Monatsarchiv: April 2014

Tierrechtsradio vom 25.04.2014 – War der Linzer Kreuzzug für Tierrechte Blasphemie?

Der jährlich stattfindende „Kreuzzug für Tierrechte“ fand diesmal am Karsamstag in Linz statt. Dabei tragen AktivistInnen mit Tiermasken Kreuze um die Kirche aufzufordern, auch dem Leiden der Tiere Beachtung zu schenken.

Allerdings verbot die zuständige Versammlungsbehörde das Tragen von Kreuzen, da dies eine Herabwürdigung religiöser Lehren darstellen würde. Martin Balluch diskutierte im Tierrechtsradio mit dem Veranstalter, einem Kirchenvertreter sowie einem Anwalt, was es damit auf sich hat. Hier könnt ihr die Sendung nachhören: http://cba.fro.at/258267

Das in der Sendung erwähnte Video von der Kreuzigungsaktion in Innsbruck findet ihr übrigends hier:

http://www.youtube.com/embed/HnGrgbBvdJk

Rezept – Vegane Lasagne

Veganer müssen nicht auf eine Lasagne verzichten, nur weil sie kein Fleisch oder Käse essen. Es gibt sehr wohl einige Möglichkeiten und Rezepte für eine vegane Lasagne. Anstelle des Fleischs verwendet der Veganer etwa Gemüse sowie Sojaschnetzeln. 

Hier das das Rezept für eine vegane Lasagne: 

Das Rezept für eine vegane Lasagne ist relativ einfach. Der Unterschied liegt höchstens in der Zubereitung bzw. bei den Zutaten. Ansonsten gibt es fast keine Unterschiede zur normalen, mit Fleisch gefüllten, oder Gemüselasagne mit Käse. Für Veganer ist diese Zubereitung bzw. dieses Rezept bestens geeignet und sorgt dafür, dass auch Veganer eine Lasagne genießen.

Für die Füllung der veganen Lasagne benötigt der Koche folgende Zutaten:

• 100 Gramm Sojaschnetzel
• 1 Esslöffel Tomatenmark
• 2 Esslöffel Sojasauce
• 1 große Zwiebel
• Gemüsebrühe
• 1 getrocknete Chilischote
• 3 große Knoblauchzehen
• 2 Karotten
• 1 Zucchini
• 2 Stangen Sellerie
• 1 Dose Tomaten (gestückelt)
• 3 große Champignons
• Salz
• Pfeffer
• Oregano
• Sojasauce
• Lasagne Blätter aus Hartweizengrieß

Für die Béchamel-Sauce benötigt der Koch folgende Zutaten:

• 25 Gramm Margarine
• 25 Gramm Mehl
• Salz
• Pfeffer
• Hefeflocken
• Muskat
• 1/4 Liter Sojamilch

Die Zubereitung:

1. Zuerst übergießt man die Sojaschnetzel mit der fertigen Gemüsebrühe. Die Sojaschnetzel müssen dabei bedeckt sein. Danach hebt man das Tomatenmark sowie die Sojasauce unter und lässt diese für rund 10 Minuten köcheln. Die Karotten sowie Zucchini werden geschnitten und in die Masse gegeben, die Champignons schneidet man wie den Sellerie klein und gibt diese ebenfalls bei. Die Zwiebel sowie der Knoblauch wird in der Pfanne mit dem Chili angebraten. Man rührt die Sojaschnetzel zu, gibt das restliche Gemüse in die Masse und gibt die Gemüsebrühe hinzu. Das Gemüse sollte man rund 15 Minuten köcheln lassen – gewürzt wird das Gemüse mit Pfeffer, Sojasauce, Salz sowie Oregano.

2. Für die Zubereitung der Béchamelsauce erhitzt man die Margarine im Topf und wartet, bis diese vollkommen flüssig ist. Man rührt solange bis eine Masse entsteht. Die Sojamilch hinzugeben und die Masse kochen lassen. Nachdem eine relativ dicke und zähflüssige Flüssigkeit entstanden ist, wird diese mit Muskat, Hefeflocken sowie Salz und Pfeffer gewürzt. Zum Schluss kann zur Verfeinerung auch Sojasahne beigemengt werden.

3. Man benötigt eine große Auflaufform und befüllt diese abwechselnd mit den Lasagneblättern sowie der Füllung. Am Ende gießt er die Béchamelsauce hinüber und lässt die vegane Lasagne für rund 60 Minuten bei 180 Grad im Backofen kochen.

Quelle: www.GuteKueche.at

Tierrechtskreuzzug am Karsamstag

Der zur Tradition gewordene, jährliche Kreuzzug für Tierrechte fand auch 2014 am Karsamstag wieder statt, wenn auch in polizeilich eingeschränkter Form.

Eine Herabwürdigung der Religion?
Schaurige Kostüme, die die verantwortungslosen Angewohnheiten der Gesellschaft darstellen, Tiermasken, Kunstblut, Kreuze und Dornenkronen finden bei der Demonstration üblicher Weise Verwendung. Anlässlich Ostern tragen bei dem Demozug als Schlachtvieh verkleidete AktivistInnen für gewöhnlich Kreuze und eine Dornenkrone, um zu verdeutlichen, wie Tiere täglich für Ernährungssünden der privilegierten Menschen sterben und gequält werden. Damit wollen die AktivistInnen vor allem zeigen, dass Nutztiere täglich in Schlachthäusern symbolisch gekreuzigt werden, weil Gier noch immer der vorherrschende Lebensstil vieler Menschen ist. Das Gebot „Du sollst nicht töten“ wird zugunsten der Fleischmassenproduktion sehr ausgedehnt.
Obwohl sogar einige Katholiken und TheologInnen, davon auch einige unter den Demonstrierenden, diese Darstellung im Zusammenhang mit Tierrechten nicht als Blasphemie interpretieren, schätzt die Versammlungsbehörde dies als Herabwürdigung religiöser Lehren laut §188 StGB ein.

Mittels Bescheid wurden somit die Kreuze bei der Demo untersagt.
Bei der  Streitfrage, ob die Verwendung von Kreuzen im Zusammenhang mit Tierrechten nun eine Herabwürdigung sei, ist bereits nach früheren Anklagen geklärt worden, dass dies keine Herabwürdigung darstellt. Gegen den Bescheid wird daher Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht eingelegt werden.

Trotz des Verzichts auf die Kreuze war die Demonstration voller verschiedener Eindrücke gestaltet. Schilder, Transparente, Kostüme, Demosprüche, Trommelrythmen und Informatives fanden bei der Demo Verwendung.

Konsequenzen des Fleischkonsums und die Nachlässigkeit der Kirche wurden vor allem kritisiert.
Vor Geschäften, wie McDonalds und Nordsee, aber auch vor Kirchen wurde Halt gemacht, um lautstark einen ethischen Umgang mit Lebewesen zu fordern. Die Kirche wird damit keineswegs herabgewürdigt, sondern vielmehr kritisiert, wenig auf leidensfähige nicht-menschliche Tiere zu achten und auch nicht darauf, wie für die Nutztierhaltung sogar Menschen ausgebeutet werden. Nahrungsmittel werden, unter anderem, aus Hungerregionen exportiert, um diese an Nutztiere zu verfüttern, so dass unsere Gesellschaft den kurzen Gaumenkitzel von Schnitzel u.ä. erleben kann. Wenn 90% der Weltsojaernte in Futtertrögen statt auf Tellern endet, nennt man das nicht Nahrungsmittelverschwendung? Die pflanzlichen Kalorien, die Nutztiere zu sich nehmen, werden nur zu einem geringen Teil in tierliche Kalorien umgesetzt. Wenn wir die Welt ernähren wollen, ohne Rücksicht auf Profit, ist Fleischproduktion- und konsum verantwortungslos.

Die Demonstration fand auch Zustimmung in Linz unter den PassantInnen, die dies mit Applaus und Daumenhoch äußerten. Es schlossen sich sogar ein paar davon dem Demozug an, hielten Schilder und versuchen noch andere zu motivieren, teilzunehmen.

Es kam jedoch auch zu Übergriffen, die gegen AktivistInnen gerichtet waren.
Ein Mann reiste sogar aus Wien an, um die Autoreifen des Demoleiters zu zerstechen und den Lack zu zerkratzen (und verletzte sich dabei noch selbst). Er wurde dank aufmerksamer PassantInnen von der Polizei gefasst. Laut eigener Aussage wollte er so viel Schaden, wie möglich anrichten, weil er es nicht ertragen kann, dass Menschen sich für Tiere einsetzen (Siehe: http://www.respektiere.at/news700px.php?catid=&newsid=1294).
Ein anderer Mann, der den Demozug eine Weile zuvor schon verfolgt hatte, schlug einer Aktivistin sogar ins Gesicht und wurde von der Polizei daraufhin weggebracht.

Wie immer wurde die Demonstration also nicht von allen gern gesehen, denen die Darstellung zu blutig, zu „radikal“ oder übertrieben wirkte.
Die Aufgabe einer solchen Demonstration ist auch, nicht oberflächlich, sondern tiefergreifend (=radikal) zu sein, Menschen aus ihrer Gleichgültigkeit und ihrem Alltag zu wecken und sie dazu aufzufordern und herauszufordern, nicht wie gewöhnlich wegzusehen, friedlich aber entschlossen und deutlich auf einen großen Missstand hinzuweisen und das in den Köpfen eingebrannte Bild des Tieres als Ausbeutungsmaterial und Ding zu provozieren. Das gefällt zunächst nicht allen Menschen, die aus Bequemlichkeit ungestört alten Gewohnheiten nachgehen wollen, wie sie jede/r aus dem eigenen Leben vermutlich kennt. Die Provokation dieses Weltbildes sorgt manchmal für Ärger, aber auch für inneren Konflikt, Diskussion und schließlich der Befassung mit einem unangenehmen Thema.
Deshalb ist auch besonders jenen zu danken, die es wagen, herauszufordern, sich selbst und andere und somit den TeilnehmerInnen, der Demoleitung und den OrganisatorInnen dieses gesellschaftskritischen Events.

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Einladung zur Buchvorstellung von Chris Moser im Luftraum um 18:00

Kunst ist eine kreative Form von Aktivismus. Aber KünslterInnen nehmen ihre politische Verantwortung oft nicht wahr.

Darüber spricht Chris Moser bei seiner Buchvorstellung im Luftraum unter anderem. Der Tier- und Menschenrechtsaktivist, Künstler und Autor organisiert neben seiner Arbeit auch selbst politische Aktionen.

Als Hauptangeklagter im ersten Tierschützerprozess wurde ihm seine Kunst vorgeworfen, die zu kritisch war.

Was ist politscihe Kunst überhaupt und wie kann man KünstlerInnen und andere Menschen dazu bringen, ihre politische Verantwortung zu erkennen und dementsprechend zu handeln? Solche und weitere Fragen werden heute Abend, am 18.4. ab 18:00 in der Bethlehemstraße 30 behandelt.

Im Anschluss kann sich auch jede/r an der Diskussion über das Thema beteiligen. Zum Naschen werden auch vegane Leckereien angeboten (solange der Vorrat reicht).

Wer die Bücher von Chris Moser selbst lesen möchte, kann sie bei der Buchpräsentation kaufen.

Eintritt ist natürlich frei!

Tierrechtsradio vom 11. April 2014: Blockade eines AMA-Bodenhaltungsbetrieb

Wenn ihr denkt, Eier aus Bodenhaltung kommen garantiert von Hühnern, die nicht in Käfigen leben oder AMA-Betriebe würden besonders streng kontrolliert, dann empfehlen wir die letzte Sendung des Tierrechtsradios.

http://cba.fro.at/257765

Bitte achtet darauf, euer Osterfest nicht auf Kosten der Tiere zu feiern!