Category Archives: Ernährung

Einladung: Kreuzzug für Tierrechte durch Linz

ZEIT & ORT:
26.März 2016, 13:00
Beginn ab Hauptbahnhofsvorplatz Linz
Ablauf siehe unten

Jedes Jahr lädt der engagierte Verein RespekTiere zum Kreuzzug für Tierrechte ein.

Mitfühlende und mitdenkende Menschen setzen sich dabei für einen gewaltfreien Umgang mit unseren Mitlebewesen ein und weisen darauf hin, dass Fleischkonsum und die damit verbundenen Leiden der Tiere, die Umweltzerstörung und Zerstörung der Lebensgrundlage vieler Menschen aus Entwicklungsländern der Vergangenheit angehören sollte.

Ein zusätzliches Thema dieses Jahr sind die zunehmenden Verstöße gegen den Artenschutz in Österreich. Biber, Otter und Krähen werden zum Abschuss frei gegeben, obwohl das Vorhaben für eine Bestandsregelung kaum relevant ist und nur Stress und Leid verursacht.

Wer sich für einen gerechten Umgang mit unserer Umwelt (das betrifft Menschen und Tiere gleicher Maßen) einsetzen will, ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Je mehr Menschen Engagement zeigen, desto mehr kann dadurch bewirkt werden! Jede/r kann mitmachen!

Ablauf:
Der Menschenzug wird die Landstraße entlang und zur Landesregierung spazieren, begleitet von Trommlern und Demosprüchen. Einige AktivistInnen können sich dabei kostümieren (als Tiere bzw Schlächter) und Holzkreuze tragen, um zu zeigen, wie Nutztiere für meschliche Gier symbolisch gekreuzigt werden. Die Endkundgebung findet am Taubenmarkt statt.

Facebook-Link zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/780167272113555/
Kontakt von RespekTiere: info@respekTiere.at

Auch Vegetarier müssen sterben – Warum ein gesunder Lebenswandel unumgänglich ist

Kommentar von Florian Ignaz Eßl

“Auch Nichtraucher müssen sterben”, betitelte Friedrich Torberg 1978 sein Plädoyer gegen die Kritik am ungesunden Lebensstil. Kurz vor seinem Lebensende erinnerte der damals 70-jährige Autor seine Leser an die eigene Sterblichkeit und zählte dabei selbstsicher seine zahlreichen über die Jahre angesammelten Beschwerden auf, um anschließend mit Polemik der Intoleranz entgegen zu treten. Der Genuss sei lebensnotwendig und für ihn unverzichtbar, rechtfertigte er sich, und wehrte sich damit entschlossen und zu Recht gegen die Bevormundung durch seine Ärzte.

Letztendlich kennt jeder Raucher die Risiken des Tabakkonsums und trifft mit seinem Handeln eine bewusste Entscheidung. Wir leben in einer freien Gesellschaft. Ich selbst, als sehr gesundheitsbewusster und liberaler Mensch, möchte auch niemandem meine Sichtweise aufzwingen. Wer im Alter und unter erkennbaren Beschwerden noch so sehr seinen Lebensstil verteidigt, hat meiner Meinung nach einen Orden verdient, auch wenn sich die Krankenkassen dabei weniger freuen dürften.

Jedem das seine?

Nun hat die WHO am Montag die Wurst als krebserregendes Lebensmittel in seiner Kategorierung dem Tabak gleichgestellt und ein Aufschrei ging durch die westliche Welt. Bekennende Fleischesser gingen augenblicklich in Verteidigungsposition, kommentierten in Social Media was das Zeug hält. Es erinnert mich stark an diese Raucherdebatte, nur ist der Konsum von verarbeiteten Fleischprodukten, wenn man es genau nimmt, doch etwas differenzierter zu betrachten. Während die Wahl zu Rauchen meist in der Jugend stattfindet, wird einem das Wurstessen bereits von kleinauf angewöhnt. Wer kennt nicht die Bärchenwurst, die versucht mit ihrer Form Kinder anzusprechen?

Das sei alles nicht ernst zu nehmen, kommentieren die Polemiker. Was könne mann dann noch essen? Das sei alles Propaganda der Vegan-Lobby, wird überspitzt behauptet.
Auch Landwirtschafts- und Umwelt- (sick!) Minister Andrä Rupprechter meldet sich über seinen Twitter-Account zu Wort:

“Krebswarnung b Fleisch&Wurst ist Farce&verunsichert nur d Menschen!Österreichs Wurst ist und bleibt die Beste!AR ;)“

Ich habe seit meinem Entschluss vor vier Jahren, mich vegan zu ernähren, keine derart virale Meldung über die Gesundheitsrisiken von tierischen Produkten erlebt. Während derartige Nachrichten meist schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwinden, wird diese immer noch intensiv diskutiert und jetzt noch mehr angeheizt:

Gestern wurde eine neue Ernährungsstudie präsentiert, welche in Zusammenarbeit des WWF und der Wirtschaftsuniversität Wien enstand. Dieser Studie zufolge ist Österreich, was den Konsum von tierischen Produkten betrifft, das ungesündeste Land der Europäischen Union.

Besonders sticht hervor:

  • Ein Brutto-Lebensmittelverbrauch von 106 kg Fleisch pro Kopf, Spitzenreiter in der EU. Tatsächlich verzehrt werden davon aber nur 65,3 kg.
  • 29 % mehr Fleisch, 27 % mehr Zucker, 80 % mehr tierische Fette… als der durchschnittliche EU-Konsument

Diese Zahlen sind nicht wirklich neu. Das Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht alle paar Jahre den österreichischen Ernährungsbericht. Die dort veröffentlichten Resultate sind ähnlich: Zu viel Fett, zu viel Zucker, zu viel Salz, zu hoher Fleisch- und Wurstkonsum.
Aber das Ganze ist, wie man meiner Einleitung bereits entnehmen kann, auch nicht der Standpunkt meines Kommentars. Neuartig an dieser Studie ist, dass sich jetzt eine Umweltschutzorganisation mit der Thematik Ernährung befasst.

Die Untersuchung des WWF beschäftigt sich zusätzlich mit einem in dieser Diskussion meist unbeachteten und viel zu unterschätzten Thema: Die Auswirkung der Ernährung auf das Klima und die Umwelt. Eine Problematik, die seit letztem Jahr durch die Dokumentation Cowspiracy vermehrt Aufmerksamkeit erhielt. Dieser Film kritisierte scharf den Mangel an Aufklärung zu den Umwelteinflüssen der Viehwirtschaft und stellte anhand der präsentierten Fakten Organisationen wie Greenpeace & WWF in die Ecke.

Ein paar der wichtigsten Fakten aus der WWF-Studie:

  • Tierische Produkte machen 23 % des Konsumvolumens von Nahrungsmitteln aus, sind jedoch für 67 % der nahrungsmittelbedingten Treibhausgasemissionen Österreichs verantwortlich.
  • Der Konsum von Fleisch- und Milchprodukten trug seit 1961 zu 68 % zu den gestiegenen THG-Emissionen in Österreich bei
  • Der globale Fußabdruck einer einzelnen Nation: Der Bedarf an Ackerland übersteigt die heimisch verfügbare Anbaufläche um 35%, das sind insgesamt 1,6–1,8 Millionen Hektar. Wie aus Berichten der AGES (Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit) bekannt ist, ist die Produktion tierischer Lebensmittel in Österreich hochgradig von Überseeimporten abhängig und würde ohne diese zusammenbrechen (ca. 500.000 t importierter Sojaschrot jährlich vs. 96.000 t heimisch produzierter Soja in 2010).
THG-Emissionen der aktuellen und der "gesunden" Ernährung

Als “Gesunde Ernährung” gilt in diesem Zusammenhang die Ernährungsempfehlung des Bundesministeriums für Gesundheit. Ein Modell, welches immer noch stark auf den Konsum tierischer Lebensmittel setzt. Weitere Einsparungsmöglichkeiten durch eine vegetarische oder gar eine rein pflanzliche Ernährung werden im Vergleich leider nicht genannt. Quelle: WWF Ernährungsstudie

“Auch Vegetarier müssen sterben”, lautet das Leitmotto der WHO-kritischen Kommentare. Schließlich weiß kein gesunder Mensch, wie er/sie am Ende von der Welt scheiden wird und Torberg’s Philosphie der kompletten Konsum-Eigenverantwortung scheint gerade unter uns Österreichern fest verankert.

Nur steht eben leider nicht nur die eigene Gesundheit auf dem Spiel.
Ja, vermutlich ist die Weltgesundheitsorganisation in ihrer Entscheidung auch politisch motiviert und verfolgt eine Agenda.
Ja, die statistische Wahrscheinlichkeit von Darmkrebserkrankungen ist ein, verglichen mit anderen Krebsfaktoren in der Liste, eher schwaches Argument.
Doch schon in 2010 drängten die Vereinten Nationen auf einen globalen Schritt in Richtung einer fleisch- und milchfreien Ernährungsweise. Dieser Schritt sei wichtig, um die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen und zukünftigen Hunger auf der Welt zu verhindern.

Da drängt sich die Frage auf: Ist der Genuss es wirklich wert, diese Umwelteinflüsse zu ignorieren?

Links:

WWF – ACHTUNG: HEISS UND FETTIG – KLIMA & ERNÄHRUNG IN ÖSTERREICH :
http://www.wwf.at/de/ernaehrungsstudie/

BMG – Der Österreichische Ernährungsbericht 2012:
http://www.bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Ernaehrung/Rezepte_Broschueren_Berichte/Der_Oesterreichische_Ernaehrungsbericht_2012

Cowspiracy auf Netflix: 
https://www.netflix.com/at/title/80033772

Vegan am Gesundheitstag in Leonding

Beim diesjährigen Familien- und Gesundheitstag war zum dritten Mal die VGÖ mit den veggies-linz vertreten, die vegane Kuchen, Muffins und Brötchen gegen freiwillige Spende verkosteten.

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veggies-linz beim Leondinger Gesundheitstag

Dabei entstanden wieder viele freundliche Gespräche mit interessierten BesucherInnen, die teilweise selbst schon vegetarisch leben und sich für eine vegane Umstellung interessieren. Alle Fragen über vegane Ernährung konnten von den engagierten HelferInnen am Kuchen- und Infotisch beantwortet werden. Die größten Teils selbstgemachten Köstlichkeiten machten den veganen Stand am Gesundheitstag für alle Beteiligten zu einem Erfolg.

Hervorgehoben wurden auch die Zusammenhänge von Umwelt- und Klimaschutz, sowie Welternährung mit der eigenen Ernährungsform. Auch gratis Infomaterial über verschiedene Tierrechtsthemen und eine Petition gegen Gatterjagd lagen auf und konnte vielen Menschen näher gebracht werden.
Die eingenommenen Spenden wurden bereits an das Tierparadies Schabenreith überwiesen.

 


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Vielen Dank für die Unterstützung!

Sonntag: Gesundheitstag in Leonding mit veganem Stand

Am Sonntag, den 13.9.2015 ist es soweit. Beim Familien- und Gesundheitstag in Leonding können wir wieder die vegane Lebensweise vorstellen und BesucherInnen mit Kuchen, Brötchen, Muffins und Pflanzenmilch gegen freiwillige Spende verköstigen. Die Spenden gehen wieder an das Tierparadies Schabenreith.
Dabei kannst auch DU helfen. Wenn du gerne backst oder Brötchen zubereitest, kannst du dich gerne einbringen. Wenn Du gerne am Infotisch mithelfen willst, gibt es auch dazu die Möglichkeit.

facebook Link: https://www.facebook.com/events/687324741410997/
Doodle (bitte eintragen): http://doodle.com/poll/u83785cfn953zmi2

 

Vitamin B12 – Ein Überblick

Vitamin B12 ist als Thema ein Dauerbrenner gerade auch unter vegan lebenden Menschen. Informationen zu diesem kritischen und in seiner Wirkungsweise umfangreichen Vitamin sind leider oft veraltet, ungenau oder enthalten gravierende Mängel. Daher möchte ich in diesem Beitrag eine Sammlung aller relevanten Fakten erstellen in einer leicht verständlichen Sprache.

RELEVANZ und VORKOMMEN

Vitamin B12 ist im menschlichen Körper zuständig sowohl für die Zellteilung als auch für den Energiestoffwechsel der Zellen, um nur zwei wichtige Aspekte zu nennen. Ein Mangel dieses Vitamins hat daher unmittelbare Konsequenzen für unseren Körper. Das kann so weit gehen, dass sogar Nerven (unwiderruflich) geschädigt werden! Daher ist, egal bei welcher Ernährungsweise, darauf zu achten, seinen Vitamin B12 Bedarf zu decken.

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Dieses äußerst wichtige Vitamin kommt fast ausschließlich in tierlichen „Lebensmitteln“ vor. Nicht, weil die Tiere dieses Vitamin selbst produzieren (das kann nicht mal der Mensch), sondern weil sie es über das Futter aufnehmen. Früher geschah das noch über die Weide, weil B12 von Baktieren die u.a. im Boden vorkommen gebildet wird. Heutzutage wird aber den Tieren über das Futter B12 supplementiert, da sie praktisch kaum noch auf der Weide stehen und mit synthetischem, unnatürlichem „Kraftfutter“ gefüttert werden.

Oft wird behauptet, man können Vitamin B12 auch über Sauerkraut, Algen, Bier und andere pflanzliche Nahrungsmittel aufnehmen, bei denen Bakterien eine wichtige Rolle (z.B. zur Vergärung bei Sauerkraut) spielen. Das stimmt allerdings nur sehr bedingt, da der Anteil des aktiven B12 sehr stark schwankt und oft nicht verwertbare B12 Analoga enthalten sind, die sogar die Aufnahme des aktiven B12 hemmen, wie Studien belegen.

Ein wichtiger Aspekt bei der B12 Aufnahme ist der sog. Intrinsic Factor der von Belegzellen der Magenschleimhaut gebildet wird. Er muss vorhanden sein, damit B12 letztlich über den Dünndarm aufgenommen werden kann. Fehlt dieser Faktor oder wird er durch gewisse Erkrankungen beeinflusst, muss B12 über die Schleimhäute (z.B. Lutschtabletten) aufgenommen werden. Daher können von einem B12 Mangel auch Fleischesser und Vegetarier betroffen sein, wenn der Intrinsic Factor nicht vorliegt oder generell eine Mangelernährung stattfindet.

B12 != B12

Wenn man von B12 im Körper spricht, meint man eigentlich die beiden bioaktiven Formen Methylcobalamin und Adenosylcobalamin. Es gibt noch eine synthetische Form namens Cyanocobalamin sowie ein meist bei bereits schweren Mängeln gespritztes Hydroxocobalamin mit hoher Depotwirkung, das allerdings ebenfalls in tierlichen „Lebensmitteln“ vorkommt.

In Nahrungsergänzungsmitteln oder Zahnpasten ist aus Kostengründen meistens Cyanocobalamin enthalten, welches erst durch ein aufwändiges Verfahren im Körper in vier Schritten in Methylcobalamin umgewandelt werden muss. Dadurch entzieht es dem Körper eine wichtige Methylgruppe (SAM), die u.a. für die Synthese von wichtigen Neurotransmittern zuständig ist, und bei der Umwandlung wird zudem (in sehr geringen Mengen) Cyanid gebildet, ein starkes Gift. Zudem gibt es Menschen, bei denen der Körper z.B. wg. genetischer Veranlagung, Nährstoffmängeln oder Erkrankungen die Umwandlung nicht oder nur unzureichend durchführen kann.

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Eine Sonderstellung nimmt übrigens Hydroxocobalamin ein. Es muss zwar auch erst in drei Schritten umgewandelt werden, hat aber den Vorteil, Cyanidverbindungen im Körper zu binden, die besonders bei Rauchern verstärkt vorkommen. Zudem hat es wie bereits erwähnt eine sehr gute Depotwirkung und wird gerne bei bestehenden B12 Mängeln gespritzt.

Cyanocobalamin ist also die schlechteste Variante, B12 zu supplementieren. Ideal wäre daher die direkte Zuführung von Methylcobalamin und Adenosylcobalamin, da hier die umständlichen Umwandlungsschritte für den Körper entfallen und er diese Formen direkt verwenden kann. Hydroxocobalamin sollte von Rauchern sowie Menschen mit einem bereits vorhandenen Mangel gewählt werden, idealerweise in Kombination mit Methylcobalamin.

BESTIMMUNG DES B12 WERTES

Sollte das noch nicht geschehen sein, sollte man erst einmal den aktuellen B12 Status des Körpers bestimmen lassen, indem man in einem Labor eine Blutabnahme durchführen lässt. Dort sollten der Wert Holo-Transcobalamin (HoloTC) bestimmt werden. Oftmals wird bei Ärzten oder auch Labors nur der Serum B12 Wert bestimmt, der alleine aber nur wenig aussagekräftig ist da unter anderen auch anderweitig gebundenes B12 sowie inaktive Analoga mitgemessen werden. Daher sollte unbedingt auf die Bestimmung des HoloTC Wertes bestanden werden! Der HoloTC Wert sollte bei mind. 50, besser jedoch 75 pmol/l (Quelle) liegen. Liegt er darunter, könnte ein Mangel bestehen.

Eine gute Übersicht zu den Werten ist hier zu finden.

Eine zuverlässige Alternative zum Bluttest stellen sog. MMA-Urintests dar, die es sogar für Zuhause gibt.

Auf Basis der Diagnostikergebnisse sollte dann die Supplementierungsform und Dosis bestimmt werden. Bei einem Mangel sollte auf jeden Fall auch noch ein Arzt konsultiert werden!

DOSIERUNG

Zur idealen Dosierung von Vitamin B12 gibt es oft unterschiedliche Angaben. In aller Regel kann man davon ausgehen, dass 250-500mcg (Microgramm, auch µg geschrieben) eine ausreichende Dosis für alle darstellen. Der Tagesbedarf liegt laut DGE allerdings bei nur 3mcg. Woher also diese große Differenz? B12 wird vom Körper im Dünndarm nur bis zu einem bestimmten prozentualen Anteil resorbiert (und das ist bei jedem Menschen auch noch unterschiedlich), zudem wird die Dosis von 500mcg auch für Menschen mit einem erhöhten Bedarf, wie beispielsweise Sportler, empfohlen.

Viele Präparate bieten sogar 1000mcg und mehr pro Tablette, was auf jeden Fall keinen Nachteil darstellt, da B12 ein gut und lange speicherbares Vitamin darstellt, das praktisch nicht überdosiert werden kann. Mehr kann hier also nie schaden und besonders bei bestimmten Erkrankungen können sogar noch höhere Dosen angezeigt sein. Auf jeden Fall sind Lutschtabletten anderen Tablettenformen zu bevorzugen, da B12 dann noch besser resorbiert werden kann.

FAZIT

Vitamin B12 ist ein kritisches Vitamin, welches auf jeden Fall bei einer veganen Ernährung supplementiert werden sollte. Allerdings können auch Fleischesser und Vegetarier B12 Mängel entwickeln (z.B. bei fehlendem Intrinsic Factor).

Vor dem Beginn der Supplementierung sollte der B12 Status bestimmt werden, durch Bestimmung des Holo-Transcobalaminwertes (oder alternativ über einen MMA-Urintest). Eine Supplementierung mit Lutschtabletten oder Tropfen mit der bioaktiven Form Methylcobalamin (und ggf. Adenosylcobalamin, z.B. als Kombipräparat) ist zu bevorzugen, in bestimmten Fällen macht auch Methylcobalamin + Hydroxocobalamin Sinn. Das weit verbreitete und günstige Cyanocobalamin kann grundsätzlich ebenfalls genommen werden, allerdings hat es einige Nachteile für den Metabolismus – dies muss sich nicht zwingend in körperlichen Symptomen manifestieren, ist aber auf jeden Fall mit „Mehrarbeit“ für den Körper verbunden. Ein gesunder Mensch sollte eine Dosis von mindestens 250-500mcg zu sich nehmen, mehr kann jedoch nicht schaden und bei bestimmten Erkrankungen oder auch Lebenssituation sogar notwendig sein.


Quellen (mit wissenschaftlichem Hintergrund):

http://www.vitaminb12.de
http://veganhealth.org/b12/noncyanob12
http://www.christiankoeder.com/2011/12/b12-alternativen-zu-cyanocobalamin.html
http://www.health101.org/art_methylcobalamin.htm
http://chromsystems.com/de/news/dialog/dialog-01-2014.pdf

Disclaimer:

Dieser Artikel stellt eine Sammlung aus verschiedenen wissenschaftlichen Quellen/Studien dar und sollte eine geeignete ärztliche Beratung nur ergänzen, aber nicht ersetzen.