jährlich am Ort des Geschehens. Der Marsch von der Messe zum Veranstaltungsort wird daher vom gekreuzigten Lamm Gottes begleitet.
Bei der Demo wird vor allem darauf hingewiesen, dass Fleisch kein zeitgemäßes Lebensmittel mehr ist und heute meist mit Massentierhaltung, Umweltzerstörung und gesundheitlichen Schäden einher geht. Zudem wird auch an die eigene ethische Verantwortung erinnert und der Widerspruch zu dem Gebot „Du sollst nicht töten“ aufgezeigt, das oft willkürlich nur auf die Spezies Mensch bezogen wird.

Anti-Schlachthof-Tage

Die selben Tatsachen werden auch bei den Anti-Schlachthof-Tagen aufgezeigt, die nun richtig begonnen haben (siehe: https://veggies-linz.at/8886-2/).

Dabei kann sich jede/r ganz leicht beteiligen:
1) Schild mit passendem Spruch basteln,
2) zur nächsten Fleischerei/Schlachthaus/Steak House/etc. gehen,
3) Foto von Dir mit dem Schild machen,
4) posten und am besten an info@respektiere.at schicken (für die Fotocollage)

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Sei dabei: Anti-Schlachthoftage 2016 – Fotocollage

Anlässlich der Anti-Schlachthoftage, die am 8. Februar beginnen, wird wieder eine Fotocollage zusammengestellt. Das soll zeigen, dass es immer mehr Menschen gibt, die das Schlachten von Tieren für kurze Gaumenfreuden ablehnen und sich für eine tierleidfreie Lebensweise entscheiden.

Macht mit bei den Anti-Schlachthoftagen 2016 und zeigt, dass in unserer Gesellschaft das Schlachten von Tieren nicht mehr zeitgemäß ist.

Es ist ganz einfach:
1) Schild mit passendem Spruch basteln,
2) zur nächsten Fleischerei/Schlachthaus/Steak House/etc. gehen,
3) Foto von Dir mit dem Schild machen,
4) posten und am besten an info@respektiere.at schicken (für die Fotocollage)

Eindrücke aus 2015:
Anhang 1 Anhang 45