Monatsarchiv: Januar 2014

Tierrechtsradio: Mitschnitt vom 31.1.2014

Diesmal war das Tierrechtsradio eine ganze Stunde lang. Thema war ein Angriff auf TierschützerInnen im Rahmen der Jägerballdemonstration in Wien, die mit Elektroschocker und Buttersäure attackiert wurden. Besonders schockierend: Dies ist schon der vierte Angriff auf TierschutzaktivistInnen!

Ihr könnt euch die Sendung hier nochmal anhören:
http://cba.fro.at/253630

Tierrechtsradio-Mitschnitt vom 24.01.2014

Im Tierrechtsradio, das diesmal ganze 40 Minuten dauert, spricht Chris Moser mit Martin Balluch über sein neues Buch „M.E.“ – Meines Erachtens.Ihr könnt die Sendung hier nachhören:

http://cba.fro.at/253234

Wer jetzt mehr wissen möchte und die heutige Lesung in Linz im Cose Cosi verpasst hat, hat noch eine Chance am 29. Jänner, denn da kommt Chris noch einmal nach Linz ins Studio des Dorf TV.

Aufsehenerregende Demo vor dem Linzer Jägerball

Die Hobbyjagd, die das Töten feiert, gibt es leider immer noch. Obwohl dank dem Projekt im jagdfreien Kanton Genf, bereits bekannt ist, dass Wild und Natur sich selbst regulieren, wenn Tiere nicht bejagt werden, wird das Töten aus Spaß wo anders immer noch praktiziert und sogar gefeiert.

Beispielsweise beim Jägerball vergangenes Wochenende in Linz. Geduldet wird die Hobbyjagd aber schon längst nicht mehr. Die Zahl der JagdgegnerInnen steigt, so wie auch die Zahl der DemonstrantInnen vor dem Jägerball. Dieses Jahr fanden sich in Linz rund 70 Demonstrierende vor dem Jäbgerball ein und zeigten unüberhörbar, dass das Erschießen wehrloser Lebewesen nicht akzeptabel ist.
Nicht nur der Tod der Lebewesen ist tragisch, sondern auch die enorme Verschwendung von Nahrungsmittelressourcen für die Fütterung. Für 1kg Wildschweinfleisch wurden ca. 12kg Mais verfüttert. Für Rehe wird manchmal sogar eigens Kohl angebaut. Die Tiere werden somit auch schneller geschlechtsreif und bekommen noch mehr Nachwuchs. Die Zahl der Wildtiere wird deshalb  nicht reguliert, sondern besonders hoch gehalten, damit JägerInnen mehr Spaß am Schießen und mehr Trophäen haben können. Die hohe Zahl an Rehen und Hirschen zeigt auch negative Konsequenzen für Wälder, da junge Laubbäume von den Tieren gegessen werden und Waldmonokulturen entstehen. Was JägerInnen angeblich verhindern wollen, verursachen sie also zum Großteil selbst.
Für den Zweck, jährlich ca. 1Mio Tiere erschießen zu können, wird sowohl Waldgesundheit, als auch Tierschutz vernachlässigt oder ignoriert.

Immer mehr Menschen tolerieren diese Verhaltensweise nicht mehr. Die Zahl der Protestierenden steigt kontinuierlich, sowohl bei dem Wiener Jägerball, als auch in Linz.

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Wie üblich verlief die Demo von Seiten der DemonstrantInnen friedlich, aber sehr laut. Obwohl 3 Ballgäste AktivstInnen zur Seite gestoßen hatten, ließ sich keine der DemonstrantInnen auf deren Provokationen ein. Mit Trommeln, Trillerpfeifen und der eigenen Stimme wurde auf die Absurdität der Hobbyjagd aufmerksam gemacht. Spontan schlossen sich zwischendurch immer wieder PassantInnen der Demo an.
Da sich die Anzahl der DemoteilnehmerInnen in kurzer Zeit bereits verdoppel hat, ist anzunehmen, dass sich auch in den zukünftigen Jahren die Zahl noch vervielfachen wird.

Danke an alle TeilnehmerInnen für das Engagement. Die Demonstrationen werden weiterhin bei jedem Jägerball stattfinden, bis die Hobbyjagd abgeschafft ist.
Wir hoffen aber natürlich, die vielen engagierten AktivistInnen von der Demo früher als erst in 2 Jahren bei der nächsten Linzer Jägerballdemo wiederzusehen!

Am Montag, dem 27.Jänner, findet die jährliche Jägerballdemo in Wien statt, zu der alle JagdgegnerInnen eingeladen sind!

Informatives Video zur Jagd: http://www.antijagd.ch/videos/492-jaeger-in-der-falle.html

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Engagierte und ideenreiche Menschen gleich beim ersten Neuaktivtreffen

Bereits das erste Tierrechts-Neuaktivtreffen in Linz war ein voller Erfolg. Viele neue Gesichter und engagierte Menschen konnten wir etwas kennen lernen. Nach der schnellen Vorstellungsrunde wurde die Arbeit des VGT und der Veggies-Linz vorgestellt, einige Aktivitäten genannt und die Mensch-Tier-Umwelt Problematik angesprochen. Währenddessen gab es immer viele kreative und hilfreiche Ergänzungen und Ideen von neuen und erfahrenen Aktiven. Schlussendlich haben wir besprochen, wie sich jede/r selbst individuell einbringen kann und zu kommenden wichtigen Terminen eingeladen.
Für das, wie immer, ausgezeichnete (fast vollständig) vegane Buffet im Taj Mahal (Adlergasse 14), möchten wir uns sehr bedanken!

Auch jene, die wenig Aktivismus Erfahrung haben, können jederzeit bei Aktionen mitmachen und diese auch mitgestalten. Ideen können wir bei den Planungstreffen jeweils am 1.Dienstag des Monats besprechen (Termine immer auf unserer homepage zu finden).

Zwei wichtige Termine im Jänner sind die Jägerballdemo am Sa, dem 18.1.14 und die Buchpräsentation von einem der Hauptangeklagten im Tierschützerprozess, dem Künstler und Aktivist Chris Moser am 25.1.14 im Cose Cosi.

Neuaktivtreffen findet zukünftig JEDEN ERSTEN FREITAG DES MONATS statt. Genaue Zeit und Ort wird immer vorher auf der veggies-linz Homepage unter den Terminen veröffentlicht.
Wer selbst aktiv werden will, kann jederzeit mitmachen!

Stopfleber in Speisekarten

Wer schon einmal Gänsestopfleber gesehen hat, weiß, dass das keine natürliche oder gesunde Leber sein kann. Sie ist beinahe so groß wie die Gans selbst und überfettet. Eine Gans isst freiwillig nicht so viele Mengen. Daher muss sie zwangsgefüttert werden.
Unvorsichtig wird ein Schlauch in den Magen der Gans eingeführt und Essen hineingepumpt, was mit großen Schmerzen verbunden ist. Der Umgang mit den Tieren ist grob und die Käfige ähneln Legebatterien. Die Gänse verlieren oft einen Teil ihres Gefieders, weil sie sich verletzen und unter ständigem Stress stehen. Manche erleiden durch den unvorsichtigen Umgang Knochenbrüche an den Beinen und Flügeln und manche haben einen abgebrochenen Schnabel.

Das angestrebte Produkt dieser Grausamkeiten, die überfette Leber, landet auf einigen Speisekarten und Märkten in Österreich. Die Produktion von Gänsestopfleber ist in Österreich verboten, in einigen  Nachbarländern nicht, daher wird sie auch nach Österreich (oft aus Ungarn) importiert.
Seit 2013 ist Tierschutz endlich in der Verfassung, was zuvor 17 Jahre lang von der ÖVP verhindert und verschoben worden ist. Doch damit Tierschutz nicht zu sehr Fuß fasst, wurde auch eine Verfassungsbestimmung umgesetzt, die die Versorgung mit Tierprodukten absichert, „AUCH“ auch Österreich, wie die Formulierung lautet. Absichtlich nicht angegeben wird der Anteil an österreichischen Produkten, so dass der Großteil aus dem Ausland stammen kann. Der Import von Gänsestopfleber wird dadurch erst recht abgesichert, so dass es schwer ist, dagegen vorzugehen.

Eine Möglichkeit ist es jedoch, sich mit den Restaurants in Kontakt zu setzen, die tatsächlich noch Gänsestopfleber verkaufen. Bis vor kurzem wurde in einem Gasthof in Traun Gänsestopfleber verkauft. Da einige Menschen, wohl bemerkt nicht nur VegetarierInnen, darauf hinwiesen, dass dieses Produkt ethisch nicht akzeptabel ist, gibt es jetzt dort keine Gänsestopfleber mehr.

Gänsestopfleber wird von der Mehrheit nicht mehr akzeptiert, zumal es aus ethischen Gründen in Österreich bereits verboten ist. Aufklärungsarbeit wurde zu dem Thema bereits viel von verschiedenen Tierschutzorganisationen geleistet. Deshalb ist es auch einfacher, die BetreiberInnen mit freundlich formuliertem Feedback, Anruf oder E-Mail, zu motivieren, auf Gänsestopfleber zu verzichten.