Martin Balluch liest „Im Untergrund“ @ Front Food Linz (29.01.2019)

Am Dienstag konnten wir die Gelegenheit ergreifen und eine unserer Lieblingsaktionen (Essen) mit etwas Sinnvollem verbinden, nämlich der Lesung von Martin Balluch im Front Food

Im Untergrund“ ist ein Tierrechtsroman, der wahre Begebenheiten aus der Zeit in England erzählt, wenn auch chronologisch anders angeordnet und mit veränderten Namen. Mit der Lesung hat Martin Balluch einen Überblick über den Inhalt gegeben und verschiedene Szenen vorgelesen, deren Vor- und Entstehungsgeschichten er zwischendurch immer wieder erzählt hat.

Da gibt es zum Beispiel dieses Universitätsinstitut, wo Tierversuche betrieben werden, die den Protagonisten Paul mit einer für ihn unfassbaren Grausamkeit konfrontieren. Oder die Jagdstörungen, im Zuge derer ein Aktivist überfahren und getötet wird, ohne dass der Fahrer dafür belangt wird. Oder die Einblicke in Tierfabriken, von denen der Protagonist bis dahin gar nicht gewusst hat. Aber auch Umweltthemen wie die Blockade eines Waldes in Form eines Baumdorfs werden thematisiert. Geendet hat die Lesung dann mit einer auflockernden Geschichte rund um die Hochzeit eines Aktivistenpaares, zu der sowohl vegan als auch nicht-vegan lebende Menschen eingeladen waren, was aufgrund der Menüauswahl zu einem unerwarteten Eklat geführt hat.

Das Buch gibt einen unglaublich detaillierten und umfangreichen Einblick in die Tierschutzarbeit von 8 Jahren England-Aufenthalt und erzählt in unzensierter Offenheit alle Widrigkeiten, denen Tierschützer*innen durch ihren Aktivismus immer wieder begegnen. Die oft unverständliche Positionierung der Polizei oder des Gerichts werden ebenso thematisiert wie zwischenmenschliche Beziehungen, das Buch ist aber vor allem gekennzeichnet durch die zahlreichen Aktionen der Progatonist*innen (etwa 80 Aktionen werden geschildert).

Wir halten diesen Roman für absolut lesenswert!

Im Anschluss konnte das Buch erworben werden, Martin Balluch hat es außerdem signiert, wenn das gewünscht wurde.

 

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