Schlagwort-Archiv: fleisch

VGT OÖ: Tierschutz on Stage @ Linzer Kronefest (18.08.2018)

Im Rahmen des Linzer Kronefests haben wir heute beim Infostand eine vegane Kuchenverkostung angeboten. #ultralecker #foodkoma

   

Zur Auswahl standen Karotten-Zucchini-Kuchen, Zitronenkuchen, Mohnkuchen, Schokobällchen, Limettenbällchen, Cookie-Dough-Bällchen, Kokos-Cupcakes, Schokomuffins und außerdem Pizzaschnecken und bunte Maki. #wow

   

Über die Kuchen haben sich sehr interessante Gespräche entwickelt, denn nicht jede/r war vor der Verkostung überzeugt, dass man auch ohne Ei und Kuhmilch toll backen kann! #norisknofun #govegan

Danke an alle, die heute mitgeholfen haben!!!

 

Hühnerrettungsaktion in OÖ @ Großraum Wels (20. + 21.07.2018)

Am 20. und 21. Juli 2018 fand dank vieler Freiwilliger eine große Hühnerrettungsaktion statt – ein Biobauer im Großraum Wels setzte einen Schlachttermin für ca. 1500 Hühner an, da er mit der Legeleistung nicht (mehr) zufrieden war. Veggie-Mitglied Bernadette nahm sofort die Organisation einer Rettungsaktion in die Hand und kümmerte sich darum, dass die teilweise stark mitgenommenen Hühner einen neuen Platz und ein schlachtfreies Leben bekamen.

Innerhalb von 2 Monaten fanden sich insgesamt für ca. 1250 Hühner private AbnehmerInnen in ganz Österreich, die restlichen wurden vom Verein Pfotenhilfe Lochen übernommen, der uns einen Puffer von 200 bis 400 Hühnern zugesagt hatte – danke!

Die Hühner haben das stressige Einfangen und den anschließenden Transport in den zahlreichen „Hühnertaxis“ gut überstanden und befinden sich bereits in ihren neuen Heimen, wie hier zu sehen ist:

Danke, Bernadette!!!

 

VGT-Supermarkt-Aktionen in Linz @ SPAR (14.07.2018)

Heute fand in Linz eine – etwas abgeschwächte – Supermarkt-Aktion in 3 Linzer SPAR-Filialen statt.

Dank einer Genehmigung des SPAR-Konzerns konnte der VGT (auch in Linz) in den letzten Monaten einige Supermarkt-Aktionen durchführen, um vor den Fleischregalen auf die Missstände in der Massentierhaltung aufmerksam zu machen. Diese Genehmigung hat uns der Konzern nun entzogen – mit der Begründung, dass ab 01. Juli bei Bio-Ferkeln die betäubungslose Kastration verboten wird. 95% aller männlichen Ferkel in Österreichs Stallungen werden dann nach wie vor betäubungslos kastriert, auch werden in dieser Begründung die Probleme der Intensivhaltung überhaupt nicht thematisiert!

Aus diesem Grund haben wir mit diesen Aktionen versucht, darauf aufmerksam zu machen, dass die Probleme nicht durch ein einzelnes, nur wenige Tiere betreffendes Gesetz vom Tisch sind.

Die Aktionen in Linz liefen alle ruhig und friedlich ab und waren ein symbolischer Akt des Mitgefühls für die Tiere und des Widerstands gegen unser mangelndes Tierschutzgesetz.

Alle Termine des VGT findest du hier: http://vgt.at/kalender/index.php
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Linzer Film-Aktion des VGT @ Martin-Luther-Platz (13.07.2018)

Freitag Abend konnten PassantInnen auf der Landstraße Kurzvideos zum Thema Tierrechte sehen und für weitere Infos zum Thema gleich beim Infotisch  des VGT OÖ vorbeischauen.

Für die Film-Aktion haben zwei unserer engagierten Aktivisten ihren umgebauten Bus inklusive Fernseher bereitgestellt. Damit konnten wir gleich noch mehr Menschen auf der Straße erreichen.

Viele haben sich bei uns für die großartige Aktion bedankt, aber es gab auch zwei PassantInnen, die uns wenig freundlich gesinnt waren. Einer von beiden bespuckte sogar eine Aktivistin. Insgesamt hat dieses Vorkommnis aber wenig Gewicht im Vergleich zu dem vielfältigen positiven Feedback. Da wir auch gebeten wurden, die Aktion zu wiederholen, werden wir die Bitte gerne so bald wie möglich umsetzen!

Alle Termine des VGT findest du hier: http://vgt.at/kalender/index.php
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Der Mythos vom bösen Palmöl

Oder: warum kein Palmöl auch keine Lösung ist

Palmöl, nach einhelliger Lesart das Öl des Teufels. Gegen Palmöl zu sein gehört einfach zum guten Ton. Das liegt vor allem darin begründet, dass die Medien dieses Thema immer wieder auf die Bühne heben, allerdings meist ohne jegliches Hintergrundwissen zu vermitteln. So kommt in kaum einer Meldung zu dem Thema zur Sprache, dass die Palmölpflanze die mit Abstand ertragsreichste Ölpflanze ist. Auf den Hektar gesehen sind die Zahlen des Ertrages wie folgt:

  • 3,69 Tonnen Palmöl
  • 1,33 Tonnen Rapsöl
  • 0,86 Tonnen Sonnenblumenöl
  • 0,77 Tonnen Kokosöl
  • 0,52 Tonnen Sojaöl

Quelle: WWF

Mit anderen Worten: andere Öle wie Soja- oder Kokosöl verbrauchen bis zu 7 (!) mal mehr Landfläche. Das sollten all jene berücksichtigen, die meinen Kokosöl sei ja so viel besser als Palmöl, wenn es um die Umweltverträglichkeit geht. Dem ist nicht so, es verhält sich sogar genau umgekehrt.

Wie man sieht, so einfach kann man Palmöl nicht verteufeln bzw. ersetzen, ohne dabei noch wesentlich mehr Landflächen zu roden. Aber warum muss überhaupt gerodet werden? Ganz einfach: weil keine Anbauflächen mehr zur Verfügung stehen. Und genau hier liegt der Knackpunkt: die weltweiten Anbauflächen werden in großen  Teilen für den Anbau von Tierfuttermitteln verschwendet.

Verschwendet deswegen, weil die „Umwandlung“ der pflanzlichen Kalorien in Fleischkalorien mit erheblichen Verlusten einher geht. Man spricht von bis zu 30 pflanzlichen Kalorien, um damit eine Fleischkalorie zu erzeugen. Würde man die Tierfutteranbauflächen komplett für die Erzeugung von pflanzlichen Produkten (und somit auch Ölen) einsetzen, könnten damit bis zu 4 Milliarden Menschen mehr ernährt werden. (Quelle: Top Agrar) Damit wären dann auch wieder genug Flächen frei, um eben Ölpflanzen wie die Palmölpflanze anzubauen, ohne dafür Regenwälder roden zu müssen.

Das alles sollte bei der Palmöldiskussion berücksichtigt werden. Es sollte in dieser Diskussion also nicht so sehr um die Palmölpflanze gehen, sondern darum, warum für sie und andere Ölpflanzen keine Anbauflächen zur Verfügung stehen, also warum wir die Flächen für Tierfuttermittel verschwenden. Von den weiteren Auswirkungen der von diesen Futtermitteln versorgten Massentierhaltung auf Böden & Gewässer, Gesundheit der Menschen, Klima etc. noch gar nicht gesprochen. All das sollte in diesem Kontext ebenso berücksichtigt werden.