Monatsarchiv: Juli 2015

Vegane Weine im „Il Caminetto“ und „Ristorante Danubio“

Marco Monsorno besitzt mit „Il Caminetto“ am Hessenplatz und dem „Ristorante Danubio“ in Ottensheim (bei der Fähre) zwei original italienische Restaurants in Linz und Umgebung. Leider gibt es ja sonst oft nur „unechte“ Italiener die auch noch Kuhmilch in den Pizzateig machen. Bei Herrn Monsorno gibt es aber neben Pizzen und Nudeln mit veganem Teig (Ausnahme: die hausgemachten Taglioni sind mit Ei) nun auch vegane Weine des Weingutes Pizzolato (aus Venezien), teilweise ohne Sulfite. Die Weine werden zusätzlich auch über den eigenen Weinhandel vertrieben, bis hin zu kleinen Fläschchen (0,375) Prosecco, Merlot und Pinot Grigio.

Für Herbst ist eine Weinverkostung geplant, begleitet von italienischen, veganen Köstlichkeiten. Wir sind gespannt und werden, sobald ein Termin feststeht, diesen hier veröffentlichen.

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Klimawandel – 51 Prozent aller Treibhausgase durch Fleisch- und Milchproduktion

Wissenschaftler des renommierten World Watch Institutes kommen  zu dem Schluss, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung für den Großteil, nämlich knapp 51 Prozent (!) der ausgestoßenen Treibhausgase und somit für den Klimawandel hauptverantwortlich ist (Link), und nicht wie bislang von der FAO angenommen ca. 20 Prozent.

Das ist mehr als die von der Energiewirtschaft und vom gesamten Transportwesen ausgestoßenen Treibhausgase insgesamt!

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Folgende Annahmen liegen hier zugrunde:

  • Fischaufzucht in Aquakulturen wurde bei den FAO Berechnungen nicht einbezogen.
  • Die Treibhausgase, die bei der Errichtung der Gebäude für die Aufzucht der Tiere entstehen, wurden nicht berücksichtigt.
  • Die Energie, die für die Kühlung und Erhitzung von Fleisch erforderlich ist, wurde ebenfalls nicht einkalkuliert.
  • Die CO2-Effekte der industriellen Produktion von wachstumsfördernden und krankheitshemmenden Medikamenten für die Tierhaltung sind in den FAO Berechnungen ebenfalls nicht enthalten.
  • Die FAO hat ihre Berechnungen der Fleischproduktion auf der Datenbasis aus dem Jahr 2002 gemacht. Die Zahl der weltweit gezüchteten und geschlachteten Tiere ist inzwischen wesentlich höher anzusetzen als es die FAO angenommen hat.
  • Auch die Emissionen von tierischen Abfällen (Knochen, Gülle usw.) sowie Nebenprodukte (Leder, Federn etc.) sind von der FAO in ihre Berechnungen kaum einbezogen worden.
  • Die Abholzung von Regenwäldern, um Weideland einerseits für die Tierhaltung und andererseits für die Produktion von Viehfutter zu gewinnen, ist teilweise, aber nicht ausreichend berücksichtigt worden.
  • Ein neuer Aspekt dieser Untersuchung ist, die Atmung der Tiere einzubeziehen. Bislang war es üblich, ausschließlich die Veränderung des gespeicherten Kohlenstoffs zu berücksichtigen. Es dürfte aber eine weitaus korrektere Betrachtungsweise sein, auch die Auswirkungen mitzurechnen, dass Milliarden Tiere nur als Nahrungsmittel gezüchtet werden.
  • Methan und vor allem Lachgas ist wesentlich klimaschädlicher als CO2 und zwar mit einem Faktor von etwa 25 (Lachgas sogar 298!). Zusätzlich wirken Methan und Lachgas auf das Klima deutlich schneller und nachhaltiger als CO2.
  • Schließlich beziehen die Autoren des Worldwatch Institute WWI zusätzlich die Klimaschädigungen ein, die wegen unterlassener Wiederaufforstung nicht wieder korrigiert werden.

Nimmt man alle Positionen zusammen, dann ist ein Wert von 51 Prozent für den Treibhausgaseffekt durch Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion realistischer. Man muss davon ausgehen, dass der durch Fleisch- und Fischkonsum (eine nicht-vegetarische Ernährung) verursachte CO2-Ausstoß (incl. Methan und Lachgas) deutlich über 40% der durch den Menschen verursachten CO2-Emissionen liegt, also mehr als doppelt so hoch ist, als von der FAO bislang angenommen.

Unsere Ernährungsgewohnheiten haben also einen wesentlich größeren Einfluss auf das globale Klima als bisher angenommen. Wir müssen Einfluss nur verdeutlichen und dann die entsprechenden Konsequenzen daraus ziehen. Nicht umsonst fordert die UN schon seit langer Zeit den Umstieg auf eine vegane Ernährung (Link), nicht nur des Klimawandels wegen.

Auf Kritik an dieser Veröffentlichung wird seitens der Autoren hier eingegangen.

Polizeistaatliches Schutzgesetz: Schutz vor Zivilengagement

Das bereits vom Ministerrat bereits beschlossene Staatsschutzgesetz, wurde nun doch nicht vor der Sommerpause vom Parlament abgesegnet, da die öffentliche Kritik zu stark wurde, obwohl Medien kaum von dem geplanten Bespitzelungsgesetz berichtet hatten. Die Bemühungen, die Öffentlichkeit nicht zu viel davon wissen zu lassen sind gescheitert, dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nach dem Sommer umgesetzt wird, noch sehr hoch.

In Linz kam es ebenfalls zu einem Protest gegen das Polizei-Staatsschutz-Gesetz, bei dem sich der AK-Vorrat, Attac, die Solidarwerkstatt und der Verein gegen Tierfabriken (VGT) zusammenschlossen. Am 4. Juli marschierte daher ein Demozug durch die Linzer Innenstatt, um einen Polizeistaat in Österreich zu verhindert und die Meinungsfreiheit und die Privatsphäre zu bewahren.

Das Gesetz würde nicht nur Menschen betreffen, die schwere, verfassungswidrige Straftaten verbergen wollen, sondern alle BürgerInnen, die sich kritisch äußern oder sich bei Initiativen für Menschenrechte, Tierrechte und Umweltschutz in legaler Form beteiligen. Denn für die Bespitzelung wäre nicht einmal mehr ein konkreter Verdacht notwendig, sondern nur die Wahrscheinlichkeit einer Person, eine Straftat für bestimmte Ziele zu begehen. Wie diese Wahrscheinlichkeit definiert wird, steht in den Sternen. Die Polizei könnte somit völlig unabhängig und mit einer unzureichenden Kontrollinstanz, der die Akteneinsicht verweigert werden darf, Menschen überwachen, die ziviles Engagement zeigen.

Ein gewisser Trend, gegen Zivilengagement vorzugehen, ist also auch in Österreich zu erkennen.: Nach dem Mafiaparagrafen und der Vorratsdatenspeicherung folgt das Staatsschutzgesetz.

Eine Petition gegen das neue Spitzelgesetz kann hier unterschrieben werden: www.staatsschutz.at