Von Leid, Eitelkeit und giftigen Pelzen

Bei Infotischen wird neben der aktuellen Kampagne „Tierschutz ins Tierversuchsgesetz“ wieder vermehrt über Pelz gesprochen, da der Winter beginnt und viele unwissende KonsumentInnen oft nach unzureichend gekennzeichneten Produkten mit Pelzverbrämungen greifen. Einige Bekleidungsläden verraten durch ihr neudekoriertes Schaufenster bereits, dass Profit über Mitgefühl steht.

Auch Kleider Bauer zeigt durch die Schaufenster abermals Pelze. Pelze sind oftmals mit giftigen Chemikalien behandelt, wie ein aktueller Report (Kurzbericht) aufzeigt. Während drinnen für Leid und Eitelkeit geworben wird, versammeln sich draußen die samstäglichen DemonstrantInnen.

Trotz zeitlichen Drucks für viele AktivistInnen in Linz, gibt es noch Motivation für Infotische und Demonstrationen verschiedener Art. Deshalb versammeln sich auch samstags AktivistInnen, um Menschen über Tierschutz im Alltag und über die Tierversuchskampagne zu informieren. Auch in Wels fand trotz Schneeregen und Kälte am 27.10.12 ein Infotisch statt, obwohl Samstage üblicher Weise für Kleider Bauer Demonstrationen freigehalten werden. Eine Woche früher, am 20.10, wurde auf der Linzer Landstraße wieder mit Megafondurchsagen, kreativen Bodenmalereien und Liedern neuer Schwung in den Kleider Bauer Infotisch gebracht.

    

Seit 1989 sind Pelztierfarmen in Österreich aus ethischen Gründen verboten – ein klares Zeichen, dass ÖsterreicherInnen eine derartige Quälerei von Lebewesen nicht unterstützen wollen.  Leider ist Echtpelz nicht am Preis erkennbar, da hauptsächlich Pelzverbrämungen an Kleidungsstücken verkauft werden, die den Preis nicht sehr verändern. So geraten unwissende Menschen umso öfter unbeabsichtigt an unauffällige Pelzprodukte. Auf Kennzeichnungen bzw. wahrheitsgemäße Auskunft von angestelltem Personal ist kein Verlass, denn: Unwissenheit ist Profit.

Informationen wie Ihr Echtpelz von Kunstpelz unterscheiden könnt findet ihr hier (Link).

Auch beim Thema Tierschutz in die Verfassung kommt es anscheinend nicht in erster Linie auf den Volkswillen an, sondern auf den Willen des Lobbyismus für Tier- und Menschenausbeutung. Bereits 96 unterschrieben 460 000 Menschen das Volksbegehren für Tierschutz in die Verfassung. Jetzt, 2012, könnte es endlich soweit sein, obwohl die Formulierung für Tierschutz im Verfassungsrang immer noch diskutiert wird. Im nachteilhaftesten Fall, wird das Tier nur als „Ressource für den Menschen“ geschützt. Aus einer IFES Umfrage geht hervor, dass auch jetzt noch 74% der ÖsterreicherInnen Tierschutz in der Verfassung sehen wollen, das sind etwa ¾ der österreichischen Bevölkerung. Es liegt auf der Hand, dass die Industrien für Fleisch, Milch, Pharma etc. keinen Schutz für Tiere der Tiere wegen bevorzugen, sondern im besten Falle Schutz der ausgebeuteten Tiere zu Gunsten des Egoismus und der Vermarktung.

Für Tierschutz in der Verfassung wird der Wortlaut von §1 Bundes-TSchG von aktiven Tierfreunden gefordert: „Ziel (dieses Bundesgesetzes) ist der Schutz des Lebens und des Wohlbefindens der Tiere aus der besonderen Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf.“

Wir fordern Schutz für Tiere als Mitgeschöpfe, nicht als Sklaven!

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