Monatsarchiv: April 2013

Die Veggies Linz beim veganen Kochkurs

Da unser Veggie-Mitglied Karin ab Oktober einen eigenen Kochkurs zum Thema Vegane Küche bei der Volkshochschule anbieten möchte, versammelten sich am Samstag einige Veggies in der Küche der Volkshochschule zu einem Probe-Kochkurs.

 

Schon das Ambiente ist spannend, denn im Wissensturm konnten wir nicht nur eine sehr moderne Küche ausprobieren sondern hatten dazu auch noch einen atemberaubenden Blick über Linz.

Karin hatte für uns ein tolles, dreigängiges Menü vorbereitet, so dass wir gleich loslegen konnten:

Tomaten-Kokos-Suppe
Sojaschnitzel mit Erdäpfelsalat
Beeren-Trifle

 

Dank der netten Gruppengröße war es uns möglich, dass wir alle jedes Gericht selber ausprobierten. Wir hatten dabei nicht nur richtig viel Spass sondern konnten auch noch den einen oder anderen neuen Kniff mit nach Hause nehmen!

 

Auch das anschließende gemeinsame Verspeisen unserer tollen Kreationen durfte natürlich nicht fehlen – auch wenn wir dabei schon ein wenig knapp in der Zeit waren.

 

Danke an alle TestköchInnen sowie Karin für die tolle Organisation, lustig und lecker war’s!

 

 

17 Jahre altes Anliegen – wird das Versprechen 2013 gehalten?

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75% der ÖsterreicherInnen fordern laut Umfrage, dass Tierschutz als Staatsziel in Verfassungsrang gehoben wird. Darauf warten wir nun seit 17 Jahren. Nach langem Hinauszögern der ÖVP, gibt es allem Anschein nach bald die erste Unterausschuss Sitzung für Tierschutz in die Verfassung geben. (Den Beschluss, einen Unterausschuss einzusetzen gab es bereits Februar 2012) Bis dahin ist es noch möglich und wichtig, selbst für die Umsetzung aktiv zu werden – zum Beispiel auf der homepage www.tierschutz-in-die-verfassung.at

Auch auf  www.meinparlament.at ist es möglich, die Politiker direkt darauf anzusrepchen.

Es ist legal, Tiere für Kunst, Forschung und Religion zu töten und sogar unnötig leiden zu lassen, da Kunst, Forschung und Religion durch die Verfassung geschützt sind – Tierschutz nicht. In Österreich ließ man beispielsweise völlig legal zwecks einer Kunstausstellung einen Hund verhungern. Tierversuche, auch dann, wenn sie nur zur Befriedigung der Neugier dienen, sind auch erlaubt, wenn sie dem Tier beträchtliche Schmerzen zufügen. Auch betäubungsloses Schlachten ist aus religiösen Gründen zulässig.

Solange Tierschutz nicht auf der selben Ebene wie die Freiheit dieser Werte, ist Tierquälerei in Österreich legal.

1996 unterschrieben 460 000 Menschen das Tierschutz-Volksbegehrern, mit der Forderung.
2004 gab es den einstimmigen Parlamentsbeschluss für Tierschutz in die Verfassung, auch der Wortlaut steht seit 27.Mai 2004 fest:

„Der Staat schützt das Leben und das Wohlbefinden der Tiere aus der besonderen Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf.“

 

Eine Partei verhindert den Mehrheitswillen:
Seit dem Parlamentsbeschluss zeigt sich die ÖVP als einzige Partei, die eine Umsetzung hinauszögern und bis jetzt verhindert hat. Mindesten drei Versprechen gab es, keines davon gehalten. Vor einer Abstimmung zu dem 17 Jahre alten Anliegen sollen andere Staatsziele diskutiert werden.
Beispielsweise müsse Kinderschutz zuerst in die Verfassung, was bereits erfolgreich umgesetzt wurde.

 

Unterausschuss Tierschutz in die Verfassung:
Februar 2012 gab es den Beschluss diesen Unterausschuss einzusetzen. Auch die Konstituierung des Unterausschusses wurde lange hinausgezögert.

 

BürgerInnen fordern die Einhaltung der Versprechen – www.tierschutz-in-die-verfassung.at:
Allein in Linz fanden in den vergangenen Monaten wöchentlich Aktionen statt, auch direkt vor der Landespartei der ÖVP, um die Öffentlichkeit zu informieren.
Nach österreichweiten Protestaktionen von BügerInnen und TierschützerInnen, und 1000en Protest-E-Mails reagiert die ÖVP schließlich zuversichtlich, dass eine Umsetzung doch möglich sein könnte.

Politisches Engagement ist angebracht:
Vor der Unterausschuss-Sitzung in der kommenden Woche gibt es noch die Möglichkeit, die online-Petition zu unterschreiben und E-Mails an BM Michael Spindelegger,  Klubobmann Karlheinz Kopf und Verfassungssprecher Wolfgang Gerstl zu senden, oder direkt dort anzurufen.

Neuer Podcast: Die vegane Gesellschaft Schweiz berichtet direkt von der Salzburger Veggie Planet!

Rafi von der Veganen Gesellschaft Schweiz war in Salzburg und besuchte hier die „Veggie Planet„, die Messe für Veganismus. Im knapp einstündigen Podcast gibt’s jede Menge interessanter Interviews und Informationen!

Interviewt wurden folgende Personen:

Felix Hnat von der Veganen Gesellschaft Österreich: ist der Initiator der Messe und erklärt deren Geschichte und das Konzept dahinter.

Stephan Görgl: Weltcup-Skiläufer, der sich dafür einsetzt, sich mehrmals in der Woche vegan zu ernähren. Er arbeitet mit Heather Mills zusammen, die mit VBites ihre veganen Produkte auch in Österreich anbieten möchte und ebenfalls auf der Messe war.

Katharina Wirnitzer: Vegane Sportwissenschaftlerin und Leistungssportlerin. Mit Change2V unterstützt sie unter anderem GastronomInnen dabei, ansprechende Angebote für VeganerInnen zu erstellen. Mit AdventureV möchte sie als neues Projekt vegane Sporturlaube anbieten.

Louise: hat den Stand der Veganen Gesellschaft Österreich betreut und berichtet ihre Eindrücke von der Messe und den Veganismus in Österreich allgemein.

Ausserdem machte Rafi noch einen Kurzurlaub in Saalbach um dort das vegane Angebot des Alpenhotel Saalbach zu testen und ein Interview mit dessen Besitzer zu führen. Dieser bietet im Restaurant Vitrine 100% vegane Bio-Gastronomie inklusive Schauküche an!

Den gesamten Podcast könnt ihr euch auf der Website der Veganen Gesellschaft Schweiz anhören: http://www.vegan.ch/blog/2013/04/23/vegan-ch-podcast-episode-61-veggie-planet/?nggpage=2

 

 

 

Tierrechtsradio: Mitschnitt vom 26.April 2013

Beim Tierrechtsradio war diesmal Klaus Petrus zu Gast und erzählte von seinem Buch „Tierrechtsbewegung. Geschichte – Theorie – Aktivismus„.

https://veggies-linz.at/tierrechtsradio/TRR_April_26_2013.mp3

Tierschutz-Diskussion auf Radio B138 – Wir sind die 75%!

Bei einer 6-stündigen Diskussion über verschiedene Themen zu Tierschutz beim Radio B138 in Kirchdorf, wurde auch das Anliegen Tierschutz in die Verfassung angesprochen:

Die Überfälle von der Polizei auf die Tierschutz AktivistInnen, am 21.Mai 08, geschahen kurz bevor die Kampagne Tierschutz in die Verfassung wieder aufleben sollte.

Seit dem Tierschutz Volksbegehren 1996 ist es den ÖsterreicherInnen ein großes Anliegen, Tierschutz in der Verfassung zu verankern. Nach einer Umfrage wissen wir, dass rund 75% der ÖsterreicherInnen diese Forderung unterstützen, darunter sogar BäuerInnen. Leider erweist sich die ÖVP, die als einzige Partei diese Mehrheitsforderung nicht unterstützt, als eine Agrar-Industriellen Lobby, die schon lange keine Kleinbauern mehr vertritt – denn sonst würde sie die Umsetzung nicht durch immer weitere Verzögerungstaktiken verhindern.

Wovon die Tierschützer und Demokratie-VertreterInnen durch den langwierigen Tierschützer Prozess abgehalten wurden, wird nun fortgesetzt. Tierschutz in die Verfassung soll jetzt endlich durchgesetzt werden! Durch diesen Schritt kann man Tierquälerei nicht auf einen Schlag auslöschen, aber er stellt die Basis für mehr Respekt gegenüber unseren Mitgeschöpfen dar. Diese brauchen mehr als Schutz, nämlich Rechte.

Österreichweit gibt es Proteste von BürgerInnen und TierschützerInnen, Politiker werden direkt darauf angesprochen und an die Versprechen der ÖVP aus der Vergangenheit erinnert. Mindestens 3x, unter anderem auch bei den letzten Nationalratswahlen, wurde Tierschutz in die Verfassung versprochen. Auch nun vor der anstehenden Nationalratswahl im September zeigen sich ÖVP Politiker BM Michael Spindelegger und Karlheinz Kopf zuversichtlich. Bis zur Umsetzung gibt es kein Nachlassen.

Forschungsfreiheit, Religionsfreiheit, Freiheit der Kunst … all das steht bereits in der österreichischen Bundesverfassung, aber solang Tierschutz dort nicht steht, dürfen Tiere für Forschung, Religion und Kunst nach Belieben ausgebeutet und sogar misshandelt werden.  Wenn es eine sinnvolle Abwägung und einen pflichtbewussten Umgang mit Tieren auch rechtlich geben soll, muss Tierschutz in den Verfassungsrang.

Auch in Linz gibt es wöchentlich Demonstrationen, Infotische und andere Aktionen zum Thema. Die wenigen AktvistInnen des VgT sprechen für die 75% der ÖsterreicherInnen, die seit 17 Jahren auf Tierschutz in der Verfassung warten.

Selbst aktiv werden, unterschreiben und Protest-E-Mails senden unter:

www.tierschutz-in-die-verfassung.at