Gesundheitliche Gründe

Die amerikanische Vereinigung der ErnährungsexpertInnen (American Dietetic Association, ADA) und die kanadische Vereinigung haben ein gemeinsames Positionspapier zur vegetarischen Ernährung veröffentlicht: Das zentrale Statement dieses 18 Seiten umfassenden Papiers, das sich auf 256 Quellen abstützt und von 30 WissenschaftlerInnen überprüft und freigegeben wurde, ist: „Es ist die Position der ADA, dass eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig ausreichend ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bietet.“ Außerdem spricht sich die ADA ausdrücklich positiv für die vegane Ernährung aus:

„Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät …“

Die gesamte Studie kann auf deutsch hier heruntergeladen werden: https://vebu.de/gesundheit/studien/72-studien/174-positionspapier-ada-vegetarische-ernaehrung

Ein gesundes Herz

VeganerInnen haben ernährungsbedingt einen viel niedrigeren Cholesterinspiegel als FleischesserInnen, weshalb Herzkrankheiten auch sehr ungewöhnlich für sie sind. Die Gründe dafür sind leicht auszumachen.

Vegane Mahlzeiten beinhalten meist sehr wenig gesättigte Fettsäuren und da Cholesterin nur in tierlichen Produkten, wie Fleisch, Milch oder Eiern, gefunden werden kann, nehmen VeganerInnen praktisch überhaupt kein Cholesterin zu sich.

Die Art der Eiweißversorgung bei einer veganen Ernährung mag ein anderer Grund dafür sein. Viele Studien zeigen, dass der Ersatz von tierlichem Eiweiss durch pflanzliches den Blut-Choleterinspiegel senkt – sogar wenn der Fettanteil bei der Nahrungsaufnahme gleich bleibt. Diese Studien zeigen weiters, dass eine fettarme, vegane Ernährung einen klaren Vorteil gegenüber anderen Diäten darstellt.

Niedriger Blutdruck

Unzählige Studien beweisen, dass VeganerInnen einen geringeren Blutdruck als Nicht-VeganerInnen haben. Tatsächlich zeigen einige Studien, dass die Zugabe von Fleisch zu einer rein pflanzlichen Ernährung den Blutdruck signifikant steigen lässt. Der Effekt einer veganen Ernährung beruht nicht zu letzt auch auf der Reduktion von Salz im Speiseplan.

Vielen PatientInnen mit Blut-Hochdruck ist es nach der Umstellung auf eine vegane Diät möglich ihre Medikamenten-Einnahme zu reduzieren oder oft sogar zu stoppen.

Diabetes

Die neuesten Studien über Diabetes zeigen, dass eine Ernährung, die reich an komplexen Kohlenhydraten ist (dise werden nur in Pflanzen gefunden) aber arm an Fett ist, das beste Rezept ist, um Diabetes unter Kontrolle zu bringen. Da bekannt ist, dass DiabetikerInnen ein hohes Risiko für Herzanfälle haben, ist die Vermeidung von Fett und Cholesterin das wichtigste Ziel ihrer Diät, wofür eine vegane Ernährungsweise ideal ist.

Eine pflanzliche Ernährung kann darüberhinaus auch die benötigte Menge Insulin bei DiabetikerInnen wesentlich senken.

Krebs-Vorbeugung

Eine vegane Ernährungsweise hilft Krebs zu verhindern. Studien an VeganerInnen zeigen, dass die Krebs-Todesrate um ein dreiviertel geringer ist als in der übrigen Bevölkerung.

Die Brustkrebsrate ist in Bevölkerungen mit überwiegend pflanzlicher Ernährung weitaus geringer als im Fleisch-orientierten Westen. Wenn Leute aus diesen Ländern ihre Essgewohnheiten zugunsten von Fleisch- und Milchkonsum aufgeben, steigt ihr Brustkrebsrisiko sofort an.

VeganerInnen haben ein geringeres Risiko für Dickdarmkrebs als FleischesserInnen. Der Konsum von Tierprodukten hängt so ursächlich mit Dickdarmkrebs zusammen wie sonst kein anderer Faktor.

Warum schützt Veganismus vor Krebs?

Erstens nehmen VeganerInnen weniger Fett und mehr Balaststoffe zu sich als Omnivore oder VegetarierInnen. Pflanzenpigmente, wie zum Beispiel Beta-Karotine, senken dass Lungenkrebsrisiko (abgesehen davon rauchen die meisten VeganerInnen nicht, da Zigarretten sowohl an Tieren getestet werden, alsauch tierliche Inhaltsstoffe beinhalten können).

Weiters hängt der Konsum von Milchprodukten unmittelbar mit einem Erhöhten Risiko für Eierstockkrebs bei vielen Frauen zusammen.

Noch nicht ganz geklärt ist, warum VeganerInnen überdurchschnittlich viele Weisse Blutzellen, die dafür verantwortlich sind Krebszellen zu zerstören, produzieren.

Kalzium

VeganerInnen neigen weniger dazu Nieren- oder Gallensteine zu bilden. Zusätzlich haben VeganerInnen ein geringeres Risiko für Osteoporose, da sie keine tierlichen Proteine zu sich nehmen. Eine hohe Aufnahme von tierlichen Proteinen (z.B. durch Milchtrinken) beschleunigt den Kalziumverlust in den Knochen. Das Ersetzten von Tierprodukten durch pflanzliche reduziert den Kalziumverlust.

Dies ist vermutlich auch die Erklärung dafür, dass Menschen, die in Ländern leben, in denen eine vorwiegend pflanzliche Ernährung vorherrscht, ein geringeres Osteoporose-Risiko haben, obwohl deren Kalziumaufnahme relativ gering ist.

(Quelle: http://www.vegan.at)

2 Responses to Gesundheitliche Gründe

  1. hallo leute!
    ich bin 2007 an borreliose erkrankt. leider blieb es lange unzureichend behandelt.
    die auswirkung war, dass ich arthrose bekam. die behandlung gegen meine schmerzen
    erfolgt mit tabletten. ich laß, dass fleisch und tierische produkte schlecht für die gelenke sind und so begann ich, weniger und weniger tierische produkte zu essen und auf fleisch ganz zu verzichten. ich konnte die maximaldosis meiner tabletten zur gänze absetzen!!! keine schmerzen, keine tabletten – das zeigt mir, dass es nicht gut sein kann, tier. produkte zu konsumieren!!!

    • Hallo Daniela!

      Mit Borreliose ist leider tatsächlich nicht zu spaßen. Dass dir der Verzicht auf tierliche Eiweiße geholfen hat ist wirklich bemerkenswert und es ist super, wenn dir das geholfen hat. Vielleicht ein weiterer Hinweis, dass die angesprochenen Studien bzgl. Gelenken tatsächlich die Wahrheit wiedergeben. Zumindest ist ziemlich sicher, dass Milchprodukte beispielsweise oft in Verbindung mit Neurodermitis und Akne stehen, da hört man oft solche Geschichten.

      LG Dominik

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