Monatsarchiv: August 2012

Petition gegen den Abschuss der Steinböcke an der hohen Wand

Leider kann der Mitschnitt des heutigen Tierrechtsradios erst nächste Woche hochgeladen werden, das behandelte Thema ist aber so dringend, dass ich schon jetzt auf die Petition hinweisen will, die in der Sendung angesprochen wurde.

Auf der Hohen Wand südlich von Wien leben 75 Steinböcke in freier Wildbahn. 12 von ihnen wurden nun von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft „zum Abschuss freigegeben“, ein Tier soll Berichten zu Folge schon getötet worden sein. Vor einigen Jahren wurde ein Abschuss der Tiere schon einmal mit Hilfe einer Petition verhindert. Darum wurde auch diesmal eine Petition gestartet die ihr hier unterstützen könnt: http://www.vgt.at/actionalert/steinbock/index.php

 

Samstags-Demo: Treffpunkt für Tierfreunde

Der traditionelle Samstags-Protest/Infotisch ist die klassische Anlaufstelle für alle Tierfreunde und solche, die es noch werden wollen. Dort treffen sich Jung und Alt, Tierfreunde, Menschenfreunde, Umweltfreunde…, um ihren Protest auszudrücken, sich zu informieren, selbst aktiv zu werden, oder sich zu bedanken für unser Engagement und die lebensrettenden Informationen über die gesündeste, tier-, menschen- und umweltfreundlichste Ernährung.

Die Demo letzten Samstag zeichnete sich durch besonders angenehme Temperaturen aus und dadurch, dass ausschließlich alle Begegnungen positiv waren, oder zumindest kurz und neutral. Darunter ein junger Mann, der Patrick Baboumian persönlich kennt und uns versicherte, dass er tatsächlich so freundlich ist wie in den Interviews – außer wenn er trainiert; und ein etwas älterer Mann, von dem man nicht vermuten würde, dass er aus Tierschutzgründen noch einmal eine so radikale Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten machen würde, und der zu uns kam, um sich zu bedanken für das informative Gespräch, das er vor einigen Wochen bei einem unserer Protest/Infotische hatte – weil ihm das Essen noch nie so geschmeckt hatte, er sich noch nie so gesund und voller Energie gefühlt hatte, und er das Leben noch nie so genießen konnte wie jetzt. Und da ich nicht weiß, mit wem er gesprochen hatte, und da alle, die aktiv sind im Tierschutz, auch Lebensretter sind, ein herzliches Dankeschön an ausnahmslos alle Tierrechtsaktivist_innen im Namen aller Erdenbewohner.

Bis zum nächsten Mal bei der letzten österreichischen Bekleidungskette, die vierzehn Jahre nach dem Österreich-weiten ethisch motivierten Pelzfarmverbot immer noch nicht aus dem Handel mit Tierleid ausgestiegen ist, und jetzt Ende August ihre Schaufenster auch schon zu Leichenschauhäusern gemacht hat. Für Tierschutz ins Tierversuchsgesetz, Tierschutz in die Verfassung, und zeitgemäße poststeinzeitliche Ernährung.

4 Demonstrationen wöchentlich, 4 Tips

Bei 4 Demos in der Woche gilt Vorsicht davor, nicht auszubrennen.
4 Dinge, die bei den 4 Demos die Woche immer oder meistens helfen, um Leute anzulocken, zu interessieren und in weiterer Folge auch um selbst emotional fit zu bleiben:

Viel Flyern beim Infotisch und dazu einen prägnanten Satz, wie „Tierschutz in die Verfassung“, „Für ein verbessertes Tierschutzgesetz“ oder „FÜR Tier-und Menschenschutz“ oder sonstiges.
Leute wissen dann, es handelt sich nicht um sinnlose Werbung und zeigen manchmal auch sofort Interesse, wollen unterschreiben und noch mehr Infos. Je länger man ohne Beschäftigung am Infotisch sitzt, desto frustrierender wird die Demo.

Megafon Durchsagen wenn gerade viele Menschen in der Nähe sind. Ein paar kurze Sätze, die das Relevanteste erklären, locken auch Leute zum Infotisch, die ihn vielleicht sonst übersehen hätten.

Beim Essen am besten nicht zurückziehen oder verstecken (außer es ist zu unangenehm wenn viele Menschen herum sind), sondern lieber gleich während dem Essen ein Schild tragen auf dem „Genieße/Wir genießen Vegane Burger/Hot Dogs/Falafel/etc“ steht, gut leserlich für PassantInnen.

– Schwierige Leute, die AktivistInnen nur ansprechen, um sie zu demütigen oder ihren Frust rauszulassen, nicht ignorieren, sondern sie darauf hinweisen, dass sie Respekt vor Menschen haben sollen, die sich für Schwächere einsetzen. Und natürlich Zeit nehmen bei den Gesprächen, es ergeben sich auch produktive Diskussionen mit Menschen, die vorher nicht von unseren Themen überzeugt sind, aber nach dem Gespräch vielleicht – oder sich Gedanken machen. Natürlich ist das auch nicht immer so, aber oft zeigt sich Geduld sehr lohnend und motivierend!

Hoffentlich helfen diese Tips den Tier- und MenschenrechtsaktivistInnen, die sich so engagiert einsetzen!

4 doodles für 4 demos in der Woche:
Samstag 25.8. http://doodle.com/s8ne9c6istk7egky
Montag 27.8. http://www.doodle.com/mww7nhev8gcq3mzp#table
Donnerstag 30.8. http://doodle.com/c5ew9g3ipek46qxf
Freitag 31:8. http://www.doodle.com/tqu3vz25mawzu3ew#table

AHG

Tierrechtsradio: Mitschnitt vom 24. August 2012

Anbei der Mitschnitt des heutigen Tierrechtsradios.

https://veggies-linz.at/tierrechtsradio/TRR_August_24_2012.mp3

Das Thema diesmal ist Nordwegen/Skandinavien, insbesondere:

  • Die dort lebenden Wildtiere
  • Die Jagd und die Unterschiede zu Österreich
  • Pelzfarmen und die aktuellen politischen Diskussionen zu diesem Thema in Norwegen
  • Das vegetarisch-vegane Angebot in norwegischen Supermärkten und Berghütten
  • Die Widerstandsbewegung gegen die Besetzung in der Zeit des Dritten Reiches

ÖVP Blockade Politik gegen Tierschutz – seit 16 Jahren!

Seit 16 Jahren verhindert die ÖVP gegen den Willen des Volkes, dass Tierschutz in den Verfassungsrang gehoben wird. Aber am Samstag, 18. August 2012, versammelte sich eine Gruppe von TierrechtsaktivistInnen vor dem Heinrich-Gleissner-Haus in Linz, um gegen die ignorante Blockade Politik der ÖVP zu protestieren. Auch jeden Freitag von 15:00 bis 20:00 findet ein Infotisch in der Linzer Innenstadt statt, der über die aktuelle Tierversuchskampagne und über Tierschutz in die Verfassung informiert.

Am Samstag stellten die Linzer AktivistInnen einen Tierversuch an einer freiwilligen Aktivistin nach, um auf die tägliche Realität von Versuchstieren hinzuweisen. Sie fordern auch eine Verbesserung des Tierversuchsgesetzes, das zukünftig Tierschutz miteinschließen soll. Dergleichen ist aber erst möglich, wenn Tierschutz auch in der Verfassung verankert ist. Das wollen die TierrechtsaktivistInnen bis November, da dann die Novelle zum Tierversuchsgesetz fällig wird.
Die mittlerweile in Linz bekannten Transparente zum Thema werden weiterhin überall in Linz gezeigt. Passanten und vor allem Empathie-fähige Menschen drücken bei den verschiedenen Veranstaltungen ihre Bewunderung für den Einsatz der ehrenamtlichen AktivistInnen aus.

Auch Vertreter anderer Meinungen besuchen Infotische gelegentlich. Die Diskussionen verlaufen grundsätzlich vernünftig, mit Ausnahmen. Bei dem angemeldeten Freitags- Infotisch wurden die DemonstrantInnen von einem Passanten beschuldigt, Terror auf ihre Mitmenschen auszuüben. Einige PassantInnen beobachteten, dass ein Aktivist von ihm bedroht und eine weitere Aktivistin beleidigt wurde. Bei dem Gespräch äußerte sich diese Person auch deutlich gegen Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Die Lärmbelastung des Megafons störte ihn angeblich, obwohl es sinnvoller wäre, sich beim Magistrat über die Lärmbelastung des Kronefests zu beschweren, das am selben Wochenende stattfand.

Obwohl sich die Kampagne um Tierversuche dreht, handelt es sich auch um Menschenschutz. Denn 92% der erfolgreich an Tieren getesteten Medikamente, zeigen sich beim Menschen im besten Falle nutzlos und im schlimmsten Falle tödlich! Das Resultat, das sich bei Experimenten an Tieren gezeigt hat, kann fatal von dem Resultat an Menschen abweichen. Durch Epidemiologie, d.h. durch Beobachtung von Menschen und ihrer Umwelt und Gewohnheiten, die ständigen Einfluss üben, wurden bereits viel verlässlichere Fakten aufgezeigt – wie z.B. das Krebsrisiko bei Rauchern oder die Tatsache, dass Menschen Vitamin C von außen aufnehmen müssen.

Nachdem die AktivistInnen die ÖVP Protest Aktion vor dem Heinrich-Gleissner-Haus beendeten, setzten zwei  AktivistInnen den friedlichen Protest vereinzelt beim Kronefest fort.
Was bei unzugänglichen Menschen Unverständnis hervorrief, erzielte bei VertreterInnen von Meinungsfreiheit große Bewunderung.

Um das gewünschte Ziel für eine Minimierung der Tierversuche zu erreichen, zeigen die AktivistInnen jetzt besonders viel Präsenz. 4 angemeldete Demonstrationen verschiedener Art finden pro Woche in Linz statt. Geplant ist auch noch eine weitere Demonstration pro Monat in Wels, und zusätzlich gibt es 2 mal im Monat Aktionen, zu denen Medien eingeladen werden.

AHG