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„Der Hund und sein Philosoph“ – Autonomie für Tiere

Vergangenen Freitag stellte Tierrechtler, VGT Obmann und Autor Martin Balluch sein neustes Buch „Der Hund und sein Philosoph vor“. Bei der Buchpräsentation wurden die Gäste vom Restaurant Cose Cosi, das eigens eine vegane Karte zusammengestellt hatte, verköstigt.

Martin Balluch plädiert in seinem Buch nicht vordergründig für die Vermeidung von Leid, sondern für die Autonomie von Tieren, auch wenn sie mit Menschen zusammenleben. Tiere gelten rechtlich noch als Dinge, weshalb Menschen als ihre BesitzerInnen bestimmen, wie mit ihnen umgegangen wird. Auch für Hunde gilt das, obwohl sie mit ihren Menschen enge Beziehungen formen können und auch bekannt ist, dass Tiere komplexe Emotionen und Wünsche haben. Nichtsdestotrotz sind sie in einer menschlichen Gesellschaft zweitrangig. Auch herrscht noch immer der Glaube, Mensch müsse Hund unterwerfen, da sonst die Hunde die Gelegenheit nutzen, selbst den Menschen zu dominieren.

In seinem Buch beschreibt Martin Balluch aber, dass es auch anders sein kann, dass ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Mensch und Tier möglich ist und mensch seinem Begleiter auch autonom denken und handeln lassen soll. Die Beziehung von Martin und seinem Hund Kuksi ist nur eines vieler Beispiele, dass eine Freundschaft zweier verschiedener Spezies auf gleicher Augenhöhe möglich und sogar sehr bereichernd ist.
Er erzählt von vielen Erlebnissen mit Kuksi auf ihren Wanderungen in der Natur, fern ab aller gesellschaftlichen Einflüsse – aber auch von den Erfahrungen, die die beiden in der Stadt im Alltag machen. Anders als bei den meisten Hunde „Besitzern“, wird Kuksi nicht ständig an der kurzen Leine gehalten. Er bewegt sich ohne Leine selbstsicher auch im Straßenverkehr, achtet auf ankommende Autos und verhält sich in Gefahrensituationen angemessen, ohne dass er je darauf konditioniert wurde.
Ein besonders wichtiger Punkt dabei, mit einem Hundepartner zu leben, sieht Martin Balluch darin, ihn zu fragen, ob, was oder wie Kuksi etwas machen will – etwas, das für den Großteil von Hunde „Besitzern“ nicht in Frage kommen würde.

Würden wir unseren Mitlebewesen mehr Intelligenz, Entscheidungsvermögen und Autonomie zutrauen, wäre eine Multispeziesgesellschaft durchaus möglich.
Tiere, auch unsere Haustierfreunde, müssen in unserer Gesellschaft machen, was wir wollen, für unsere Bedürfnisse angekettet sein, uns gehorchen oder gar für uns sterben. Wir fragen sie selten, denn sie scheinen ja ohnehin, nicht sprechen zu können. Dabei müssen wir nur lernen, miteinander zu kommunizieren, auch wenn das nicht auf die gleiche Weise möglich ist, wie mit unseren Mitmenschen. Tiere versteht sehr viel von unserem Verhalten und unseren Wünschen. Wenn wir das selbst bei ihnen versuchen, können die Freundschaften mit ihnen unser Leben bereichern und auch ihres, da wir so besser auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Wie es in Freundschaften oder unter Familienmitgliedern üblich ist, dürfen so auch Tiere den Alltag mitbestimmen. Für Wildtiere ist das selbstverständlich, aber auch Haustiere haben zumindest annähernd das selbe Potential, autonom zu handeln.

Einladung zur Buchvorstellung von Chris Moser im Luftraum um 18:00

Kunst ist eine kreative Form von Aktivismus. Aber KünslterInnen nehmen ihre politische Verantwortung oft nicht wahr.

Darüber spricht Chris Moser bei seiner Buchvorstellung im Luftraum unter anderem. Der Tier- und Menschenrechtsaktivist, Künstler und Autor organisiert neben seiner Arbeit auch selbst politische Aktionen.

Als Hauptangeklagter im ersten Tierschützerprozess wurde ihm seine Kunst vorgeworfen, die zu kritisch war.

Was ist politscihe Kunst überhaupt und wie kann man KünstlerInnen und andere Menschen dazu bringen, ihre politische Verantwortung zu erkennen und dementsprechend zu handeln? Solche und weitere Fragen werden heute Abend, am 18.4. ab 18:00 in der Bethlehemstraße 30 behandelt.

Im Anschluss kann sich auch jede/r an der Diskussion über das Thema beteiligen. Zum Naschen werden auch vegane Leckereien angeboten (solange der Vorrat reicht).

Wer die Bücher von Chris Moser selbst lesen möchte, kann sie bei der Buchpräsentation kaufen.

Eintritt ist natürlich frei!

„Kulturgenuss und Gutes tun“

„Kulturgenuss und Gutes tun“, ist eine Serie von veganen Buffets im Zuge von Tanzworkshops, Tanzperformances, Tanzveranstaltungen und dem tanzhafenFESTIVAL in Oberösterreich, bei denen die freiwilligen Zuwendungen in der ersten Ausgabe der Aktion von März bis Juni 2014 bei unterschiedlichen Treffpunkten gesammelt und dann an das Tierparadies Schabenreith weitergegeben werden.

Foto: Miroslaw Dworczak Tänzerin: Bianca Anne B.

Foto von Miroslaw Dworczak /Tänzerin, Initiatorin und Leiterin der Initiative „Kulturgenuss und Gutes tun“: Bianca Anne B. ( Foto von der Benefizveranstaltung Hochwasser 2013)

Das erste Buffet dieser Aktion findet am 2.3. beim OPEN HOUSE in der Tanzfabrik RedSapata, in der alten Tabakfabrik Linz, statt. 10:00- 17:50 kann gratis getanzt werden ( Tag der offenen Tür) und ab 18:00 gibt’s dann unser Buffet, während Tanzperformances von in Linz arbeitenden Tänzerinnen gezeigt werden. Infos zum Programm des gratis Schnupperns und Zusehens beim „open House“ http://redsapata.com/projekte-2/redsapata-open-house-2014/

Treffpunkt für vegane Bäckerinnen mit Ihren Leckereien, ist am 2.3. um 17:00 bei der Bushaltestelle „Parkbad“ auf der Seite der Tabakfabrik. Bianca Anne wartet dort auf euch und gemeinsam geht ihr dann in die Tanzfabrik um ein veganes Buffet aufzubauen. 18:00-19:00 hat das Buffet geöffnet, währenddessen und danach gibt es Tanzperformances und Tanzshowings anzusehen.

Bitte meldet euch bei Bianca Anne, wenn ihr bei dem ersten Buffet der Reihe „Kulturgenuss und Gutes tun“ dabei sein wollt und für Zuwendungen an das Tierparadies Schabenreith beitragen möchtet.

Es freuen sich auf euch TänzerInnen, KünstlerInnen, KulturInteressierte, vegane und nicht vegane Menschen, Schleckermäulchen und natürlich die zahlreichen Tiere aus Schabenreith.

Kontaktaufnahme bitte ganz einfach über das Kontaktformular oder direkt: biancaanneb@gmail.com, sollte dies nicht funktionieren. Wir suchen noch engagierte Teilnehmerinnen, die zu einer Verköstigung für den guten Zweck bei „Kulturgenuss und Gutes tun #1“ beitragen wollen.

 

Künstleraktivist Chris Moser in Linz

„Meines Erachtens“ von Chris Moser behandelt die politische Verantwortung von Kunst.

Als Gast im Cose Cosi hielt der Künstleraktivist Chris Moser am 25.1.14 einen kurze Präsentation mit anschließender offenen Diskussion zu seinem neuen Buch „m.E.“ (Meines Erachtens)
Auch im Dorf TV sprechen Chris Moser, ein politischer Aktivist und eine Kunst- und Philosophiestudentin über politische Kunst und Aktivismus. Das Video dazu findest du hier.
Er appelliert an KünstlerInnen, politische Kunst zu schaffen. Da Kunst sehr einflussreich sein kann, soll diese seines Erachtens nicht nur zur Ablenkung vom realen Leben dienen, sondern wachrütteln und daran erinnern, dass wir alle Bestandteil der Politik sind und diese mitgestalten sollen. Er wünscht sich revolutionäre Kunst. Auch die Voraussetzung, KünstlerIn zu sein, sieht er darin, die Fähigkeit zur Reflexion und zum Hinterfragen zu besitzen.
Er selbst setzt dabei auf Provokation und Schockerlebnis, was Menschen zum Diskutieren und Nachdenken anregen soll.

Zusätzlich zu seiner künstlerischen Tätigkeit , organisiert er selbst in seinem Heimatort Aktionen, wie Infotische und Straßentheater zum Thema Tierschutz und Tierrechte. Als einer der Hauptangeklagten und wieder Freigesprochenen im bekannten Tierschützerprozess bzgl. des Mafiaparagrafen, wurde ihm seine provokante Kunst vorgeworfen.

Kunstfreiheit erlaubt zwar immer wieder das Quälen und Töten von Tieren, aber wenig Kritik bestimmten Industriezweigen oder Gesellschaftskreisen. Im Falle von Chris Moser war es insbesondere die Kritik an der Jägerschaft durch seine Kunst, die ihm zum Verhängnis wurde.
Bei der anschließenden Diskussion kamen Themen auf, wie Kunst als Teil der Konsumgesellschaft, Kunst als Aktivismusform, gradueller Prozess bis zum politischen Denken/Handeln und das fragwürdige Schulsystem.

Vielen Dank an Chris für die tolle Buchvorstellung und vielen Dank an das Cose Cosi, das anlässlich der Buchvorstellung und Diskussion eigens eine vegane Speisekarte zusammengestellt hat.

Tierrechtsradio-Mitschnitt vom 24.01.2014

Im Tierrechtsradio, das diesmal ganze 40 Minuten dauert, spricht Chris Moser mit Martin Balluch über sein neues Buch „M.E.“ – Meines Erachtens.Ihr könnt die Sendung hier nachhören:

http://cba.fro.at/253234

Wer jetzt mehr wissen möchte und die heutige Lesung in Linz im Cose Cosi verpasst hat, hat noch eine Chance am 29. Jänner, denn da kommt Chris noch einmal nach Linz ins Studio des Dorf TV.