Monatsarchiv: Juli 2013

7. Vegan Bake Genuss: Katzenschutz und Selbstanzeigen

Bei der  7. Vegan-Genuss Demo wurden wieder Köstlichkeiten, wie Snickers Schnitten, Schokotorte, Zitronen-Straciatella Muffins etc. gegen Spenden für den Verein Katzenjammer verkostet.

Die Spenden sollen die Kastration von Katzen unterstützen, damit die Population nicht unkontrolliert zunimmt. Bereits jetzt gibt es mehr Haustiere, als Menschen, dennoch wird ständig weiter gezüchtet und gekauft und ungewollte Katzenkinder ausgesetzt oder in das oft überfüllte Tierheim gebracht. Auch aus wenigen Streunerkatzen können innerhalb von 10 Jahren um die 80 Mio. werden. Eine derartig rasante Zunahme der Population gefährdet auch beispielsweise die Vogelwelt, da mehr Katzen auch mehr jagen.

http://tsv-katzenjammer.jimdo.com/
http://www.animalhope-nitra.at/

Aber einschläfern oder gar vergiften o.ä. soll keine Lösung sein, stattdessen kümmern sich Vereine wie Katzenjammer und eine Hand voll engagierter Menschen um die Kastration der Vierbeiner. Streunerkatzen können so wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren und Hauskatzen keine (für die Menschen) ungewollten Kinder mehr reproduzieren. Solange Katzen, Hunde, Kaninchen, Hamster etc. im Tierheim auf ein größeres Zuhause warten, heißt es: Adoptieren statt kaufen!

Aber auch das fragwürdige OLG-Urteil (Jelinek und Schwab) zur Berufung im Tierschützerprozess war wieder ein wichtiges Thema bei dem Vegan Bake Sale am Samstag. Mit Flyern und während vieler Unterhaltungen wurden aufmerksame Menschen darüber informiert, dass laut Urteil in Österreich die Ankündigung legaler Kampagnen, auf einzelne Unternehmen ausgerichtet, schwere Nötigung ist. Dabei fielen auch unter überraschten PassantInnen Ausdrücke, wie „demokratiepolitisch bedenklich“, „lächerlich“, „schockierend“ und „größenwahnsinnige Richterinnen“. Viele werden sich auch der Selbstanzeigenaktion von VgT und von der Solidarwerkstatt Linz anschließen.

http://www.vgt.at/actionalert/selbstanzeige/index.php
http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=899&Itemid=1
https://annahajakygeisler.wordpress.com/2013/06/25/notigung-zum-ausstieg-aus-fragwurdigen-geschaften/
http://www.meinbezirk.at/linz/leute/ueber-2000-selbstanzeigen-kampagnenankuendigung-sei-schwere-noetigung-d645338.html

Tierrechtsradio: Mitschnitt vom 5. Juli 2013 inklusive Musik!

Den Mitschnitt vom Tierrechtsradio vom 5. Juli mit den Zwa Voitrottln gibts jetzt auch inklusive Musik zum Anhören unter: http://cba.fro.at/243945

Tierrechtsradio: Mitschnitt vom 26.07.2013

Den heutigen Mitschnitt vom Tierrechtsradio könnt ihr euch direkt bei CBA anhören: http://cba.fro.at/243903

Es ging diesmal um das Thema „Fiaker“ in Wien.

Solidarwerkstatt startet Selbstanzeigenaktion – JETZT solidarisieren!

Aufruf zu einer aktiven, friedensorientierten Geschäftspolitik soll hier die schwere Nötigung sein.

Im 2. Tierschützerprozess besteht dieser Vorwurf gegen einen Aktivisten, der die Firma Kleider Bauer in persönlichen e-Mails aufgefordert hat, aus dem unzeitgemäßen Pelzgeschäft auszusteigen, ansonsten folge eine legale Kampagne mit dem Schwerpunkt der Information von Menschen über das Pelzgeschäft.

Auch auf andere Aktivitäten, besonders im NGO Bereich, muss demnach schwere Nötigung und gefährliche Drohung zutreffen. Die gesellschafltiche und wirtschaftliche Stellung der Konzernmacht wird auch bedroht, wenn Kampagnen für Weltfrieden und Friedenspolitik, also gegen Waffenhandel, geführt oder auch nur angedroht werden (Putativdrohung).

Um aufzuzeigen, dass es sich bei dem OLG-Urteil, speziell bei der Anschuldigung der schweren Nötigung wegen Ankündigung einer legalen Kampagne, um einen juristische Schandfleck handelt, kann sich nun auch jede/r durch die Solidarwerkstatt selbst anzeigen, wegen schwerer Nötigung zum Ausstieg aus dem Waffengeschäft von Rüstungskonzernen. Das Formular ist hier zu finden:  http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=16&Itemid=43

Ausfüllen, unterschreiben, an die Solidarwerkstatt zurückschicken und von dieser werden die gesammelten Selbstanzeigen an die Staatsanwaltschaft und Medien übermittelt.

Bei der VgT Selbstanzeigen Aktion sind über 2000 Selbstanzeigen gesammelt worden!! Auch Roland Düringer hat unterschrieben und selbst zu weiteren Selbstanzeigen genötigt: http://www.vgt.at/presse/news/2013/news20130722y2.php

Besuch im Tierparadies Schabenreith

Das diesjährige Fair Planet Fest stand in gewohnter Weise ganz im Zeichen von Menschenrechten, Umweltschutz und Tierrechten. Um dies noch stärker zum Ausdruck zu bringen, teilt der Verein Fair Planet die beim Fest eingenommenen freiwilligen Spenden mit Organisationen, denen genau diese Werte am Herzen liegen und die sich mit vollem Elan für Menschen, Umwelt und Tiere einsetzen.

Neben dem Verein Freunde Ghanas konnte auch das Tierparadies Schabenreith mit 600 € unterstützt werden.

Am vergangenen Sonntag freute sich daher eine kleine Delegation der Veggies-Linz, die am Fair Planet unter anderem mit einem opulenten Kuchenbuffet vertreten waren, sehr darüber, dem Tierparadies Schabenreith einen Besuch abzustatten und einen symbolischen Scheck zu überreichen.

Bei einer interessanten Führung über den Hof konnten wir die Bewohner des Tierparadieses kennenlernen und erfuhren von zahlreichen Schicksalen, die die Tiere in ihrem Leben vor Schabenreith erdulden mussten. Der Einsatz und die Hingabe der Betreiber haben uns tief beeindruckt und wir können nur jedem einen Besuch am Hof empfehlen (auch die Übernachtung in den Gästezimmern mit Frühstückspension ist möglich).

Hinter der Rettung, der Aufnahme und Pflege der vielen Tiere und dem Erhalt des Hofes steckt wahnsinnig viel Arbeit und finanzieller Aufwand. Wer den unermüdlichen Einsatz von Doris und Harald Hofner-Foltin vom Tierparadies unterstützen möchte, kann dies gern in Form von Spenden oder der Übernahme von Tierpatenschaften tun (siehe Homepage).

Bei einem Punkt waren wir uns nach unserem Besuch jedenfalls ganz einig: sollten wir z.B. als Schweinchen wiedergeboren werden, möchten wir bitte im Tierparadies Schabenreith einziehen und es uns dort richtig gut gehen lassen 🙂