Monatsarchiv: Juni 2014

Öffentlicher Druck gegen Besatzdichteerhöhung

AktivistInnen versammeln sich nun beinahe jede Woche vor der SPÖ. Wird das Ziel der SPÖ und der Geflügelindustrie, die Besatzdichte bei Masthühnern auf 38kg/m² zu erhöhen, umgesetzt, bedeutet das eine Verschlechterung im Tierschutz, obwohl Tierschutz seit 2013 Verfassungsrang hat.

Aber jede/r hat eine Möglichkeit, sich für Hühner und für Tierschutz und Tierrechte auszusprechen. Jeden Samstag wird nach wie vor Unterstützung bei den Demos und Aktionen gebraucht, Protest E-Mails sind schnell geschrieben und wer Zeit hat, kann auch persönlich mit der SPÖ sprechen und die Bedenken über die Besatzdichteerhöhung äußern.

Nur aufgrund des öffentlichen Drucks ist der Plan, mehr Tiere auf engen Raum zu drängen, in den vergangenen Jahren nicht aufgegangen.

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Bunter Protest vor der SPÖ: keine Verschlechterung im Tierschutz!

Am 7.6. wurde die Öffentlichkeit bei einer kreativen Demo darüber informiert, dass die SPÖ eine 30%ige Erhöhung in der Besatzdichte der Mastgeflügelhaltung will.
Nachdem der Versuch der Geflügelindustrie und ÖVP, die Besatzdichte zu erhöhen, in den vergangenen Jahren gescheitert ist, hat sich nun auch die SPÖ als bestechlich erwiesen. Die Geflügelindustrie will nur dann Impfprogramme durchführen, wenn sie auch die Anzahl der Hühner pro m² erhöhen darf. Obwohl bereits jetzt der Platz in der Massenhaltung von Hühnern mit 30kg/m² sehr eng ist, sieht die SPÖ darin kein Problem. „Tierschutz“-Minister Stöger unterstützt das Vorhaben.

Daher wird es auch in den kommenden Wochen noch weitere Flyer- und Protestaktionen vor der SPÖ in Linz geben, um eine Verschlechterung im Tierschutz zu verhindern.
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Einladung zur Demo gegen Besatzdichteerhöhung

ZEIT & ORT: 7.6. , ab 13 Uhr  – 17 Uhr vor der SPÖ Linz Landstraße 36

Tierschutz darf nicht verschlechter werden!

Die SPÖ plant auf Wunsch der Geflügelindustrie, die Besatzdichte bei Masthühnern und Puten zu verschlechtern, obwohl die Haltungsbedingungen für die Tiere bereits jetzt oft gesundheitsschädlich, unerträglich und für viele auch tödlich sind. Von 30kg/m² soll auf 38kg erhöht werden.
Bereits unter den momentan legalen Bedingungen sind Verletzungen, Depression und Krankheit üblich. Die meisten Hühner haben weder Unterhaltungsmaterial, noch sehen sie jemals den Himmel oder können ihrem natürlichen Verhalten nachgehen.
Aber die Haltung soll noch verschlimmert werden und das wird sogar als Tierschutzmaßnahme ausgegeben, da dafür Impfprogramme durchgeführt werden sollen.
Eine Besatzdichteerhöhung will die Geflügelindustrie als Voraussetzung für Impfprogramme umsetzen und konnte damit offensichtlich auch die SPÖ um den Finger wickeln.

Deshalb findet am Samstag eine Demo vor der SPÖ statt, um die Öffentlichkeit über dieses Vorhaben aufzuklären – die SPÖ wird es selbst nicht tun. Nur mit öffentlichem Druck können wir eine Verschlechterung im Tierschutz verhindern und stattdessen eine Verbesserung fordern!

 

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Pflanzenmilchtag

Anlässlich des Weltmilchtags am 1.Juni veranstalteten AktivistInnen in Linz am Samstag davor einen Pflanzenmilchtag.

Tierleidfrei ist einfach. Für Menschen, denen Tiere und/oder Gesundheit wichtig sind, gab es bei der Aktion zahlreiche Informationen über die Auswirkungen des Tiermilchkonsums und über Alternativen dazu, aber auch über andere Tierschutzthemen. Wer selbst davor noch nie Pflanzenmilch gekostet hatte, konnte bei der Aktion selbst verschiedene Sorten verkosten. Bei der großen und wachsenden Auswahl an Pflanzenmilch, inzwischen in vielen Supermärkten vorhanden (wobei die Spitzenreiter wahrscheinlich Denns und Merkur sind), ist für jeden Geschmack etwas zu finden.
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Milchinfos:

Anders als lange vermutet, hat Tiermilch einen großen gesundheitlichen Nachteil.
Tiermilch enthält das artfremde Eiweiß Kasein und außerdem viele schwefelhaltige Aminosäuren, die den Körper übersäuern. Zum Ausgleich wird den Knochen basisches Kalziumphosphat entzogen, um den Eiweißüberschuss zu neutralisieren.
Durch Tiermilch werden die Knochen nicht gestärkt, sondern Kalzium entzogen. Dadurch kommt es in Ländern mit hohem Milchkonsum auch vermehrt zu Osteoporose.

Um mehr Milchleistung und folglich auch mehr Profit einzubringen, bekommen Kühe heute mehr eiweißreiches Kraftfutter, das hauptsächlich aus Soja besteht. Da es unmöglich ist, derartig große Mengen an Soja als Futtermittel regional anzubauen, wird es bekannter Weise meist aus Regenwaldgebieten importiert. Nur etwa 10% der gesamten Sojaernte dienen Menschen als Nahrung. Effizient ist die Verfütterung von Soja an Kühe nicht, da der Großteil der pflanzlichen Kalorien so in Gülle und Klimagase umgewandelt wird.

Allem voraus steht aber unser ethisches Verhalten gegenüber den Tieren. Tierhaltung ist nicht auf Tierschutz, sondern auf maximale Ausbeute ausgerichtet. Betriebe müssen laufend von Tierhaltung auf Tierfabrik umsteigen, in der Tiere produziert, zu Maschinen degradiert und schließlich am Fließband geschlachtet werden. Die Milchmaschine funktioniert jedoch nur, wenn diese dauernd künstlich befruchtet wird und jedes Jahr kalbt. Mit einfachen Worten, kann eine Kuh, sowie jedes Säugetier, nur dann Milch geben, wenn sie davor ein Kalb geboren hat. Ein Kalb ist jedoch ein Mehraufwand, es müsste Geld und Futter an das Kalb verschwendet werden und vor allem, ein Kalb würde bei der Mutter säugen und damit dem Menschen die Milch wegtrinken.
Alle Kälber werden der Mutter daher bald nach der Geburt genommen. Das geschieht bei jedem Kalb, das die Mutter zur Welt bringt.
Weibliche Kälber werden nach der Trennung bald ebenfalls zur Maschine.
Männliche Kälber können keine Milch geben (das muss dazu gesagt werden, da viele Menschen auch annehmen, dass Kühe ohne vorher schwanger gewesen zu sein, Milch geben). Sie sind deshalb ein reines Nebenprodukt der Milchproduktion und werden beispielsweise nach Italien abtransportiert, gemästet und im Kindesalter geschlachtet.
Der Milchkonsum verursacht, wie man sieht, mehr Opfer, als auf den ersten Blick erkennbar ist.
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