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Einladung zum Animal Liberation Workshop in Linz

ZEIT & ORT: 25. – 26.Februar 2017, Waltherstraße 15 /Ecke Steingasse, Einlass ab 9:00

Beim ALW geht darum, die Tierrechtsarbeit in Österreich kennen zu lernen, von der Philosophie der Tierrechte zu erfahren, aktuelle Kampagnen aufzuzeigen und Tierschutzvereine kennen zu lernen, die sich auf verschiedene Art für Tiere engagieren.

Auch Rechte und Pflichten gegenüber Staat und Polizei werden dabei erleutert und bei einem Computer Security Workshop wird erklärt, wie mensch sich möglichst gut vor Überwachung schützen kann.

PROGRAMM

Tag 1)

9:00 Einlass

9:30 Vorstellungsrunde
TeilnehmerInnen und VertreterInnen von Vereinen werden gebeten, sich kurz (höchstens 5 Minuten) vorzustellen

10:00 – 10:45 Einführung in die Tierrechte (Martin Balluch)
Philosophische Aspekte der Tierrechte

10:45 – 11:45 Secret Manouvers in the dark (Evelyn Lubbers)
Gastrednerin spricht über Bespitzelung bei AktivistInnen

12:00 – 13:00 Warum vegan?
Gründe für Veganismus und wie diese den Menschen näher gebracht werden können

13:00 Mittagspause
Es gibt selbst gekochtes essen für 5€ pro Person

Ab 14:00 Vereine und Kampagnen werden vorgestellt
14:00 VGT Kampagnen
15:00 Verein Lima‘s Weg und Happy Shelter
16:00 RespekTiere
17:00 Schabenreith

Tag 2)

9:00 Einlass

10:00 Workshop Vernetzung
Wie können sich die Vereine am besten untereinander vernetzen oder sich gegenseitig unterstützen

11:00 Computer Security (Simon Obrovsky)

12:00 Rollenspiel Infotisch
Häufige Fragen und Kommentare (positiv und negativ) am Tierrechts-Infotisch werden durchgespielt, so dass jeder ausprobieren kann, wie am besten darauf geantwortet werden kann.

13:00 Mittagspause

14:00 Rechte & Pflichten (Eberhart Theuer)
Welche rechtlichen Aspekte gibt es bei der Tierrechts-Arbeit und wie kann man Tierleid richtig anzeigen?

15:00 Videos über Aktionen/Tierrechts-Film

16:00 Reflexion, Termine, Feedbackbogen
TeilnehmerInnen können Feedback zum ALW geben und kommende Aktionen werden kurz vorgestellt

17:00 Gemeinsames Essen beim Front Food
Ist natürlich freiwillig

„BakeWars“ sagt DANKE für EUR 970– Erlöse zugunsten des Tierschutzes

Danke 970

BESONDEREN DANK an alle, die uns die letzten Sonntage so toll unterstützt haben. Das gemeinsame Backen war nicht nur eine schöne Möglichkeit zusammen viel Spaß zu haben und sich auch (noch) besser kennen zu lernen, sondern hatte letztendlich auch einen großen Spendenerlös bewirkt. Ich hoffe den Bäckern hat es genauso gefallen wie uns und dass wir die Erwartungen unseren Kekserlempfänger stillen konnten.

Bei der Planung hätten wir niemals damit gerechnet soviel selbstlose Teilnahme bekommen und letztendlich eine solch‘ große Summe zu erzielen.

Wir werden morgen EUR 970,– an den Verein RespekTiere überweisen, bei dem wir uns sicher sind, dass das Geld in besten Händen verwaltet bzw. umgesetzt werden wird. (www.respektiere.at)

Ebenso großen Dank an das Stadtzentrum Auwiesen, welches uns dieses Jahr die Möglichkeit, zu einem gemeinsamen Ort des Wirkens, gab.

Möge die Macht mit UNS sein 😉

COP21 Klimagipfel – letzte Chance verspielt

Weltweit überschlagen sich die Meldungen zum Abschluss des heurigen Klimagipfels in Paris:

Historische Einigung„, „Das Wunder von Paris„, „Wendepunkt„, „Hoffnung für Mutter Erde

und ähnlich lauten die Überschriften der Tageszeitungen und Online-Magazine. Die Welt ist also gerettet, endlich! Doch leider ist dem nicht so. Es gibt viele Gründe skeptisch, ja sogar pessimistisch zu sein. Paul Watson von Sea Shepherd hat hier dazu ein paar gute Argumente geliefert, um dem Ganzen zu misstrauen:

So wurden auch auf dem heurigen Klimagipfel tatsächlich wieder Burger aus Rinderfleisch oder auch überfischte Meerestiere während eines Ozean-Diskussionsforums zum Verzehr gereicht. Ein Hohn wenn man bedenkt, dass je nach Studie zw. 18-51% der gesamten Treibhausgasemissionen durch die landwirtschaftliche Tierhaltung (siehe auch dazu diese Doku) erfolgen und selbst UN Wissenschaftler schon vor Jahren empfohlen haben, die Menschheit auf eine hauptsächlich pflanzliche Ernährung umzustellen.

Ebenso bemängelt er zurecht, dass das Thema Tierhaltung im Abschlusstext gar nicht vorkommt (wie übrigens auch Worte wie „Kohle“ oder „fossile Brennstoffe“ und auch ein Blick auf die Agenda von COP21 zeigt, dass das Thema praktisch nicht behandelt wurde. Man ignoriert also einen wichtigen Teil der Klimarechnung völlig und hält dazu die Abschlusserklärung äußerst vage und vor allem: er ist zwar völkerrechtlich bindend, aber sieht keinerlei Konsequenzen vor, wenn er nicht umgesetzt wird.

Es handelt sich also um eine rein freiwillige Selbstverpflichtung ohne Strafkatalog oder ähnliches. Wie gut solche Selbstverpflichtungen, die dazu auch noch viel Geld kosten, in einer vom Kapitalismus dominierten Welt funktionieren, haben wir schon oft genug gesehen – nämlich gar nicht. So wurden auch schon vorherige Selbstverpflichtungen die aus Klimagipfeln hervorgingen meistens gar nicht oder nur sehr unzureichend eingehalten.

Es darf also ernsthaft bezweifelt werden, dass die COP21-Abschlusserklärung das Papier wert ist, auf der sie geschrieben wurde. Damit wurde die letztmögliche Chance verspielt, die Weltwirtschaft auf einen Rettungskurs für das Klima zu verpflichten. Es wird bei leeren Versprechungen bleiben, die Treibhausgaskonzentration wird weiter ansteigen und das Weltklima auf lange Zeit dauerhaft erwärmt – mit fatalen Folgen für viele Menschen und andere Tiere auf dieser Welt.

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Von Halal-Fleisch und verlogener Doppelmoral

Die aktuelle Diskussion um die Lebensmittelkette Spar und ihren Rückzug aus dem Angebot für Halal-Fleisch verdeutlicht anschaulich, mit welcher Doppelmoral (und teilweise auch latentem wie offenen Rassismus) viele Menschen immer noch durch die Welt gehen. Aber was war geschehen?

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Der Stein des Anstoßes

Spar hatte angekündigt, zukünftig auch Halal-Fleisch ins Sortiment aufzunehmen. Eine angesichts der großen Flüchtlingsströme und zu erwartenden hohen Anzahl an Menschen mit muslimischen Glauben, die für lange Zeit hier bleiben werden, betriebswirtschaftlich vernünftige Entscheidung für eine Supermarktkette, die bereit Fleisch anbietet. Diese Ankündigung wurde prompt vom rechten Rand als Steilvorlage genutzt um mal wieder dem Lieblingshobby, der Hetze gegen andere Menschen, nachzugehen. Diesmal sogar mit einem idealen Feigenblatt, dem Tierschutz. Wer kann schon gegen Tierschutz sein?

So lässt es sich also genüsslich hetzen und auch Menschen die vielleicht mit den Rechten nichts am Hut haben, aber einen latenten Rassismus in sich tragen oder einfach nicht wissen, wie Fleisch sonst „hergestellt“ wird, sind mit auf den Zug aufgesprungen und haben auf der Facebook Seite von Spar einen ordentlichen Shitstorm losgelassen.

Nun fragt man sich als denkender Mensch: wie kann es sein, dass Menschen, die selber das Fleisch anderer Tiere essen, auf einmal so gegen das Anbieten von Fleisch sind? Denn Halal-Fleisch unterscheidet sich bis auf einen Betspruch bei der Schlachtung nicht von dem, was die restliche Bevölkerung sich einverleibt. Es wird genauso unter größter Tierqual „produziert“, es werden lebende Tiere ebenso ausgeblutet, die (in diesem Fall) vorher mit CO2 betäubt wurden. Das klingt übrigens doch recht human, oder? Immerhin werden sie betäubt, bevor man ihnen die Kehle aufschlitzt. Nein, ist es nicht, wie aktuelle verdeckte Aufnahmen des VgT beweisen:

Insofern ist es bestenfalls verlogene Doppelmoral, wenn sich Fleischesser über andere Fleischesser aufregen. Sie nehmen eine andere Schlachtmethode zum Anlass, um ihren Frust auf „die Ausländer“ und alles Andersartige loszuwerden, oder manche einfach nur aus Unwissenheit über die Methoden mit denen „ihr“ Fleisch gewonnen wird. Diesen und auch allen anderen Kritikern empfehle ich nochmals tief in sich zu gehen…

Der Verfassungsschutz, der die Verfassung nicht schützt

Aufgrund der Vorkommnisse im Burgenland (Mensdorff-Pouilly veranstaltet wilde Ballerei im Gatter, welche dann durch den Verfassungsschutz geschützt wird) habe ich mir erlaubt per E-Mail einige Fragen ans BMI bzw. Frau Mag. Mikl-Leitner zu stellen:

Sehr geehrte Frau Mag. Mikl-Leitner,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin gerade auch angesichts der jüngsten Terroranschläge in Ägypten und Frankreich sehr irritiert über das Verhalten des Chefs für Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung im Burgenland, Herrn Franz Schmickl. Dieser hat eine wahrscheinlich tierschutzwidrige Jagdveranstaltung des Lobbyisten Mensdorff-Pouilly am 7. November durch mehrere Mannschaften und Polizisten in Zivil schützen lassen, während die reale Bedrohung durch den islamistischen und rechtsextremen Terrorismus nachweislich zunimmt.

Zudem ist mir nicht ganz klar, warum der oberste Verfassungsschützer den Tierschutz mit den Worten „ist mir egal“ belegt und nicht seiner Pflicht nachkommt dieses Gesetz in Verfassungsrang zu vollziehen, sondern durch weiträumige Sperrungen um diese Privatveranstaltung sogar verhindert, dass im öffentlichen Raum Verstöße gegen den Tierschutz dokumentiert werden können.

Ich halte fest: Herr Schmickl als Leiter des Verfassungsschutzes stellt Personalressourcen statt zur Bekämpfung des Terrorismus oder der Einhaltung von Gesetzen im Verfassungsrang lieber zum Schutz einer privaten Schießveranstaltung ab, welche gegen eben jenes Gesetz verstößt.

Wie also kann ein Verfassungsschützer genau das Gegenteil von dem tun, für das er ins Amt bestellt wurde? Was gedenken Sie zu tun, damit Herr Schmickl seinen von Amts wegen bestellten Aufgaben nachkommt und keine Ressourcen zur Bekämpfung verfassungsmäßiger Rechte einsetzt, sondern ausschließlich zum Schutz derselben?

Mit freundlichen Grüßen