Valentinstag in Linz: Kuscheln statt Pelz tragen!

Die Valentinstag-für-Tiere Aktion hat heuer zum sechsten Mal stattgefunden, dieses mal wieder am Linzer Taubenmarkt. Weil Pelzmode in Österreich immer noch nicht gänzlich der Vergangenheit angehört und viele unbewusst zu Pelzverbrämungen greifen, wollen die Linzer TierrechtsaktivistInnen von VGT OÖ, RespekTiere und Veggies-Linz, daran erinnern, beim Kauf darauf zu achten, keinen Echtpelz zu erwischen – anlässlich Valentinstag mit dem Motto „Kuscheln wärmt besser als Pelz“.

Bei jedem Spaziergang durch die Linzer Landstraße im Winter ist der Anblick von Pelzkrägen, Pommeln oder ganzen Mänteln unvermeidlich. Während sehr viele Menschen zwar auf Pelz verzichten wollen und daher nur wenige bewusst zu Pelzbekleidung greifen, steigt der Kauf von Kleidung mit Pelzverbrämungen. Die Gründe dafür sind vielmehr unzureichende Kennzeichnung von Pelzbesatz, Fehlinformation von VerkäuferInnen oder schlicht die blinde Annahme, es gäbe keinen Pelzverkauf mehr, wie uns oft berichtet wird.

Es gibt inzwischen viele synthetische Alternativen zu Pelz, die oftmals sogar sehr echt wirken und somit für Pelzliebhaber auch den ästhetischen Ansprüchen genügen sollten. Oft wird auch vergessen, dass die Herstellung von Echtpelz keineswegs umweltfreundlicher ist als Kunstpelz. Die Haltbarmachung und teilweise auch Färbung benötigt chemische Stoffe, die umweltschädlich und gesundheitsgefährdend sein können.

Eine andere sinnvolle Alternative ist… kuscheln!
Mit dieser Einstellung versammelten sich die Linzer Tierrechtsaktiven Am Taubenmarkt mit einem Infotisch, ausführlichen Infomaterialien über Pelz und einem kuschelig-romantischem Bett, mit Stoff-Teddy, Tierkostümen, warmer Decke und Herzpolstern. Sowohl AktivistInnen als auch PassantInnen wurden zum Kuscheln eingeladen. Währenddessen wurden noch passende Schilder, wie „Kiss me, don’t kill me“ gehalten und ein Fotoshooting gemacht.

Hier sind einige der Ergebnisse:

Mehr auf facebook:
https://www.facebook.com/VGT-O%C3%96-1587245624898667/photos/?tab=album&album_id=1711714285785133

Der Mythos vom bösen Palmöl

Oder: warum kein Palmöl auch keine Lösung ist

Palmöl, nach einhelliger Lesart das Öl des Teufels. Gegen Palmöl zu sein gehört einfach zum guten Ton. Das liegt vor allem darin begründet, dass die Medien dieses Thema immer wieder auf die Bühne heben, allerdings meist ohne jegliches Hintergrundwissen zu vermitteln. So kommt in kaum einer Meldung zu dem Thema zur Sprache, dass die Palmölpflanze die mit Abstand ertragsreichste Ölpflanze ist. Auf den Hektar gesehen sind die Zahlen des Ertrages wie folgt:

  • 3,69 Tonnen Palmöl
  • 1,33 Tonnen Rapsöl
  • 0,86 Tonnen Sonnenblumenöl
  • 0,77 Tonnen Kokosöl
  • 0,52 Tonnen Sojaöl

Quelle: WWF

Mit anderen Worten: andere Öle wie Soja- oder Kokosöl verbrauchen bis zu 7 (!) mal mehr Landfläche. Das sollten all jene berücksichtigen, die meinen Kokosöl sei ja so viel besser als Palmöl, wenn es um die Umweltverträglichkeit geht. Dem ist nicht so, es verhält sich sogar genau umgekehrt.

Wie man sieht, so einfach kann man Palmöl nicht verteufeln bzw. ersetzen, ohne dabei noch wesentlich mehr Landflächen zu roden. Aber warum muss überhaupt gerodet werden? Ganz einfach: weil keine Anbauflächen mehr zur Verfügung stehen. Und genau hier liegt der Knackpunkt: die weltweiten Anbauflächen werden in großen  Teilen für den Anbau von Tierfuttermitteln verschwendet.

Verschwendet deswegen, weil die „Umwandlung“ der pflanzlichen Kalorien in Fleischkalorien mit erheblichen Verlusten einher geht. Man spricht von bis zu 30 pflanzlichen Kalorien, um damit eine Fleischkalorie zu erzeugen. Würde man die Tierfutteranbauflächen komplett für die Erzeugung von pflanzlichen Produkten (und somit auch Ölen) einsetzen, könnten damit bis zu 4 Milliarden Menschen mehr ernährt werden. (Quelle: Top Agrar) Damit wären dann auch wieder genug Flächen frei, um eben Ölpflanzen wie die Palmölpflanze anzubauen, ohne dafür Regenwälder roden zu müssen.

Das alles sollte bei der Palmöldiskussion berücksichtigt werden. Es sollte in dieser Diskussion also nicht so sehr um die Palmölpflanze gehen, sondern darum, warum für sie und andere Ölpflanzen keine Anbauflächen zur Verfügung stehen, also warum wir die Flächen für Tierfuttermittel verschwenden. Von den weiteren Auswirkungen der von diesen Futtermitteln versorgten Massentierhaltung auf Böden & Gewässer, Gesundheit der Menschen, Klima etc. noch gar nicht gesprochen. All das sollte in diesem Kontext ebenso berücksichtigt werden.

Der letzte Adventkranz?

(Text von Pater Hass)

In dieser Vorweihnachtszeit brennt im Tierparadies Schabenreith keine erste Kerze – sondern der Hut. Ohne Ihre Spende ist das Weiterbestehen des oberösterreichischen Tierheims schwer gefährdet.

Jeden Tag werden neue Gäste im Tierparadies Schabenreith abgegeben – manchmal bis zu zehn. Viele Menschen bringen ihre Tiere vorbei, weil sie ihnen zur Last geworden sind, vor allem finanziell. Daher sind sie natürlich auch nicht bereit, auch nur einen Teil der anfallenden Kosten zu übernehmen.

„Irgendwann werden die lieben Haustiere krank – und plötzlich sind sie für ihre Besitzer keine treuen Gefährten oder Spielkameraden mehr, sondern nur noch unpraktisch“, sagt Doris Hofner-Foltin, die seit 23 Jahren mit ihrem Mann Harald Hofner das Tierheim im oberösterreichischen Steinbach am Ziehberg leitet. „Dann landen sie bei uns, und wir dürfen die Tierarztkosten übernehmen, einen Schlafplatz für sie schaffen und sie artgerecht füttern, was auch nicht gerade billig ist.“

Etwa 450 Tiere sind in Schabenreith untergebracht – manchmal mehr, selten weniger. Die Katzen, Hunde, Enten, Rehe, Hasen, Vögel usw. usf. befinden sich oft in einem schrecklichen Zustand, wenn sie in das Tierheim kommen bzw. von der hauseigenen Tierrettung abgeholt werden. Sie werden sterilisiert, bestens medizinisch versorgt (mehrere Tierarztfahrten am Tag sind keine Seltenheit) und haben die Gelegenheit, in dem ehemaligen Bauernhof mit den vielen Anbauten und Ställen sowie auf dem eigenen Grundstück mit Wald einen würdigen Lebensabend zu verbringen. Manche werden natürlich auch an Tierfreunde vergeben, nachdem entsprechende Kandidaten von Doris Hofner-Foltin auf Herz und Nieren geprüft wurden.

Damit in Schabenreith auch weiterhin herrenlose, vernachlässigte oder misshandelte Tiere Platz finden können, sind jedoch ständige Finanzspritzen notwendig. Das Land Oberösterreich fördert das Tierheim zwar – doch die öffentlichen Mittel reichen bei weitem nicht aus, um die Betreuung der Tiere, die Personalkosten und den laufenden Betrieb zu gewährleisten. Aus diesem Grund betreiben die Hofners in Schabenreith auch eine Frühstückspension, Doris Hofner-Foltin schreibt Bücher mit tierisch lustigen Anekdoten, und gelegentlich organisieren die beiden auch Kulturveranstaltungen – der Erlös all dieser Aktivitäten kommt ausschließlich den Tieren zugute.

„Aber jetzt ist wieder dringend Hilfe gefragt“, sagt Harald Hofner. „In letzter Zeit bringt man uns immer mehr Streunerhunde und -katzen, die wir versorgen und betreuen sollen, aber danach nicht mehr aussetzen dürfen. Das heißt, sie bleiben bei uns, bevor irgendein Jäger kurzen Prozess mit ihnen macht. Wir tun das alles gern, und jedes Tier ist uns wichtig – aber mittlerweile ist unser Kreditrahmen längst ausgereizt. Daher sind wir auf Ihre Spenden angewiesen, wenn es mit Schabenreith weitergehen soll.

In diesem Sinne: Nehmen Sie sich in der Adventzeit ein Herz für Tiere und speziell für das Tierparadies Schabenreith. Jede Spende zählt!

 

www.tierparadies.at

Spendenkonto BAWAG
IBAN: AT22 1400 0467 1040 9714
BIC: BAWAATWW
Tierparadies Schabenreith-Das etwas andere Tierheim.
Ziehbergstrasse 23
4562 Steinbach am Ziehberg

Das Tierparadies Schabenreith hat das Spendengütesiegel und Spenden an das tierparadies Schabenreith sind steuerlich absetzbar.

Tierparadies Schabenreith ist in Gefahr!

Seit über 20 Jahren kümmert sich das Team vom Tierparadies um gerettete, gequälte, ausgesetzte und verletzte Tiere und ist dabei völlig aufopfernd. Viel Energie wird in das Wohlergehen der Tiere gesteckt. Zur Zeit muss die mediale Arbeit zwischen mehreren engagierten Menschen aufgeteilt werden, was zusätzlich großen Stress für alle beteiligten bedeutet. Und die hohen Kosten für die Erhaltung des Tierparadieses verlangen allen viel ab und kommen zur Zeit kaum zu Stande! 450 Tiere müssen täglich versorgt werden!

Bitte helft mit, das Tierparadies zu retten! Mit 1 – 5€ pro Person kann schon viel getan werden, denn jeder Euro zählt und so viel kann sich jede/r leisten!! Was außerdem wichtig ist, sind PATENSCHAFTEN für Tiere, die mit einem beliebig hohen monatlichen Betrag unterstützt werden! Bitte spendet an das untenstehenden Konto und teilt diese Nachricht weiter, damit wir das Tierparadies retten können.

Spendenkonto BAWAG:
IBAN: AT22 1400 0467 1040 9714
BIC: BAWAATWW
Tierparadies Schabenreith – Das etwas andere Tierheim.
Ziehbergstrasse 23
4562 Steinbach am Ziehberg

www.tierparadies.at

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Spektakuläre Aktion gegen Pelz auf der Landstraße

Die Pelzaktion in Linz mit VGT OÖ und RespekTiere war ein voller Erfolg!

40 Menschen haben mit gemacht und sich auf unterschiedliche Weise am Anti-Pelz Protest vor Kleider Bauer auf der Landstraße beteiligt. Unzählige Unterschriften gegen Pelzverkauf wurden gesammelt und einige PassantInnen drückten sogar offen ihre Zustimmung aus und applaudierten den AktivistInnen!

Ein kleiner Eindruck der Aktion:

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