Die Kontinuität von Bewusstsein – Das naturwissenschaftliche Argument für Tierrechte (Balluch, Martin)

Nach einer kurzen Einführung über Motivation und die „Kluft“ zwischen Mensch und Tier, kommt ein sehr physikalisches Kapitel über die Entstehung des Sonnensystems und Wahrscheinlichkeiten.

 

Danach wird es meiner Meinung nach dann sehr interessant, wenn Balluch über das schreibt, was ein Bewusstsein ausmacht. Denn das ist es ja schließlich, was das nichtmenschliche Tier vom Menschen unterscheiden soll. Der Grund warum Tiere unterdrückt und ausgebeutet werden, weil ihre Gedanken nicht so komplex sind, wie die der Mensch und sie weniger oder gar keinen Schmerz empfinden sollten.

 

Es werden die Bedienungen für ein vorhandenes Bewusstsein, diskutiert, das neben den anatomischen Kriterien eines ZNS und gewissen Hirnstrukturen, die Adoption nichtverwandter Individuen, Lernen durch Verstehen, Probleme lösen durch Nachdenken und flexibel Handeln, vernünftiges Weltbild, REM-Traumphasen, Selbsterkennung im Spiegel, Sprache.. beinhaltet.

 

Balluch bringt zahllose Beispiele, wie Tiere über andere Tiere trauern, wie sie lernen und ihr gelerntes an Familien- und Gruppenmitglieder weitergeben. Wie sie auch artübergreifend verwaiste Kinder adoptieren und sich liebevoll um diese kümmern. Er bringt sogar ein Beispiel, wie die Schimpansenfrau Washoe in einer menschlichen Familie aufwächst und dort die Gebärdensprache erlernt und sogar über ihre Gefühle und den Tod sprechen kann.

 

Meiner Meinung nach ist dies ein sehr empfehlenswertes Buch, welches sehr gut das Menschliche in nichtmenschlichen Tieren beschreibt.

 

Michaela F.

Balluch, Martin: Die Kontinuität von Bewusstsein – Das naturwissenschaftliche Argument für Tierrechte. Paperback Verlag. 2005  ISBN: 978-3-900782-48-1          €30,00

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