Widerstand in der Demokratie – Ziviler Ungehorsam und konfrontative Kampagnen (Martin Balluch)

Ein sehr interessanten Buch für alle, die selber mit dem Gedanken spielen, politisch aktiv zu werden, oder dies bereits sind. Es gibt einen Einblick in die Planung und den sinnvollen Aufbau von konfrontativen Kampagnen und zeigt deutlich, dass für einen erfolgreichen Ausgang immer das System verändert werden muss.

Die Beschreibung der verschiedenen Aktionsformen, der Wirkung unseres Tuns auf Einzelne und auf das System und bereits erfolgter Kampagnen ist sehr gelungen und lesenswert.

In den meisten Punkten stimme ich mit dem Autor überein, jedoch vergisst man beim Lesen des Buches oft, dass es sich hier um die Sichtweise einer einzelnen politisch aktiven Person handelt und nicht um allgemeingültige Werte, an die sich auch der Rechtsstaat halten würde. Natürlich kennt sich Martin Balluch mit den von ihm geschilderten Aktionsformen bestens aus, doch seine Bewertung von Legitimität in der Demokratie ist eben nur seine eigene Auslegung.
Jeder, der selbst aktiv werden möchte, sollte vielleicht zunächst abklären, was für ihn selbst legitim ist, um schließlich richtig abschätzen zu können, ob geplante Aktionsformen und deren Konsequenzen für die eigene Person vertretbar sind.

Karin S.

Balluch, Martin: Widerstand in der Demokratie – Ziviler Ungehorsam und konfrontative Kampagnen. Promedia Verlag. 2009   ISBN: 978-3-85371-304-4  € 9,90

 

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