Ökologische Gründe

Nahrungsmittelknappheit:

Ca. 60 Prozent der Getreideproduktion der Industrieländer und 90 Prozent der Sojabohnenernte weltweit werden als Futtermittel für so genannte ‘Nutztiere’ verwendet.

17 kg Proteine aus pflanzlichen Erzeugnissen werden zur Produktion von 1 kg Protein in Form von Rindfleisch benötigt.
Die riesigen Futtermengen, die für die Nutztierhaltung benötigt werden, werden aus weit entfernten Gebieten, z.B. Südamerika importiert. So fressen etwa ein Drittel aller deutschen Rinder Futter aus Südamerika.Inzwischen werden über 14,6 Millionen Hektar fruchtbaren Bodens in den Entwicklungsländern, aus denen insgesamt 60 Prozent aller Futtermittelimporte Deutschlands stammen, nur bebaut, um Futtermittel für die Nutztierbestände Europas zu produzieren.

Wasserknappheit:

Um 1kg Rindfleisch herzustellen werden ca. 16.000 Liter Wasser benötigt. Die Schweine-, ‘Geflügel’- und Milchproduktion verbraucht zwar deutlich weniger Wasser, jedoch wird durch die Herstellung von Tier‘produkten’ eine viel höhere Wassermenge verbraucht als für die Produktion kalorisch äquivalenter veganer Nahrungsmittel nötig wäre. Der hohe Wasserverbrauch ist vor allem auf den Futtermittelanbau zurückzuführen. Da diese Futtermittel häufig aus Entwicklungsländern importiert werden, fehlt das Wasser dort zur Versorgung der lokalen Bevölkerung und Landwirtschaft.

Fossile Brennstoffe:

Zur Produktion von nur 1 kg Schweinefleisch werden in den USA ca. 30.000 Kilokalorien Energie aus fossilen Brennstoffen verbraucht – das entspricht der Energie von etwa 4 Litern Benzin. Um das Fleisch zu erzeugen, das der Durchschnittsbürger / die Durchschnittsbürgerin in den USA in einem Jahr isst, muss eine Energie von umgerechnet 190 Litern Benzin aufgewendet werden.

Klimaerwärmung:

Das beim Wiederkäuen der Rinder entstehende Treibgas Methan, das in seiner Treibhauswirkung 20-mal potenter als Kohlendioxid ist, hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf unser Klima. Eine einzige Kuh stößt innerhalb eines Lebens 50 kg davon aus. Die weltweit 1,3 Milliarden Rinder sind für insgesamt 12 Prozent der weltweiten Methangasemission verantwortlich. Berücksichtigt man zudem noch die Schäden, die durch die Waldrodung für die Rinderherden und durch den Anbau von Futtermittel entstehen, sind alleine die Beiträge der Haltung von Rindern zum Treibhauseffekt ähnlich groß wie die des gesamten Autoverkehrs.

Die gesamte Tierhaltung trägt laut Angaben der UN mit einem Anteil von 18% aller Treibhausgase zum Klimawandel bei, das ist mehr, als der gesamte Transportsektor (zb. Schiffs-, Auto- und Flugverkehr) zusammen. Das Worldwatch Institute geht sogar von einem Anteil von 51% aus.

Waldrodung, Versteppung und Wüstenbildung:

Ca ein Viertel der gesamten Landmasse der Erde dient mittlerweile als Weideland für Rinder, Schafe etc.. Lediglich 3 Prozent dagegen sind als Nationalparks geschützt. Seit 1960 beispielsweise sind mehr als 25 Prozent der Wälder Südamerikas abgeholzt worden, um Platz für Rinderherden zu schaffen. Das dort erzeugte Fleisch kommt jedoch in der Regel nicht den Armen dieser Regionen zugute, sondern wird an die Reichen in den Großstädten verkauft oder in die reicheren Industrienationen exportiert.

Die riesigen Herden schädigen durch übermäßiges Abweiden die Flora. So wurden im Laufe der letzten 60 Jahre zwei Drittel der Steppengebiete durch Überweidung zerstört. Auch heute noch ist die Wüste auf dem Vormarsch, und die Viehzucht trägt dazu ganz wesentlich bei.

Wasserverschmutzung:

Während Mist früher ein begehrtes Düngemittel war, stellen die heute bei der modernen Massentierhaltung in großer Menge anfallenden tierlichen Exkremente eine große Belastung für die Umwelt dar. Allein die deutschen Nutztiere produzieren 250 Millionen Tonnen Mist pro Jahr. Der Mist aus modernen Mästereien führt u.a. zur Verschmutzung von Flüssen und Seen. Er enthält Nitrate und Phosphate, die in offenen Gewässern die Algen so stark wachsen lassen, dass dem Wasser der Sauerstoff entzogen wird. Das Ökosystem dieser Gewässer gerät aus dem Gleichgewicht

Das Nitrat gelangt schließlich auch in das Grundwasser und somit wieder in die Nahrungskette des Menschen. Nitrat bzw. Nitrit, das durch Reduktion von Nitrat entsteht, kann durch Reaktion mit Aminen zu N-Nitroseverbindungen reagieren, die stark krebserregend sind. Nitrit führt außerdem zur Bildung von Methämoglobin. Besonders gefährlich ist dies für Säuglinge in den ersten drei Lebensmonaten. Die Sauerstofftransportkapazität ist hierbei stark reduziert. Folge ist die so genannte Blausucht (Blue-Baby-Syndrom), die tödlich enden kann.

Saurer Regen

Zudem entweicht das Nitrat aus der Gülle als Ammoniakgas in die Luft. Diese Stickstoffverbindung ist ein Umweltgift, das den so genannten sauren Regen und andere säurehaltige Ablagerungen hervorruft und damit Hauptverursacher des Waldsterbens ist. Insgesamt ist die landwirtschaftliche Tierproduktion in Deutschland für die Hälfte der Stickstoffemissionen verantwortlich.

(Quelle: http://www.react-online.de und http://science.orf.at)

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