Tag Archives: Pelz

Spektakuläre Aktion gegen Pelz auf der Landstraße

Die Pelzaktion in Linz mit VGT OÖ und RespekTiere war ein voller Erfolg!

40 Menschen haben mit gemacht und sich auf unterschiedliche Weise am Anti-Pelz Protest vor Kleider Bauer auf der Landstraße beteiligt. Unzählige Unterschriften gegen Pelzverkauf wurden gesammelt und einige PassantInnen drückten sogar offen ihre Zustimmung aus und applaudierten den AktivistInnen!

Ein kleiner Eindruck der Aktion:

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Einladung zur Anti-Pelz Aktion in Linz

Der VGT und RespekTiere veranstalten am 3.Dezember in Linz gemeinsam wieder eine Aktion gegen Pelzverkauf.

Mit Pelzen und Masken verkleidete AktivistInnen stellen sich auf der Landstraße auf und halten Schilder mit Sprüchen wie „Es gibt keine artgerechte Pelztierhaltung“ oder „in Österreich ist die Produktion von Pelz aus ethischen Gründen verboten“ und viele andere, um Menschen darauf hinzuweisen, dass der Verkauf und Kauf von Pelzen heute nicht mehr ethisch vertretbar ist.

Obwohl die Produktion von Pelz in Österreich seit 1998 verboten ist, wird er immer noch importiert, damit einige wenige Kleidungsketten Pelzverbrämungen an Kapuzen, Mützen, Handschuhen, Schuhen, etc. verkaufen können. Oftmals sind diese noch unzureichend gekennzeichnet und nicht jede/r kann Echt- von Kunstpelz unterscheiden. Wenige Menschen kaufen bewusst Pelz, aber da dieser heute in einigen Geschäften als Dekoration an Kleidungsstücken verkauft wird, kann dieses Tierqualprodukt unwillentlich untergejubelt werden.

Die Pelzproduktion sieht in allen Ländern ähnlich schrecklich aus, aber insbesondere chinesische Pelzfarmen sind von extremer Misshandlung der Tiere geprägt. Auch von dort stammen Pelzkragen und Pelzpommel oft.
In Finnland existieren eigens gezüchtete „Superfüchse“ mit extra viel Haut, die ein eingesperrtes Leben auf Gitterböden fristen und zu einer Ware gemacht werden – aber auch als unnatürliche Züchtungen empfinden diese Schmerz und Frustration in ihrer monotonen und Stress-geprägten Umwelt.

Wie Tiere in Pelztierfarmen gehalten, behandelt und getötet werden, wird bei einem Film über die Pelzproduktion bei der Aktion gezeigt.

Bei dem Infotisch können wie üblich Informationen mitgegeben werden und Petitionen unterschrieben werden.

Interessierte, die sich gerne Infos abholen wollen oder auch bei der Aktion mitwirken möchten, sind herzlich eingeladen!

Bitte um eine kurze Mail an ooe@vgt.at oder annahgt17m@gmail.com wenn ihr gerne aktiv dabei sein möchtet!

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OÖN schalten Pelzwerbung und zensieren Facebookseite

Verfasst von: Dominik

Am 12. Oktober habe ich in einer Ausgabe der OÖN eine großformatige Pelzwerbung gesehen, getarnt als Advertorial. Dort wurde mit den Worten „PELZ – jung und witzig wie noch nie!“ geworben und die Vorzüge von Kanin, Fuchs, Samtnerz und Zobel gelobpreist.

Angesichts der Tatsache, dass Pelzfarmen in Österreich nicht ohne Grund verboten sind, da sie hiesigen Tierschutznormen widersprechen und den Verhältnissen die auf Pelzfarmen herrschen und von mutigen Undercover Tierrechtlern immer wieder ans Licht gebracht werden, habe ich es mir nicht nehmen lassen das Verhalten der OÖN zu kritisieren, indem sie so eine Werbung für Tierqualprodukte geschaltet haben. Ich gehe davon aus, dass die OÖN jede Werbeeinschaltung inhaltlich prüft und musste daher davon ausgehen, dass die OÖN sich an (übrigens anonymer) Tierqual-Produktwerbung nicht weiter stoßen.

Also habe ich mich am 12. Oktober dazu aufgemacht dieses Verhalten öffentlich auf der Facebook Seite der OÖN zu kritisieren:

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Sehr schnell kamen viele „Gefällt mir“ für die kritischen Worte zusammen, auch andere User schlossen sich der Kritik an und verfassten eigene Worte dazu – eine Reaktion der OÖN blieb jedoch aus. Obwohl, nicht ganz:

Jemand hat mich dann darauf hingewiesen, dass er mein Posting nicht finden könnte und so hat sich schnell herausgestellt, dass die OÖN mein Posting quasi zensiert hatten, indem sie es zwar nicht gelöscht, aber nur noch für mich und meine Freunde sichtbar gemacht hatten. Dazu jedoch kein Wort seitens OÖN.

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Erst auf Nachfrage mit mehreren Nachrichten bekam ich folgende Antwort:

„Wir haben größtes Verständnis für Ihre Reaktionen. Uns ist bewusst, dass das Thema „Pelze“ in der Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert wird. Wir möchten betonen, dass der Inhalt dieses Inserates in keinster Weise dem Gedankengut der Redaktion bzw. der OÖNachrichten entspricht. Im Gegenteil: Wir sehen es als unsere Aufgabe, objektiv und kritisch über Themen zu berichten. Der besagte Artikel ist eine reine Werbeeinschaltung, für deren Inhalt allein der Inserent verantwortlich ist. Wir als OÖN nehmen unsere soziale Verantwortung aber auch im Anzeigen-Bereich sehr ernst und folgen daher dem Verhaltenskodex des Österreichischen Werberats (www.werberat.at). Das besagte Inserat verstößt nicht gegen diese Regeln. Wir verstehen dennoch, dass es viele unserer Leser als unpassend empfinden, und möchten daher nochmals um Ihr geschätztes Verständnis ersuchen.“

Klingt wie PR-Sprech, ist es auch – meint ihr nicht? Was ist an einer als Advertorial getarnten Werbung bitte „objektiv und kritisch“? Man bezieht sich auf den Verhaltenskodex des Werberats, ist aber selber scheinbar nicht fähig (oder willens) unmoralische Werbeeinschaltungen, die gegen diesen ominösen Kodex verstoßen, zu verhindern. Ganz so als ob dieser Kodex eine Zeitung zwingt, dem Kodex nicht widersprechende Werbung schalten zu müssen. Im Übrigen sollte man vielleicht auch die Frage stellen: was soll das für ein Kodex sein, der Werbung für Tierqualprodukte nicht verbietet?

Das Ganze nennt man umgangssprachlich dann eben auch „Ausrede“, vor allem angesichts solcher und ähnlicher Bilder:

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(Quelle: Animals Liberty – bitte unterstützt diese tolle Organisation und schaut auch auf Kunstpelz ist Echt.de)

Zum Thema der von mir bemängelten Zensur (es wurde ja nicht nur mein Beitrag zensiert, sonder auch der viele anderer Kritiker) hat man sich erst gar nicht eingehend geäußert, auch nicht auf Nachfrage per E-Mail. Auch das unpersönliche Anschreiben ohne Absender seitens OÖN und das ausbleiben jeglichen Dialogs war für mich schließlich der Grund, warum ich das Ganze nun auch auf diese Plattform bringe.

Man darf sich schon fragen, was für ein Demokratie- und Moralverständnis eine Redaktion und Anzeigenleitung an den Tag legt, die Werbung für Tierqualprodukte schaltet und kritische Stimmen dazu einfach zensiert. Profit geht auch hier vor Moral und Anstand, wie mir scheint.

Wenn ihr was gegen Pelz tun wollt, könnt ihr auch diese aktuelle Petition mit unterzeichnen.

Modeopfer in der Landstraße

Der erste Schneefall – Winter hat spürbar begonnen. Ein Grund mehr für Bekleidungsketten, Echtpelz-Verbrämungen an Kapuzen und Mützen zu verkaufen, die zwar kein bisschen wärmen, aber als Dekoration ganz flauschig und kuschlig aussehen – wie ein Fuchs oder ein Kaninchen im Winter. Dass für diese Dekoration auf Bekleidung auch Fuchs, Kaninchen und andere Tiere sterben müssen, steht im Hintergrund.
Bei der Videoaktion vergangenen Samstag auf der Landstraße (Ecke Spittelwiese) wurde an die Opfer der Modeindustrie erinnert. Beim Perchtenlauf und nach dem komplizierten Aufbau, wurde ein Film über die Pelzproduktion gezeigt, der viele PassantInnen aufmerksam machte und auch schockierte. Viele Menschen erkennen den Unterschied zwischen Echt- und Kunstpelz nicht eindeutig und wissen oft nicht, dass sich an der eigenen Jacke ein Stück von einem Tier befindet. Werden sie darauf hingewiesen, zeigen sich viele davon überrascht, dass diese Praxis noch legal ist. In Österreich ist sie das auch nicht mehr. Seit etwa 15  Jahren ist die Pelzproduktion in Österreich aus ethischen Gründen verboten. Importiert wird natürlich weiterhin. Es liegt am Konsumenten, zwischen Unrecht und Mitgefühl zu entscheiden und auch beim Kauf darauf zu achten. Auch darauf wurde bei der Aktion hingewiesen. Nachdem die Läden geschlossen hatten, der Konsumwahn vor Weihnachten abnahm und weniger Leute auf der Landstraße spazierten, wechselten die AktivistInnen zu einem freundlicherem Video: http://www.youtube.com/watch?v=C1mtzikuYAI zusammen mit dem Making of, bei dem es um eine ethische Lebensweise geht: http://www.youtube.com/watch?v=vFmhRxRhnio
Das lockte wiederum begeisterte Menschen zum Infotisch und verleitete einige sogar zum Mittanzen. Das große positive Feedback hat auch dazu motiviert, die Aktion zu wiederholen. Die kommenden Termine werden beim Arbeitstreffen am 3. Dez. in der Waltherstraße 15 ab 17 Uhr besprochen und im Anschluss auch auf veggies-linz.at angekündigt.
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Pelzinfo: Pelz ist weder ein Nebenprodukt der Fleischindustrie, noch umweltfreundlich, wie gelegentlich angenommen wird. Füchse, Nerze, Marder, etc. werden schon lange nicht mehr gegessen und auch die Pelzkaninchen sind nicht die selben, die für die Fleischproduktion verwendet werden. Für die Gerbung und teilweise auch für die Färbung von Pelz und der Haut gelangen Giftstoffe in die Umwelt, die bei Kontakt mit Menschen für diese auch gesundheitliche Folgen haben kann. Auch bei der Lederproduktion werden Menschen vergiftet und ausgebeutet. Schwere Folgen hat die Pelzproduktion vor allem für Tiere, die aufgrund von Eitelkeit nur für ihr Fell gezüchtet und getötet werden. Die Haltungsbedingungen in Europa sind dabei nicht zwingend besser, als beipielsweise in China. Jedoch wurde besonders in China dokumentiert, wie Marderhunde und Blaufüchse lebendig gehäutet wurden. Bei einem Blick auf das Etikett bei Kleidung mit Pelzbesatz stellt sich oft heraus, dass sehr viel Pelz aus China stammt, wo es kein Tierschutzgesetz und keine Kontrollen bei der Haltung oder Tötung gibt.