Category Archives: Workshops/Vorträge

Animal Liberation Workshop – Tierrechte und Vernetzung

Viele neue Gesichter konnten wir beim Animal Liberation Workshop in Linz wilkommen heißen. Es war auf die beste Weise unerwartet und wir sind auch sehr erfreut über das fast ausschließlich positive Feedback von allen TeilnehmerInnen. Besonders dankbar sind wir auch für die Unterstützung der Veggies-Linz, die für alle BesucherInnen, Vortragende und OrganisatorInnen (bzw. ChaotInnen) ein günstiges Mittagessen und Buffet zubereitet haben.

In Linz waren beim ALW erstmals mehrere Vereine beteiligt, die ihre Arbeit dort auch präsentieren konnten durch Vorträge und Auflegen von Infomaterial und Büchern. So war es allen BesucherInnen möglich, sich unterschiedliche Aspekte im Tierschutz und der Tierrechtsarbeit anzuhören und vielleicht auch zu entscheiden wo und wie sie sich selbst beteiligen wollen. Dabei waren Lima’s Weg (Lisa Starzengruber), RespekTiere (Christine Schreiner) und VGT (Martin Balluch, Anna Geisler) und vorgestellt durch Vertretungen wurden Happy Shelter, Rainbow Rescue, Streunerkatzen und das Tierparadies Schabenreith.

Auch die Gastrednerin Evelyn Lubbers kam extra angereist, um über Bespitzelung bei AktivistInnen zu sprechen und wie große Konzerne, die Arbeit von NGOs beeinträchtigen können. Dafür stellte sie ihr Buch „Secret Manouvers in the Dark“ vor, was auch zum Verkauf angeboten wurde.

Der zweite Tag verlief interaktiver mit Gruppenausarbeitung über eine bessere Vernetzung von Vereinen, unter anderem, jene, die am Vortag vorgestellt wurden, und einem Infotisch-Rollenspiel, bei denen Frequently Asked Questions bzw. Comments durchgespielt wurden. Dabei konnte auch ausprobiert werden, welche Argumentation für unterschiedliche Fragen und Menschen geeignet ist.

Auch Computer Security (Simon Obrovsky) und eine rechtliche Schulung für TierrechtsaktivistInnen (Eberhart Theuer) waren im Workshop dabei und sind wichtig für die Tierrechtsarbeit. Auch für diese Vorträge sind Simon und Eberhart extra angereist!

Wir hoffen, dass wir alle oder zumindest viele der neuen Gesichter im Laufe der Zeit wieder antreffen werden!

Alle Bilder hier: https://www.facebook.com/pg/VGT-O%C3%96-1587245624898667/photos/?tab=album&album_id=1718461785110383

Einladung zum Animal Liberation Workshop in Linz

ZEIT & ORT: 25. – 26.Februar 2017, Waltherstraße 15 /Ecke Steingasse, Einlass ab 9:00

Beim ALW geht darum, die Tierrechtsarbeit in Österreich kennen zu lernen, von der Philosophie der Tierrechte zu erfahren, aktuelle Kampagnen aufzuzeigen und Tierschutzvereine kennen zu lernen, die sich auf verschiedene Art für Tiere engagieren.

Auch Rechte und Pflichten gegenüber Staat und Polizei werden dabei erleutert und bei einem Computer Security Workshop wird erklärt, wie mensch sich möglichst gut vor Überwachung schützen kann.

PROGRAMM

Tag 1)

9:00 Einlass

9:30 Vorstellungsrunde
TeilnehmerInnen und VertreterInnen von Vereinen werden gebeten, sich kurz (höchstens 5 Minuten) vorzustellen

10:00 – 10:45 Einführung in die Tierrechte (Martin Balluch)
Philosophische Aspekte der Tierrechte

10:45 – 11:45 Secret Manouvers in the dark (Evelyn Lubbers)
Gastrednerin spricht über Bespitzelung bei AktivistInnen

12:00 – 13:00 Warum vegan?
Gründe für Veganismus und wie diese den Menschen näher gebracht werden können

13:00 Mittagspause
Es gibt selbst gekochtes essen für 5€ pro Person

Ab 14:00 Vereine und Kampagnen werden vorgestellt
14:00 VGT Kampagnen
15:00 Verein Lima‘s Weg und Happy Shelter
16:00 RespekTiere
17:00 Schabenreith

Tag 2)

9:00 Einlass

10:00 Workshop Vernetzung
Wie können sich die Vereine am besten untereinander vernetzen oder sich gegenseitig unterstützen

11:00 Computer Security (Simon Obrovsky)

12:00 Rollenspiel Infotisch
Häufige Fragen und Kommentare (positiv und negativ) am Tierrechts-Infotisch werden durchgespielt, so dass jeder ausprobieren kann, wie am besten darauf geantwortet werden kann.

13:00 Mittagspause

14:00 Rechte & Pflichten (Eberhart Theuer)
Welche rechtlichen Aspekte gibt es bei der Tierrechts-Arbeit und wie kann man Tierleid richtig anzeigen?

15:00 Videos über Aktionen/Tierrechts-Film

16:00 Reflexion, Termine, Feedbackbogen
TeilnehmerInnen können Feedback zum ALW geben und kommende Aktionen werden kurz vorgestellt

17:00 Gemeinsames Essen beim Front Food
Ist natürlich freiwillig

Einladung zur…

…Lesung von Martin Balluch

ZEIT: 19.Mai, ab 19 Uhr
ORT: Stuwe Linz, Steingasse 5, 4020 Linz
KONTAKT: Anna – annahgt17m@gmail.com

Martin Balluch (Autor, Aktivist, VGT Obmann) spricht über sein neues Buch ‚Der Hund und sein Philosoph‘, gibt Einblicke in das Zusammenleben von Hund und Mensch und spricht für die Autonomie für unsere Mitlebewesen.

Auch Du bist herzlich eingeladen! (Eintritt gratis)

 

Wer Knabbereien mitbringen will, kann das gerne machen. Infomaterial wird es vor Ort geben!

Vortrag der SteirerInnen gegen Tierfabriken in Linz

Donnerstag, den 2.April, berichtete Franz Sökner von den „SteirerInnen gegen Tierfabriken“ in den Räumlichkeiten der Solidar Werkstatt über die Hintergründe der großen Massentierfabriken in der Steiermark.
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Tierquälerei stinkt

Besonders hervorgehoben bei dem Vortrag wurde das enorme Tierleid, das mit großen Tierbetrieben einher geht, aber auch die Gestanksbelastung für alle Anrainer.
Auf 0,7m² darf sich ein schlachtreifes Schwein ein Leben lang in einer Tierfabrik bewegen. In ihrem kurzen, eingeschränkten Dasein, haben sie nicht nur wenig Platz, sondern in den größten Betrieben mit den meisten Tiere auch keine Einstreu, kein Tageslicht und kein Leben. Die einzige Beschäftigung ist manchmal ein von der Decke hängender Ast, Ziegel, o.ä. , als „Spielzeug“, das sie mit der Schnauze anstoßen können. Die feine Nase erschwert das Dasein über dem eigenen Kot und Urin noch. Der unerträgliche Gestank ist auch, was das Leid der Tiere mit der starken Beeinträchtigung für Menschen verbindet.
Bei SteirerInnen gegen Tierfabriken haben sich Menschen zusammen gefunden, die einerseits das Tierleid und andererseits der andauernde Gestank im großen Umkreis um die Tierfabriken stört.

Weg vom Land

Von der Unbenutzbarkeit von Terrassen und Balkons über die Unverkäuflichkeit von Häusern in der Gegend bis hin zur Abwanderung von Menschen reicht der Effekt des Gestanks der Tierfabriken. Menschen in deren Umfeld verbleiben meist nur im Haus. Es wurde sogar von einer durch die enorme Beeinträchtigung schwer depressiven Frau berichtet.

Das Wachstum, von dem von gewissen politischen Kreisen geschwärmt wird, ist nicht zum Wohle der Menschen. Die Umweltbelastung steigt, die Zahl der Arbeitskräfte sinkt und junge Menschen ziehen eher in die Stadt. In Tierfabriken sind Tiere Ware und die Vorgänge automatisiert. Der Profit, der von einem Tier gemacht wird, ist nicht hoch, weshalb der Wachstumswahn noch zunimmt. Eine Situation, die auf Dauer nicht bestehen kann.

Kontrollen und Baugenehmigungsvorgang sehr parteiisch

Einer der wichtigen Hintergründe, der hinter den großen Massentierhaltungen steckt, ist die unzureichende Kontrolle – zu Lasten der Tiere, so wie auch der Anrainer.
Bei großen Tierhaltungen muss alle 10 Jahre eine Kontrolle durchgeführt werden. Aber selbst das kann umgangen werden. Leben bei dem Betrieb mehr als nur der Bauer, zB auch seine Frau, wird die Anzahl der Tiere durch die Anzahl der MitbewohnerInnen geteilt. Somit handelt es sich theoretisch nicht mehr um eine große Tierfabrik.
Auch bei dem Bau von neuen Tierfabriken gibt es fragwürdige Maßnahmen, die dazu führen, dass große Tierbetriebe gebaut werden dürfen. Für die Baugenehmigung muss eine Sachkundiger herangezogen werde, um zu prüfen, ob die Geruchsbelastung im Rahmen der Annehmbarkeit liegt. Doch diese Sachkundigen sind bei der Landwirtschaftskammer angestellt. Weitere Worte sind diesbezüglich nicht notwendig.

Tierfabriken und sauberes Wasser – zwei unvereinbare Dinge

Während des traurigen Daseins der Schlachttiere fallen gewaltige Mengen Kot und Urin an. Die Silos der Tierfabriken sind riesig und teils sogar sehr ortsnahe gelagert. Bei der Ausbringung der Gülle auf die Felder kommt es nicht selten zur Überdüngung, was einen großen Nitrit und Nitratanteil im Boden bedeutet. Dort verbleibt es aber nicht und gelangt in das Grundwasser – eine weitere Einschränkung der Lebensqualität der Menschen in der Umgebung. Da das Wasser nicht mehr trinkbar ist, müssen Reinwasserreservoire anderswo angezapft werden. Dadurch entstehen Unmengen von Kosten für die Leitungen.
Der Anteil an Nitrat im Wasser ist besonders für Kinder schädlich und kann den spontanen Kindestod verursachen. Schwangere sollen deshalb ein Jahr lang statt Leitungswasser Tafelwasser trinken.

Wieder zeigt sich, dass Massenproduktion von Tieren auf Dauer nicht bestehen kann. Zu groß und vielzählig sind die Nachteile.

Nahrungsmittelressourcen, Gesundheit, Menschenrechte

Auch die bereits wohl bekannten Tatsachen, wie die Verschwendung von pflanzlicher Nahrung für Kraftfutter, die gesundheitlichen Schäden von viel Fleischkonsum und der Eingriff in die Menschenrechte wurde angesprochen.
Nicht nur hierzulande gibt es ein Kleinbauernsterben, sondern auch in Entwicklungsländern, deren Grund für die Futtermittelproduktion gestohlen wird.
Dass ein Großteil der pflanzlichen Nahrung an Tiere verfüttert wird, damit ein kleiner Teil der Menschheit die Produkte gequälter Tiere essen kann, sollte jedem mitdenkenden Menschen alarmieren.
Wieder erkennt man den engen Zusammenhang von Menschen- und Tierrechten.

Die Tatenkraft bleibt

Die IST sind in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Steiermark weiterhin aktiv für eine Verbesserung der Lebensquälität von Mensch und Tier am Land.
Auch Organisationen, wie der Naturschutzbund, können jetzt Antrag auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Und das kann auch bis an das Bundesverwaltungsgericht gehen, was den Bau von Massentierfabriken, die die Umwelt und Menschen zu sehr belasten, verhindern kann.
Mit der Information und Motivation, die Franz Sökner vermittelt hat, werden auch die Linzer TierrechtsaktivistInnen die Arbeit gegen Massentierfabriken und für Tier- und Menschrechte weiterführen und vertiefen.
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Einladung zu Agrarkapitalismus Vortrag

Agrarkapitalismus frisst die Bauern und zerstört unsere Lebensgrundlagen

Vortrag und Diskussion mit
Franz Sölkner
Initiative SteirerInnen gegen Tierfabriken (IST)

Do, 2. April 2015
19 Uhr
Solidarwerkstatt
(Waltherstraße 15, 4020 Linz)

Bei der Volksabstimmung zum EU-Beitritt wurde uns von unseren politischen Eliten ein “Österreich als Delikatessladen Europas” versprochen. Die Lebensmittel sollten durch eine kleinstrukturierte naturnahe Landwirtschaft bereit gestellt werden. Am konkreten Beispiel der südlichen Steiermark stellt der Vortrag die genau gegenteilige jüngere Entwicklung und den immer breiter werdende Widerstand dagegen vor.

EINTRITT FREI!

Veranstalter: Solidarwerkstatt