Monatsarchiv: Februar 2012

Linz pelzfrei – Planet gewaltfrei

Zivilisierte und konstruktive Gespräche mit Hobbymördern, Pelzschlampen, gewerblichen Tierquälern, depressiven Fatalisten, wütenden Egoisten, und ganz ganz vielen sehr lieben Mitmenschen: wer das erleben möchte, sollte sich die samstäglichen Demonstrationen der Tierrechtsgruppe Linz für zeitgemäße post-steinzeitliche Mode, gewaltfreien Lebensgenuss und die Befreiung von Tier und Mensch nicht entgehen lassen.

 

Immer wieder eine Herausforderung diesen Planeten ein bisschen gewaltfreier und lebenswerter zu machen, und jedes Mal viel Spaß, das gibt’s jeden Samstag bei der sinnvollsten Freizeitgestaltung, zu der alle Tierfreunde herzlich willkommen sind.

Linzer Tierschutztag – jeden Samstag

Etwas verspätet aber doch versammelten sich auch vergangenen Samstag bei sehr angenehmen Temperaturen wieder Tierschutz-bewegte Hasen, Schweine und andere Lebewesen, um gegen das Massaker für Eitelkeit, das in Österreich seit mittlerweile mehr als dreizehn Jahren aus ethischen Gründen verboten ist, aber immer noch durch den internationalen Handel Leid(er) Bauers unterstützt wird, zu protestieren. Wie immer wurde natürlich auch über andere, nicht weniger schändliche Praktiken, die der österreichischen Tierausbeutungs-Industrie noch immer erlaubt sind, wie etwa die Schweinequälerei durch Kastenstände, betäubungslose Ferkelkastration und Gewinnmaximierung durch Bewegungsentzug, informiert.

Dabei bewiesen die ehrenamtlichen Helfer_innen wieder einmal, dass die beste Strategie, eine Winter- oder Frühjahrs-Depression erst gar nicht aufkommen zu lassen, ist, aktiv zu sein für jene, die unserer Hilfe am meisten bedürfen.

 
Wir freuen uns schon auf nächsten Samstag, und die angekündigte Mitarbeit der begeisterten Neuaktivist_innen.

Bochumer „Gänsereiten“

Wie in diversen deutschen Medien berichtet wird, steht auch heuer wieder das Bochumer Gänsereiten an, ein besonders grausamer „Brauch“, bei der einer für diesen Zweck getöteten Gans von einem Reiter der Kopf abgerissen wird. Diesen Brauch aus der Steinzeit möchte die Stadt Bochum trotz einschlägiger Tier- und auch Jugendschutzgesetze beibehalten. Hier einige Links zu dem Thema:

http://www.s-o-z.de/?p=62792

http://www1.wdr.de/themen/panorama/sp_karneval12/gaensereiterprozess100.html

https://www.facebook.com/events/291325950929824/

Wer sich beschweren möchte, kann entweder selbst eine Mail verfassen und an Oberbuergermeisterin@bochum.de oder verwendet einfach die Vorlage aus dem obigen Facebooklink.

Zeigen wir Frau Dr. Scholz, dass Bochum sich hier sein Image versaut und es heutzutage nicht mehr akzeptabel ist, Tiere, ob tot oder lebendig, zur Belustigung von Menschen einzusetzen!

Neues Forum

Da nicht jeder Facebook benutzen und man sich auch mal ohne ein „Gefällt mir“ zu Themen austauschen möchte, eröffnen wir hiermit unser Forum unter http://forum.veggies-linz.at ! Alle Besucher sind herzlich eingeladen sich dort anzumelden und sich zu allen möglichen (und unmöglichen ;)) Themen auszutauschen oder aktuelle Informationen einzuholen. Betreut und moderiert wird das Forum von Natalie, der ich sehr herzlich für die Unterstützung danken möchte!

Großer Demotag mit prominenter Unterstützung

Dass die wöchentliche Demo gegen steinzeitliche Mode vor der Linzer Leid Bauer Filiale mal ausfällt, weils so kalt ist, einige Aktivist_innen grad im Ausland oder krank sind, und andere auf einer anderen Demo mitmachen, das ist früher schon öfter mal vorgekommen. Aber die Zeiten ändern sich. Die Dauerdemos gegen Mord für Eitelkeit finden in Linz nun, zwar manchmal etwas kürzer, aber dank der stetig steigenden Zahl motivierter Aktivist_innen, regelmäßig jeden Samstag statt. Ebenso gibt es auch, nicht zuletzt aufgrund des Staatsterrors gegen Tierschutz, immer mehr Rückhalt aus der Bevölkerung. Prominente Unterstützung kommt hingegen doch eher selten vor, und so hat es uns, und vor allem das letzten Samstag anwesende Tierschutzschwein, besonders gefreut, Johnny Depp auf unserer Demo begrüßen zu dürfen, der uns seine vollste Bewunderung ausdrückte und seinen Dank für unseren Einsatz für die Schwächsten, die unseres Schutzes vor menschlicher Grausamkeit am meisten bedürfen. 😉

„Johnny Depp“ gegen Tierleid für Mode und Gaumenkitzel

Dass Tierrechte und Menschenrechte Hand in Hand gehen, und es sich beim Tierrechtsgedanken um kein gesellschaftliches Randphänomen mehr handelt, äußerte sich vergangen Samstag aber auch darin, dass sich Tierrechtsaktivist_innen noch in zwei weitere Demonstrationen, die an diesem Tag stattfanden, einbrachten.

Wer gegen ACTA ist, der ist auch gegen die §§ 278 ff und gegen die Verschärfung des Sicherheitspolizeigesetzes, und für den Ersatz der Verteidigungskosten im Falle eines Freispruchs. Das bewies der Applaus der am Linzer Hauptplatz versammelten Menschenrechtler_innen.

Und da Anti-Speziesismus, also die Ablehnung der Diskriminierung aufgrund des irrelevanten Unterscheidungsmerkmals Spezies, die Konsequenz der Ablehnung jeder Form von Diskriminierung aufgrund anderer irrelevanter Unterscheidungsmerkmale, wie etwa ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, sexuelle Ausrichtung, Alter, Behinderung, Weltanschauung etc ist, wurde die Fahne der antispeziesistischen Aktion auch auf der Antifa-Demo gegen den Ball faschistischer, nazistischer, rassistischer und sexistischer Burschenschaften und ihrer elitären Seilschaften geschwenkt. Und da die meisten Demonstrant_innen eben noch nicht diese letzte Konsequenz der Nicht-Diskriminierung erkannt hatten/haben, wurde auch lautstark gegen die sprachliche Diskriminierung und Herabwürdigung der Schweine durch den Ausdruck „Nazischweine“ protestiert. Was bei der Zahl der brüllenden Demonstrant_innen alles andere als leicht, aber der Versuch, wie sich zeigte, ganz sicher nicht umsonst war. Vor allem unter den anwesenden Demonstrantinnen gab es Verständnis, „diese lieben Tiere mit diesem Abschaum zu vergleichen!“

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön, dass die Behörden der Tatsache Rechnung tragen, dass es sich bei Tierrechtler_innen um Menschen handelt, die keiner Fliege was zu Leide tun könnten, und uns bei der Jägerball-Demo der direkte Kontakt zu den Ballbesucher_innen bei Anwesenheit eines einzigen, zu unserem Schutz bereitgestellten Polizisten in Zivil möglich war.