Für ein echtes Tierschutzgesetz: 700 Menschen unterstützten das Anliegen aktiv

Aus ganz Österreich reisten Vereine und private UnterstützerInnen für die Demo in Wien für ein echtes Tierschutzgesetz an.

Ein paar der vorgesehenen Verschlechterungen konnten bereits durch den öffentlichen Aufschrei zB in Form von über 600 Stellungnahmung, verhindert werden. Aber es soll nach wie vor Maßnahmen, wie das Erlauben der Anbindehaltung bei Rindern in Form von zahlreichen Ausnahmen des Verbots und das Beibehalten der betäubungslosen Ferkelkastration, beinhalten. Da der öffentliche Druck nicht nachlassen darf, erhielt die Demo große Unterstützung aus ganz Österreich, selbstverständlich auch von den Linzer Tierrechtsaktiven und den Veggies-Linz.

Danke für die zahlreiche Teilnahme! Wir hoffen, dass das Tierschutzgesetz nun endlich den Forderungen einer modernen, ethischen Gesellschaft gerecht wird!

Animal Liberation Workshop – Tierrechte und Vernetzung

Viele neue Gesichter konnten wir beim Animal Liberation Workshop in Linz wilkommen heißen. Es war auf die beste Weise unerwartet und wir sind auch sehr erfreut über das fast ausschließlich positive Feedback von allen TeilnehmerInnen. Besonders dankbar sind wir auch für die Unterstützung der Veggies-Linz, die für alle BesucherInnen, Vortragende und OrganisatorInnen (bzw. ChaotInnen) ein günstiges Mittagessen und Buffet zubereitet haben.

In Linz waren beim ALW erstmals mehrere Vereine beteiligt, die ihre Arbeit dort auch präsentieren konnten durch Vorträge und Auflegen von Infomaterial und Büchern. So war es allen BesucherInnen möglich, sich unterschiedliche Aspekte im Tierschutz und der Tierrechtsarbeit anzuhören und vielleicht auch zu entscheiden wo und wie sie sich selbst beteiligen wollen. Dabei waren Lima’s Weg (Lisa Starzengruber), RespekTiere (Christine Schreiner) und VGT (Martin Balluch, Anna Geisler) und vorgestellt durch Vertretungen wurden Happy Shelter, Rainbow Rescue, Streunerkatzen und das Tierparadies Schabenreith.

Auch die Gastrednerin Evelyn Lubbers kam extra angereist, um über Bespitzelung bei AktivistInnen zu sprechen und wie große Konzerne, die Arbeit von NGOs beeinträchtigen können. Dafür stellte sie ihr Buch „Secret Manouvers in the Dark“ vor, was auch zum Verkauf angeboten wurde.

Der zweite Tag verlief interaktiver mit Gruppenausarbeitung über eine bessere Vernetzung von Vereinen, unter anderem, jene, die am Vortag vorgestellt wurden, und einem Infotisch-Rollenspiel, bei denen Frequently Asked Questions bzw. Comments durchgespielt wurden. Dabei konnte auch ausprobiert werden, welche Argumentation für unterschiedliche Fragen und Menschen geeignet ist.

Auch Computer Security (Simon Obrovsky) und eine rechtliche Schulung für TierrechtsaktivistInnen (Eberhart Theuer) waren im Workshop dabei und sind wichtig für die Tierrechtsarbeit. Auch für diese Vorträge sind Simon und Eberhart extra angereist!

Wir hoffen, dass wir alle oder zumindest viele der neuen Gesichter im Laufe der Zeit wieder antreffen werden!

Alle Bilder hier: https://www.facebook.com/pg/VGT-O%C3%96-1587245624898667/photos/?tab=album&album_id=1718461785110383

Einladung zum Animal Liberation Workshop in Linz

ZEIT & ORT: 25. – 26.Februar 2017, Waltherstraße 15 /Ecke Steingasse, Einlass ab 9:00

Beim ALW geht darum, die Tierrechtsarbeit in Österreich kennen zu lernen, von der Philosophie der Tierrechte zu erfahren, aktuelle Kampagnen aufzuzeigen und Tierschutzvereine kennen zu lernen, die sich auf verschiedene Art für Tiere engagieren.

Auch Rechte und Pflichten gegenüber Staat und Polizei werden dabei erleutert und bei einem Computer Security Workshop wird erklärt, wie mensch sich möglichst gut vor Überwachung schützen kann.

PROGRAMM

Tag 1)

9:00 Einlass

9:30 Vorstellungsrunde
TeilnehmerInnen und VertreterInnen von Vereinen werden gebeten, sich kurz (höchstens 5 Minuten) vorzustellen

10:00 – 10:45 Einführung in die Tierrechte (Martin Balluch)
Philosophische Aspekte der Tierrechte

10:45 – 11:45 Secret Manouvers in the dark (Evelyn Lubbers)
Gastrednerin spricht über Bespitzelung bei AktivistInnen

12:00 – 13:00 Warum vegan?
Gründe für Veganismus und wie diese den Menschen näher gebracht werden können

13:00 Mittagspause
Es gibt selbst gekochtes essen für 5€ pro Person

Ab 14:00 Vereine und Kampagnen werden vorgestellt
14:00 VGT Kampagnen
15:00 Verein Lima‘s Weg und Happy Shelter
16:00 RespekTiere
17:00 Schabenreith

Tag 2)

9:00 Einlass

10:00 Workshop Vernetzung
Wie können sich die Vereine am besten untereinander vernetzen oder sich gegenseitig unterstützen

11:00 Computer Security (Simon Obrovsky)

12:00 Rollenspiel Infotisch
Häufige Fragen und Kommentare (positiv und negativ) am Tierrechts-Infotisch werden durchgespielt, so dass jeder ausprobieren kann, wie am besten darauf geantwortet werden kann.

13:00 Mittagspause

14:00 Rechte & Pflichten (Eberhart Theuer)
Welche rechtlichen Aspekte gibt es bei der Tierrechts-Arbeit und wie kann man Tierleid richtig anzeigen?

15:00 Videos über Aktionen/Tierrechts-Film

16:00 Reflexion, Termine, Feedbackbogen
TeilnehmerInnen können Feedback zum ALW geben und kommende Aktionen werden kurz vorgestellt

17:00 Gemeinsames Essen beim Front Food
Ist natürlich freiwillig

Valentinstag in Linz: Kuscheln statt Pelz tragen!

Die Valentinstag-für-Tiere Aktion hat heuer zum sechsten Mal stattgefunden, dieses mal wieder am Linzer Taubenmarkt. Weil Pelzmode in Österreich immer noch nicht gänzlich der Vergangenheit angehört und viele unbewusst zu Pelzverbrämungen greifen, wollen die Linzer TierrechtsaktivistInnen von VGT OÖ, RespekTiere und Veggies-Linz, daran erinnern, beim Kauf darauf zu achten, keinen Echtpelz zu erwischen – anlässlich Valentinstag mit dem Motto „Kuscheln wärmt besser als Pelz“.

Bei jedem Spaziergang durch die Linzer Landstraße im Winter ist der Anblick von Pelzkrägen, Pommeln oder ganzen Mänteln unvermeidlich. Während sehr viele Menschen zwar auf Pelz verzichten wollen und daher nur wenige bewusst zu Pelzbekleidung greifen, steigt der Kauf von Kleidung mit Pelzverbrämungen. Die Gründe dafür sind vielmehr unzureichende Kennzeichnung von Pelzbesatz, Fehlinformation von VerkäuferInnen oder schlicht die blinde Annahme, es gäbe keinen Pelzverkauf mehr, wie uns oft berichtet wird.

Es gibt inzwischen viele synthetische Alternativen zu Pelz, die oftmals sogar sehr echt wirken und somit für Pelzliebhaber auch den ästhetischen Ansprüchen genügen sollten. Oft wird auch vergessen, dass die Herstellung von Echtpelz keineswegs umweltfreundlicher ist als Kunstpelz. Die Haltbarmachung und teilweise auch Färbung benötigt chemische Stoffe, die umweltschädlich und gesundheitsgefährdend sein können.

Eine andere sinnvolle Alternative ist… kuscheln!
Mit dieser Einstellung versammelten sich die Linzer Tierrechtsaktiven Am Taubenmarkt mit einem Infotisch, ausführlichen Infomaterialien über Pelz und einem kuschelig-romantischem Bett, mit Stoff-Teddy, Tierkostümen, warmer Decke und Herzpolstern. Sowohl AktivistInnen als auch PassantInnen wurden zum Kuscheln eingeladen. Währenddessen wurden noch passende Schilder, wie „Kiss me, don’t kill me“ gehalten und ein Fotoshooting gemacht.

Hier sind einige der Ergebnisse:

Mehr auf facebook:
https://www.facebook.com/VGT-O%C3%96-1587245624898667/photos/?tab=album&album_id=1711714285785133

Der Mythos vom bösen Palmöl

Oder: warum kein Palmöl auch keine Lösung ist

Palmöl, nach einhelliger Lesart das Öl des Teufels. Gegen Palmöl zu sein gehört einfach zum guten Ton. Das liegt vor allem darin begründet, dass die Medien dieses Thema immer wieder auf die Bühne heben, allerdings meist ohne jegliches Hintergrundwissen zu vermitteln. So kommt in kaum einer Meldung zu dem Thema zur Sprache, dass die Palmölpflanze die mit Abstand ertragsreichste Ölpflanze ist. Auf den Hektar gesehen sind die Zahlen des Ertrages wie folgt:

  • 3,69 Tonnen Palmöl
  • 1,33 Tonnen Rapsöl
  • 0,86 Tonnen Sonnenblumenöl
  • 0,77 Tonnen Kokosöl
  • 0,52 Tonnen Sojaöl

Quelle: WWF

Mit anderen Worten: andere Öle wie Soja- oder Kokosöl verbrauchen bis zu 7 (!) mal mehr Landfläche. Das sollten all jene berücksichtigen, die meinen Kokosöl sei ja so viel besser als Palmöl, wenn es um die Umweltverträglichkeit geht. Dem ist nicht so, es verhält sich sogar genau umgekehrt.

Wie man sieht, so einfach kann man Palmöl nicht verteufeln bzw. ersetzen, ohne dabei noch wesentlich mehr Landflächen zu roden. Aber warum muss überhaupt gerodet werden? Ganz einfach: weil keine Anbauflächen mehr zur Verfügung stehen. Und genau hier liegt der Knackpunkt: die weltweiten Anbauflächen werden in großen  Teilen für den Anbau von Tierfuttermitteln verschwendet.

Verschwendet deswegen, weil die „Umwandlung“ der pflanzlichen Kalorien in Fleischkalorien mit erheblichen Verlusten einher geht. Man spricht von bis zu 30 pflanzlichen Kalorien, um damit eine Fleischkalorie zu erzeugen. Würde man die Tierfutteranbauflächen komplett für die Erzeugung von pflanzlichen Produkten (und somit auch Ölen) einsetzen, könnten damit bis zu 4 Milliarden Menschen mehr ernährt werden. (Quelle: Top Agrar) Damit wären dann auch wieder genug Flächen frei, um eben Ölpflanzen wie die Palmölpflanze anzubauen, ohne dafür Regenwälder roden zu müssen.

Das alles sollte bei der Palmöldiskussion berücksichtigt werden. Es sollte in dieser Diskussion also nicht so sehr um die Palmölpflanze gehen, sondern darum, warum für sie und andere Ölpflanzen keine Anbauflächen zur Verfügung stehen, also warum wir die Flächen für Tierfuttermittel verschwenden. Von den weiteren Auswirkungen der von diesen Futtermitteln versorgten Massentierhaltung auf Böden & Gewässer, Gesundheit der Menschen, Klima etc. noch gar nicht gesprochen. All das sollte in diesem Kontext ebenso berücksichtigt werden.