Monatsarchiv: Februar 2014

„Kulturgenuss und Gutes tun“

„Kulturgenuss und Gutes tun“, ist eine Serie von veganen Buffets im Zuge von Tanzworkshops, Tanzperformances, Tanzveranstaltungen und dem tanzhafenFESTIVAL in Oberösterreich, bei denen die freiwilligen Zuwendungen in der ersten Ausgabe der Aktion von März bis Juni 2014 bei unterschiedlichen Treffpunkten gesammelt und dann an das Tierparadies Schabenreith weitergegeben werden.

Foto: Miroslaw Dworczak Tänzerin: Bianca Anne B.

Foto von Miroslaw Dworczak /Tänzerin, Initiatorin und Leiterin der Initiative „Kulturgenuss und Gutes tun“: Bianca Anne B. ( Foto von der Benefizveranstaltung Hochwasser 2013)

Das erste Buffet dieser Aktion findet am 2.3. beim OPEN HOUSE in der Tanzfabrik RedSapata, in der alten Tabakfabrik Linz, statt. 10:00- 17:50 kann gratis getanzt werden ( Tag der offenen Tür) und ab 18:00 gibt’s dann unser Buffet, während Tanzperformances von in Linz arbeitenden Tänzerinnen gezeigt werden. Infos zum Programm des gratis Schnupperns und Zusehens beim „open House“ http://redsapata.com/projekte-2/redsapata-open-house-2014/

Treffpunkt für vegane Bäckerinnen mit Ihren Leckereien, ist am 2.3. um 17:00 bei der Bushaltestelle „Parkbad“ auf der Seite der Tabakfabrik. Bianca Anne wartet dort auf euch und gemeinsam geht ihr dann in die Tanzfabrik um ein veganes Buffet aufzubauen. 18:00-19:00 hat das Buffet geöffnet, währenddessen und danach gibt es Tanzperformances und Tanzshowings anzusehen.

Bitte meldet euch bei Bianca Anne, wenn ihr bei dem ersten Buffet der Reihe „Kulturgenuss und Gutes tun“ dabei sein wollt und für Zuwendungen an das Tierparadies Schabenreith beitragen möchtet.

Es freuen sich auf euch TänzerInnen, KünstlerInnen, KulturInteressierte, vegane und nicht vegane Menschen, Schleckermäulchen und natürlich die zahlreichen Tiere aus Schabenreith.

Kontaktaufnahme bitte ganz einfach über das Kontaktformular oder direkt: biancaanneb@gmail.com, sollte dies nicht funktionieren. Wir suchen noch engagierte Teilnehmerinnen, die zu einer Verköstigung für den guten Zweck bei „Kulturgenuss und Gutes tun #1“ beitragen wollen.

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Tierrechtsradio-Mitschnitt vom 7.2. und 21.2.2014

Im gestrigen Tierrechtsradio wurde vom Ausgang der Selbstanzeigen berichtet, die 3000 TierfreundInnen tätigten nachdem sie Eybl zum Ausstieg aus dem Verkauf von Echtpelz aufgefordert hatten. Es wurde durch die Oberstaatsanwaltschaft festgestellt, dass es den Selbstanzeigen an der nötigen „Ernstlichkeit“ fehlt. Daher gibt es einen neuen Aufruf zur Selbstanzeige durch den VGT mit einer neuen Formulierung. Bitte unterstützt die Selbstanzeigenaktion – aber nur, wenn ihr es auch ernst meint!  http://www.vgt.at/actionalert/selbstanzeige/unterschreiben.php

Die gesamte Tierrechtsradiosendung könnt ihr euch hier anhören: http://cba.fro.at/254629

Bereits vor 2 Wochen wurde im Tierrechtsradio von der Human-Animal-Studies-Konferenz berichtet, die in Innsbruch stattfand. Hier könnt ihr die Sendung anhören: http://cba.fro.at/254630

 

Valentinstag für Mensch, Tier und Umwelt

Auch 2014 gab es wieder einen  Veganen Valentinstag, der zur jährlichen Tradition in Linz geworden ist. Als Dankeschön an Geschäfte, die pelzfrei sind bzw. viele tierleidfreie Produkte verkaufen, wurden dieses vegane Muffins und Kuchen verschenkt.

Leider konnten nicht alle beschenkt werden, aufgrund des Zeitmangels, aber der Dank gilt selbstverständlich allen, die vollständig oder zumindest weitgehend auf Produkte aus Tierquälerei verzichten.
Auch auf der Landstraße wurden gleichzeitig vegane Pralinen, Rezepte, Aufkleber und Informationen zur veganen Ernährung für Interessierte verteilt.

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Auch Umweltschutz ist für viele Menschen ein großes Anliegen. Mit zunehmenden Wettereigenarten der vergangenen Jahre (aber besonders dieses Jahr) werden die Menschen auch zunehmend besorgt. Bei vielen Tierschutz Aktivitäten, sowie auch beim Veganen Valentinstag, wird auch oft nachgefragt, wie jede/r im Alltag die Umwelt schützen kann. Es wird viel Wert darauf gelegt, so wenig Energie, wie möglich zu verbrauchen, kein Wasser zu verschwenden und öfter das Fahrrad zu nehmen. Viele wissen jedoch auch nicht, dass die Produktion von Tierprodukten bei weitem die meisten Ressourcen benötigt.
Dass Nutztiere für der Schlachtung bzw. solang sie nützlich sind, selbst viel Nahrung zu sich nehmen müssen, wird oft gar nicht beachtet. Selbst in biologischer Haltung besteht das Futter oft zu einem großen Teil aus importierten Nahrungsmitteln und kaum aus Heu und Gras, wie oft angenommen wird. Der enorme Konsum an Fleisch verschlingt große Mengen an pflanzlichen Nahrungsmitteln für deren Anbau – besonders für Futtersoja – der Regenwald immer weiter dezimiert wird.
Die Umwelt im Alltag zu schützen ist also leichter als gedacht.
Überwiegend pflanzliche Ernährung verbraucht weniger Ressourcen, da der Umweg über Tierprodukte wegfällt und damit auch ein großer Teil der Wasserverschwendung – und Verschmutzung. Da durch pflanzliche Ernährung weniger pflanzliche Nahrungsmittel insgesamt gebraucht werden, ist ein zusätzlicher Effekt noch, dass die Erträge nicht durch genetisch veränderte Pflanzen gesteigert werden müssen, nur um genug Nutztiere füttern zu können.
Laut FAO entstehen durch die Tierhaltung 18% aller Treibhausgase, laut World Watch Institute sogar 51%.

Leider werden diese Tatsachen aber leider manchmal sogar von Umweltorganisationen totgeschwiegen.  Dazu hat im folgenden Link ein Tier- und Umweltschutzaktivist einen offenen Brief verfasst: http://annahajakygeisler.wordpress.com/2014/02/18/macht-und-verantwortung/

Pelz und ethische Verantwortung

Im Februar reduziert sich die Zahl an Pelzkrägen, Pelzpommelmützen und sonstigem Pelzbesatz in Schaufenstern langsam wieder. Pelzbesatz hat keinen wärmenden Zweck, sondern dient nur als Dekoration, hinter der Tierqual, Umweltverschmutzung und Gift steckt.
In Parks und der Innenstadt von Linz tauchen vermehrt Aufkleber mit der Aufschrift „Pelzkrägen sind giftig“ auf. Hingewiesen wird dabei auf die ZDF Dokumentation, in der zu sehen ist, wie und wo Pelze und Leder hergestellt werden: http://www.youtube.com/watch?v=dV-BXYrIKvc
Auch wenn sich die Pelzsaison mit den wärmeren Jahreszeiten wieder dem Ende zuneigt, wird bereits wieder Pelz für die nächste Pelzsaison gekauft.
Daher ist es nach wie vor wichtig, sich an Geschäftsleitungen und Personal zu wenden.

Bei den Treffen der Linzer VGT und Veggies-Linz Gruppe kann sich jede/r jederzeit Aufkleber, Kärtchen, Flyer und Folder zum Thema Pelz holen, die an Geschäftsleitungen weitergegeben werden können. Das Planungstreffen findet jeden ersten Dienstag im Monat statt und das nächste Neuaktivtreffen am Freitag, dem 7. März.

Aber auch das positive Feedback sollte nicht fehlen. Wer Bekleidungsketten und Sportgeschäfte kennt, die keinen Pelz verkaufen, sowie Hervis, Esprit, Humanic, Mammut etc. soll diese auch weiter darin bestärken, pelzfrei zu bleiben. Auch erfreuliche Dinge sollen erwähnt werden: Die  Bekleidungsläden Eco (Goethstraße 3, Linz) und Frizzi (im Atrium, Linz) verzichten beide bewusst auf Pelz und Leder und haben für KundInnen auch entsprechendes Infomaterial und Aufkleber dazu.

Der kommende Valentinstag ist eine gute Gelegenheit, um daran zu erinnern, dass wir die Verantwortung tragen, wie Schwächere Mitglieder der Gesellschaft behandelt werden

Künstleraktivist Chris Moser in Linz

„Meines Erachtens“ von Chris Moser behandelt die politische Verantwortung von Kunst.

Als Gast im Cose Cosi hielt der Künstleraktivist Chris Moser am 25.1.14 einen kurze Präsentation mit anschließender offenen Diskussion zu seinem neuen Buch „m.E.“ (Meines Erachtens)
Auch im Dorf TV sprechen Chris Moser, ein politischer Aktivist und eine Kunst- und Philosophiestudentin über politische Kunst und Aktivismus. Das Video dazu findest du hier.
Er appelliert an KünstlerInnen, politische Kunst zu schaffen. Da Kunst sehr einflussreich sein kann, soll diese seines Erachtens nicht nur zur Ablenkung vom realen Leben dienen, sondern wachrütteln und daran erinnern, dass wir alle Bestandteil der Politik sind und diese mitgestalten sollen. Er wünscht sich revolutionäre Kunst. Auch die Voraussetzung, KünstlerIn zu sein, sieht er darin, die Fähigkeit zur Reflexion und zum Hinterfragen zu besitzen.
Er selbst setzt dabei auf Provokation und Schockerlebnis, was Menschen zum Diskutieren und Nachdenken anregen soll.

Zusätzlich zu seiner künstlerischen Tätigkeit , organisiert er selbst in seinem Heimatort Aktionen, wie Infotische und Straßentheater zum Thema Tierschutz und Tierrechte. Als einer der Hauptangeklagten und wieder Freigesprochenen im bekannten Tierschützerprozess bzgl. des Mafiaparagrafen, wurde ihm seine provokante Kunst vorgeworfen.

Kunstfreiheit erlaubt zwar immer wieder das Quälen und Töten von Tieren, aber wenig Kritik bestimmten Industriezweigen oder Gesellschaftskreisen. Im Falle von Chris Moser war es insbesondere die Kritik an der Jägerschaft durch seine Kunst, die ihm zum Verhängnis wurde.
Bei der anschließenden Diskussion kamen Themen auf, wie Kunst als Teil der Konsumgesellschaft, Kunst als Aktivismusform, gradueller Prozess bis zum politischen Denken/Handeln und das fragwürdige Schulsystem.

Vielen Dank an Chris für die tolle Buchvorstellung und vielen Dank an das Cose Cosi, das anlässlich der Buchvorstellung und Diskussion eigens eine vegane Speisekarte zusammengestellt hat.