Monatsarchiv: Januar 2013

Die jährliche Antiterror-Aktion gegen Jagdverherrlichung

Die Anzahl der Demonstranten vor dem Jägerball steigt jedes Jahr, zwischen 50 und 60 Menschen wagten 2013 das Zeichen für eine jagdfreie und moralische Gesellschaft zu setzen.

Um 19:30 versammelten sie sich vor dem Eingang zur Hofburg mit großen Transparenten, kreativen Sprüchen und Tee. Wie jedes Jahr verlief die Versammlung friedlich, obgleich die Wut auf die lange überflüssige Tradition der Jagd groß ist. Im Allgemeinen sind Menschen, die sich für schwächere Mitgeschöpfe und Mitmenschen einsetzen, friedlicher und freundlicher als Menschen, die schwächere Mitgeschöpfe töten.

Menschen, die demonstrieren, arbeiten nicht… lautet das Vorurteil, bespielsweise unterstützt von Hobbyjägern und Pelzextremisten, die sich in ihrem Recht, andere auszubeuten, bedroht fühlen.
Menschen, die sich auf diese oder andere Weise für etwas oder jemanden einsetzen wollen, arbeiten tatsächlich meist sogar mehr, da sie tagtäglich nicht nur der verpflichtenden Arbeit nachkommen, sondern während ihrer Freizeit ehrenamtlich an Demos teilnehmen, Informationen verbreiten oder sich direkt mit Tieren beschäftigen.

Dass Jagd als Hobby moralisch verwerflich ist, zeigt besonders die Nacht des Fuchses, die vor kurzem erneut grausame Ausmaße angenommen hat und zahlreiche Opfer forderte.
http://www.respektiere.at/news700px.php?catid=&newsid=1127

Leider kommt es oft zu Jagdunfällen, auch in Österreich. Hier ein paar gute Beispiele: http://www.vgt.at/presse/news/2013/news20130122e.php

Aber die Gelegenheit, sich gegen solche Vorkommnisse und gegen Mord als Hobby einzusetzen bietet sich jedes Jahr für jede/n vor dem Eingang zur Hofburg, wenn Österreichs Jäger sich zum Feiern treffen und mitfühlende, besorgte Menschen sich versammeln. Nächstes Jahr wird es auch wieder eine Jägerballdemonstration in Linz geben, für alle, die nicht nach Wien fahren können. Fotos und Bericht der letzten Linzer Jägerballdemo gibts hier: https://veggies-linz.at/groser-demotag-in-linz-mit-beeindruckendem-auftakt-zur-osterreichischen-jagddemosaison/

Auch vienna.at berichtet kurz über die Jägerballdemo 2013. Wer Zeit hat, kann gerne dazu kommentieren, um zu zeigen, dass Berichte über die jährliche Tierrechtsdemonstration beim Jägerball erwünscht sind: http://www.vienna.at/leserreporter-bei-demonstration-gegen-jaegerball-in-wien#li-comment-2319726

Wer sich lieber auf andere Weise für schwächere einsetzen will, kann das auch am Valentinstag tun. Anstatt selbstzerstörerischem Konsumwahn, findet am Valentinstag 2013 eine Demonstration für Mitgefühl für Mitgeschöpfe statt, mit passender Musik, Keksen, Kostümen, bemalten Gesichtern, Bodenmalerei und viel Liebe, auf der Linzer Landstraße von 13:00 bis 18:30. Valentinstag zu feiern lohnt sich mehr, als die Jagd zu feiern.
Weitere Infos zum Veganen Valentinstag: https://veggies-linz.at/ai1ec_event/veganer-valentinstag/?instance_id=16536
Wer gerne kommen möchte kann sich gerne im doodle eintragen: http://www.doodle.com/haraeskbdzchz7tr#table

Danke,

AHG

Eybl – Pelzfrei, JA oder NEIN? – Einsatz gegen Pelzextremismus

Die Geschäftsführung der Linzer Eybl Filiale gab vor einigen Wochen Anlass zur Hoffnung, dass diese Filiale als gutes Beispiel voran gehen würde, und sämtliche Pelzverbrämungen aus dem Sortiment entnehme. Aus diesem Grund hatte bisher keine Demonstration vor Sport Eybl in Linz stattgefunden, es gab nur regelmäßig Kontakt zur Geschäftsleitung bezüglich der Entscheidung, ob Sport Eybl auch in Zukunft endgültig auf Pelz verzichte.

Nach dem Vorsatz, die Linzer Eybl Filiale pelzfrei zu reformieren, folgte ein verwirrendes Hin und Her bei dem Pelzangebot.
Nachdem von Tierschützern immer unterschiedlich viele Pelzverbrämungen an Jacken und Mützen von Sportalm gesehen wurden, fassten nun zwei AktivistInnen den Beschluss, beim Eingang zu Sport Eybl in Linz mit zwei kleinen Schildern und Bildern von Pelzfarmen, Flyer zum Thema Pelz auszuteilen. Viele PassantInnen und KundInnen von Sport Eybl waren schockiert über das Pelzangebot in einem Sportgeschäft, das diesen eigentlich nicht benötigt. Manche zeigten nicht nur Interesse, sondern auch Einsatz. Zwei KundInnen, die von dem Pelzangebot erfuhren, beschwerten sich nicht nur über den Pelz, sondern schlossen sich den flyernden AktivistInnen an. Sie borgten sich jeweils ein von AktivistInnen gebasteltes Schild, krallten sich einige Flyer und stellten sich an den anderen Eingang.

Diese tapfere und konsequente Entscheidung zeigt, dass es sich lohnt, Menschen aktiv zu informieren. Auch wenige Menschen können eine Welle auslösen, die immer mehr erfasst und schließlich zu einer Veränderung führt.

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Auf Kinderarbeit will Sport Eybl zu 100% verzichten, was sehr unterstützenswert ist. Auch ökologische Nachhaltigkeit spiele für sie eine wichtige Rolle. Leider wurde Pelz wenig berücksichtigt, obwohl es nicht nur unmoralische Tierquälerei ist, sondern aufgrund der Herstellung (Gerben, färben, haltbar machen) auch eines der am wenigsten nachhaltigen Produkte und kann sogar giftige Stoffe beinhalten: http://www.epochtimes.de/pelz-artikel-mit-schadstoffen-belastet-826138.html

Aber Kundenwünsche gilt es, in der Geschäftswelt zu beachten – ausnahmslos? Nach Eybl Angaben gibt es zwar sehr wenig Nachfrage nach Pelz, aber auch dieser wollen die meisten Filialen nachkommen. Radikale Tierqual ist einigen wenigen Menschen noch immer egal, wenn es um Mode und Statussymbole geht, die Macht und Herrschaft ausstrahlen sollen – ein hoher Status gegenüber anderen Menschen und Macht über andere Tiere. Extremisten achten nicht auf Verluste anderer, und leider wird ihre Nachfrage auch nicht abgelehnt.
Hoffentlich gibt es keine Menschen, die in Bekleidungsketten nach Produkten aus Kinderarbeit verlangen, denn bei genügend Nachfrage zählt nur noch Profit.

Bevor sich alle AktivistInnen wieder auf den Heimweg machten, verlangten sie gemeinsam eine Stellungnahme von der Geschäftsleitung. Da an diesem Tag nur eine Vertretung anwesend war, sprachen wir mit dieser über die Entscheidung von Sport Eybl. Angeblich werden nur noch die restlichen, wenigen Sportalmprodukte verkauft, nächste Saison wolle Sport Eybl österreichweit auf Pelz verzichten. Die AktivistInnen baten auch um eine schriftliche Bestätigung, dass Eybl in der nächsten Saison pelzfrei wird, die hoffentlich bald folgen wird.

Falls du dich selbst einsetzen möchtest, gibt es außerdem die Möglichkeit e-Mails an die Verantwortlichen zu schicken und sie darin zu bestärken, in der nächsten Saison konsequenter im Tier- und Umweltschutz zu sein.
Kontakt: +43 (5) 7373-0
office@sport-eybl.com
headoffice@intersport.at
Eybl Linz: office.eybl.lh(a)sport-eybl.com
www.facebook.com/sporteybl
http://www.eybl.at/C/service-und-beratung-kundenservice/Kundenservice.html
http://www.intersport.at/eshop/index.php?force_sid=367f23558b9d3f9ac17ca9a316ee8ab6&cl=contact

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Danke,
AHG

Ist Wurst aus Tieren „natürlich“? Chorizo Wurst im Vergleich

Beim Verspeisen einer Wheaty Spacebar Chorizo heute morgen bin ich ins Grübeln gekommen: ist dieses in Würstchenform gepresste Weizeneiweiß wirklich so unnatürlich und ungesund? Ist „echte“ Wurst dagegen viel natürlicher wie es manche Verfechter der Fleicheslust mir immer gerne als Argument gegen eine vegane Ernährung unter die Nase reiben? Internet sei Dank ist es heutzutage möglich, sich schnell zu informieren und so einem etwaigen Blitz- oder Siechtod durch vegane Ernährung zu entgehen.

So zählt z.B. die Metzgerei Böbel folgende Inhaltsstoffe ihrer selbstgemachten Tier-Chorizo auf:

Schweinefleisch, Speck, Nitritpökelsalz (Speisesalz und Konservierungsstoff Natriumnitrit E 250), Gewürze (u.a. Sellerie, Senf), Zuckerstoffe (Dextrose und Lactose), Antioxidationsmittel Natriumascorbat E 316, Geschmacksverstärker: Natriumglutamat E 621, Farbstoff Cochenillerot E124, Gewürzaroma, Rauch.Die vielen E-Nummern lesen sich für mich nicht gerade sehr natürlich, wenn u.a. Glutamat und künstliche Azo-Farbstoffe wie E124 enthalten sind, der unter Verdacht steht, karzinogen zu wirken und ADHS auszulösen oder zu begünstigen. Daher ist E124 bspw.  u.a. in Schweden und Norwegen verboten.  Die Nährwerte:

100 g enthalten durchschnittlich:
• ca. 19 g (Fleisch-)Eiweiß
• ca. 45 g Fett
• ca. 2078 kJ (497 kcal) BrennwertSoweit, so ungut. Nun habe ich mir zum Vergleich mal die Inhaltsstoffe der Wheaty Chorizo angeschaut:

Wasser, Weizeneiweiß* (26%), Paprika rot*, Kokosfett*, Hefeextrakt, Zwiebeln*, Gewürze*, Steinsalz, Verdickungsmittel Johannisbrotkernmehl*, Rauch. * = aus kontrolliert biologischem Anbau.Ich sehe hier keine künstlichen Aromen, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker, zudem sind die Zutaten alle Bio. Sollten die Kritiker etwa falsch liegen? Das kann nicht sein, wissen sie es doch am besten. Ich muss etwas übersehen haben.

Vermutlich muss ich doch irgendwann den Eiweißmangeltod sterben, den viele selbsternannte Ernährungsexperten für vegan lebende Menschen ja prophezeien! Schauen wir uns mal die Nährwerte an:

Ø Nährwerte je 100 g:
kcal 316
Eiweiß 34
Kohlenhydrate 9,4
Fett 15,8Jetzt bin ich doch etwas verwirrt. Die „natürliche“ Chorizo hat einen etwa 200% höheren Fettgehalt und enthält ca. 44% weniger Eiweiß, Kohlenhydrate als Energielieferant sind praktisch kaum vorhanden (lt. anderen Quellen ca. 2g).

Während ich die letzten leckeren Reste meiner Wheaty Chorizo im Senf und dann im Mund versenke werde ich darüber nachdenken, was die Kritiker mit „natürlich“ und „gesund“ eigentlich genau meinen. Vielleicht habe ich sie aufgrund der prophezeiten Mangelerscheinungen, die meinen Blick vernebeln, einfach nicht richtig verstanden… 😉

Wer Bresso mochte wird Soyananda lieben

Wer mochte ihn nicht, den Bresso Frischkäse mit Kräutern? Leider ziemlich unvegan, und deswegen auch schon vor einiger Zeit vom Speiseplan gestrichen. Aber es gibt nun Abhilfe, und zwar vom Hersteller Soyana. Dieser hat unter dem Produktnamen Soyananda eine ganze Palette an Frischkäsen und sogar eine Mousse auf den Markt gebracht – wie der Name schon impliziert auf Sojabasis.

Darunter gibt es auch eine Sorte „Kräuter-Knoblauch“ und ich sage euch: der schmeckt wie, wenn nicht gar besser als, Bresso! Mit einem Preis um die 3 EUR zwar leider nicht ganz billig, aber hier lohnt sich wirklich jeder Cent! Falls ihr diesem Frisch“käse“ mal über den Weg läuft, gebt ihm eine Chance 🙂

In Österreich u.a. verfügbar in den Denn’s Biomärkten oder hier in Linz auch bei „Naturprodukte Silvia Schauberger“ in der Domgasse 10.

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Tierrechtsradio: Mitschnitt vom 18. Jänner 2013

Anbei findet ihr den Mitschnitt des heutigen Tierrechtsradios:

https://veggies-linz.at/tierrechtsradio/TRR_January_11_2018.mp3

Das heutige Thema: Vegane Ernährung von Kindern sowie während der Schwangerschaft – eine dreifache vegane Mutter erzählt von ihren Erfahrungen!